Ratgeber

VW, Audi, Porsche und Co.: Diese Elektroautos will die Volkswagen-Gruppe liefern

(Foto: Volkswagen)

Die Volkswagen-Gruppe hat eine umfassende Roadmap für ihre Elektroautos veröffentlicht. Diese Pläne hat der Konzern von Audi über Porsche bis VW.

Volkswagen hat in den vergangenen Monaten immer wieder neue Ankündigungen für den Schritt in die Elektromobilität und in Richtung Digitalisierung ihrer Fahrzeuge veröffentlicht. So will der Konzern 34 Milliarden Euro bis 2022 in die Entwicklung von Elektroautos, 50 Milliarden in Batterien und 3,5 Milliarden für die Digitalisierung seiner Fahrzeuge stecken. Bis die ersten ersten vollvernetzten Stromer aus den Fabrikhallen rollen, dauert es jedoch noch bis 2020. Das ist noch eine Weile hin, aber Dickschiffe wie Volkswagen brauchen leider länger für die Umstellung.

Dass Volkswagen sich bei seinen E-Auto-Plänen dennoch langsam sputen sollte, zeigen die letzten Absatzzahlen von E-Autos: In Deutschland wurden 2017 58.000 neue E-Autos auf die Straße gelassen – damit konnte die Zahl der Zulassungen gegenüber 2016 verdoppelt werden. Weltweit sahen die Absätze 2017 weit rosiger aus: Erstmals wurde der Meilenstein von einer Million Elektroautos übertroffen. Es könnten möglicherweise noch mehr E-Autos abgesetzt werden, wenn die Auswahl größer wäre.

Volkswagen bietet etwa nur seinen E-Golf und den E-Up als Elektroautos an. Insbesondere ersterer ist in Deutschland recht beliebt. Der kompakte Stromer wurde bis Oktober 2018 4.356 Mal verkauft und gilt für 2018 als ausverkauft. Die Fahrzeuge können jedoch nur als Übergangslösungen betrachtet werden. Zum Vergleich: Elektroauto-Pionier Tesla hat in den USA bis zum dritten Quartal 2018 über 84.000 Einheiten des Model 3, dem bislang erschwinglichsten Stromer des Unternehmens, ausgeliefert. Der durchschnittliche Verkaufspreis des Model 3 liegt jedoch jenseits des anfangs angekündigten Basispreises 35.000 US-Dollar bei knapp 60.000 Dollar, so eine Studie.

Elektroautos von Volkswagen: Die VW-I.D.-Familie ist die Zukunft – 4 Modelle zum Start

Der VW ID wird der erste vollvernetzte Stromer des Wolfsburger Konzerns
VW kann in Sachen Elektromobilität als Ankündigungsweltmeister betrachtet werden. Das erste Modell soll laut VW im Frühjahr bis Sommer 2020 vom Band rollen und dem Model 3 von Tesla Paroli bieten. Der VW I.D. soll 7.000 bis 8.000 US-Dollar günstiger als das Model 3 werden. (Bild: VW)

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So dürfte der E-Golf mit dem Start der I.D-Familie nicht mehr lange vom Band in der Gläsernen Manufaktur Dresden rollen, da er im Vergleich zu den neuen, vollvernetzten Stromern altbacken wirkt. Zudem bekräftigte Volkswagen, dass die neue I.D.-Familie das Herz der zukünftigen E-Strategie darstellt. Zum Beginn werde die Stromer-Familie vier Modellen bestehen: Ab 2020 sollen der kompakte VW I.D., ein SUV-Coupé I.D. Crozz und der Siebensitzer I.D.BUZZ, begleitet vom autonom fahrenden I.D. Vizzion, schrittweise in den Markt eingeführt werden.

Dass Volkswagen mit seiner E-Strategie nicht kleckern, sondern gleich klotzen will, zeigt sich an den ehrgeizigen Zielen: Der Konzern hofft, allein 2020 100.000 I.D.- und I.D. Crozz-Modelle absetzen zu können – insgesamt will der Konzern sogar 150.000 Elektroautos im Startjahr verkaufen.

Prototyp des VW ID Crozz. (Foto: t3n)

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Volkswagen prognostiziert ferner, das sich die Absätze bis 2025 auf rund eine Million Elektrofahrzeuge erhöhen werden. Die massive Skalierung erreicht das Unternehmen durch seinen mobilen Elektrobaukasten, der als Basis aller I.D.-Fahrzeuge dient. Darüber hinaus habe der Konzern „leistungsfähige, effiziente und skalierbare Batterien“ für die I.D.-Familie entwickelt, mit denen je nach Batteriegröße und Modell (nach WLTP) Reichweiten von 330 bis über 550 Kilometern möglich seien.

Prototyp des VW I.D. Vizzion. (Foto: t3n.de)

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Die prognostizierten Absatzzahlen der E-Autos sind im Vergleich zu den jährlichen verkauften Verbrennern immer noch „Kleinkram“. 2017 konnte der Wolfsburger Konzern eine Rekordmarke von 10,74 Millionen Verbrennern verkaufen. Gegenüber t3n sagte Christoph Adomat, Leiter Future-Technology-Communications, dass sich dies in den kommenden Jahren womöglich nicht massiv ändern werde, zumal der Umsatz der verkauften Verbrenner zur Querfinanzierung der Stromer benötigt werde.

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3 Kommentare
Siegfried K.
Siegfried K.

Was ist denn das für ein PR-Artikel? Und dann auch noch Falschinformationen über Tesla streuen, indem suggeriert wird, dass angekündigt worden sei, mit dem Model 3 einen Stromer zu einem DURCHSCHNITTSpreis von 35.000€ auf den Markt zu bringen. Eine glatte Lüge. Er soll AB ca. 35.000€ kosten. Euer Artikel reiht sich ein in die Glanzleistung des KBA vor einigen Wochen. Frage mich, wo ich zukünftig noch PR-Artikel der „vorbildlichen“ deutschen Autokonzerne finde.

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Andreas Floemer

Sorry, habe das „ab“ ergänzt. Dass Tesla sein Model 3 aber noch nicht ab 35.000 Dollar anbietet, ist dennoch enttäuschend, auch wenn Musk den Grund erklärt hat.
Der Artikel ist in erster Linie ein Übersicht der Pläne der VW-Gruppe, angesichts dessen, dass VW der größte dt. Autohersteller ist, dürfte es nicht wenige interessieren, was die Wolfsburger in Sachen E-Mobilität geplant haben.

Eine umfassendere Übersicht findest du hier: https://t3n.de/news/elektroautos-deutschland-emobility-2018-694106/

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Siegfried K.
Siegfried K.

Danke für die schnelle Reaktion. Dennoch besitzt der Artikel eine Tonalität die dem Verhalten von VW in den letzten Jahren einfach nicht angemessen ist. Dieser Konzern hat die Entwicklung hin zur E-Mobilität in den letzten Jahrzehnten massiv verhindert. Und ist dabei auch nicht vor illegalen Methoden zurückgeschreckt, die dem Verbraucher massiv geschadet haben. Der Diesel sollte sauberer dargestellt werden als er ist und zwischen den großen Konzernen gab es illegale Absprachen. In dem Artikel wird der späte Start von VW in Bezug auf die E-Mobilität jetzt verständnisvoll mit der Größe des Konzerns begründet. So ein Unsinn. Keiner der deutschen Autokonzerne wollte die E-Mobilität! Jetzt MÜSSEN sie nachziehen und sind allein deswegen so spät dran.

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