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VW vertieft Kooperation mit Mobileye: Wann autonome Fahrzeuge durch deutsche Städte fahren sollen

Bei der Fahrassistenz setzt der VW-Konzern bereits auf Funktionen der Intel-Tochter Mobileye. Jetzt wollen beide die Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen erweitern.

3 Min.
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VW ID Buzz soll ab 2026 autonom fahren. (Foto: VW)

Der VW-Konzern baut seine Zusammenarbeit mit der israelischen Intel-Tochter Mobileye aus. Gemeinsam wolle man zügig neue Fahrassistenzfunktionen in Serie bringen, teilte der Autobauer am Mittwoch in Wolfsburg mit. Die Autos sollen unter anderem dazu in der Lage sein, auf der Autobahn selbstständig zu überholen und an Ampeln automatisch anzuhalten.

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Die neue Technologie solle bei den VW-Konzernmarken Audi, Bentley, Lamborghini und Porsche zum Einsatz kommen. Einen genauen Termin zur Verfügbarkeit in Pkw nannte der Konzern nicht. Später sollen weitere Funktionen folgen, bei denen das Auto das Steuer zeitweise komplett selbst übernehmen kann.

Bis 2026 will die Sparte VW Nutzfahrzeuge zudem zusammen mit Mobileye ein autonomes Level-4-Flottenfahrzeug für die Großserie im kommerziellen Bereich, etwa für Mobilitäts- und Transportdienste, in Europa und den USA auf die Straße bringen.

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VW-Chef Blume: Automatisiertes Fahren steigern Komfort und Sicherheit

„Neue automatisierte Fahrfunktionen steigern signifikant den Komfort und die Sicherheit“, sagte Konzernchef Oliver Blume. Die Kooperationen beim automatisierten Fahren mit Bosch und Qualcomm und mit Horizon Robotics in China würden „fokussiert weitergeführt“, heißt es weiter.

Der VW-Konzern und Mobileye arbeiten schon seit Jahren zusammen, nachdem VW die Kooperation mit Argo AI und Ford aufgegeben hatte. Die Zusammenarbeit hatte Blume nach seinem Antritt als Konzernchef verstärkt.

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Mobileye ist bereits Partner von Volkswagen Nutzfahrzeuge bei der Entwicklung eines vollautonom fahrenden Elektro-Bulli ID Buzz. Auch diese Zusammenarbeit werde nun erweitert, so der Konzern.

VW und Mobileye im Pkw: Level 2 und 3 im Blick

VW und Mobileye wollen Pkw mit Level 2 und 3 ausrüsten. (Bild: VW)

Der Plan des Konzerns sieht vor, dass Mobileye zukünftig auch Technologien für Fahrfunktionen mit erweiterten Level-2-Funktionen („teilautomatisiertes Fahren“) bereitstellen soll. Dabei dürfen Fahrer:innen die Hände vom Lenkrad nehmen, müssen jedoch stets aufmerksam den Verkehr im Blick behalten und jederzeit eingreifen können.

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Darüber hinaus arbeiten VW mit Mobileye an Level-3-Funktionen („hochautomatisiertes Fahren“): Ab dieser Automatisierungsstufe kann das Fahrzeug in klar definierten Bereichen temporär die Fahraufgabe übernehmen, Fahrer:innen müssen das System dabei nicht permanent überwachen. Die beiden Partner entwickeln „diese Technologien zu markenübergreifenden Systemen weiter“, so VW.

Vollautonomer ID Buzz soll 2026 starten

Mobileye werde weitere Technologiekomponenten für das autonome Fahren zuliefern. 2026 soll der fahrerlose E-Bulli ID Buzz in Serie gehen. VW will damit dann einen autonomen Service aufbauen, der 2026 zunächst in Hamburg starten soll. Ursprünglich war von 2025 die Rede.

Grundlage für die autonome Technologie im ID Buzz sind dem Unternehmen zufolge diverse Software- und Hardware-Komponenten, darunter „zwei unabhängige Hochleistungsrechner sowie 13 Kameras, neun Lidar- und fünf Radar-Einheiten“. Jede dieser Sensor-Verbundarten sei in der Lage, eine 360-Grad-Umfelderfassung zu gewährleisten. Zudem seien die autonomen Fahrzeuge „für eine sichere und effiziente Steuerung stets online verbunden“.

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Entwicklungsziel der Volkswagen ADMT sei es, den vollelektrischen autonomen ID Buzz AD ab 2026 Mobilitäts- und Transportdiensten anbieten zu können. Neben Fahrdiensten sei denkbar, autonome VW-Fahrzeuge in der Logistik einzusetzen, so das Unternehmen.

Blume setzt stärker auf Partnerschaften

Im Unterschied zu Blumes Vorgänger Herbert Diess setzt der amtierende VW-Boss beim Thema Software verstärkt auf externe Partner. Diess wollte hingegen stärker auf Eigenentwicklungen bei der von ihm ausgegründeten Software-Sparte Cariad setzen. Dieser Plan fiel Diess und dem gesamten Konzern auf die Füße: Da die Software nicht fertig wurde, kam es bei diversen Modellanläufen mehrfach zu Verzögerungen.

So sollten etwa die beiden jüngst angekündigten Premiumfahrzeuge Audi Q6 E-Tron und Porsche Macan Electric ursprünglich schon vor zwei Jahren fertig sein. Mit dem Amtsantritt Blumes wurde die Software-Tochter neu aufgestellt und dabei die Cariad-Spitze ausgetauscht.

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Schon jetzt setzt VW auf Mobileye

Bei der Plattform für die neuen Modelle der Premiumtöchter Porsche und Audi setze man bereits bei der Fahrassistenz auf Mobileye. „Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Lieferung stehen dabei im Fokus“, sagte Michael Steiner, der sowohl bei Porsche und direkt im VW-Konzern die Entwicklung leitet.

Bei der kommenden Fahrzeugarchitektur SSP, die laut Plan bis Ende des Jahrzehnts fertig sein soll, will Cariad gemeinsam mit den Partnern Bosch und Mobileye ein konzerneigenes Komplettsystem entwickeln.

Mit Material der dpa.

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