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App Store: Apple dementiert Vorwurf der heimlichen Umleitung von Nutzern

Heimlich kaufe Apple Werbeanzeigen, um Nutzer von Entwickler-Webseiten weg und hin zum App Store zu leiten, behauptete das Wirtschaftmagazin Forbes. Apple reagiert verwundert.

2 Min. Lesezeit
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Apple nimmt im App Store Provisionen für Abos und Software. (Foto: PeoGeo/Shutterstock)

Apple hat auf eine Geschichte im Wirtschaftsmagazin Forbes reagiert, das Unternehmen schalte „heimlich“ Werbung für Drittanbieter-Software auf Google und anderen Plattformen. Der Grund liege darin, dass die Leitung in Cupertino wolle, dass die Konsumenten die App und dort integrierte Abos nicht direkt bei den Entwicklerstudios, sondern über den konzerneigenen App Store kaufen sollen. Das spüle Apple bis zu 30 Prozent Provision in die Kasse. Das Unternehmen kaufe die Spots ohne Zustimmung der Entwickler, schrieb das konservative Medium. Eine ungenannte interne Quelle wird in dem Bericht wie folgt zitiert: „Apple hat herausgefunden, dass sie mehr Geld mit den Entwicklern verdienen können, wenn sie die Leute dazu bringen, im App Store zu kaufen, anstatt im Web.“ Die Adds würde für die meisten Menschen aussehen, als ob sie direkt von den Entwicklerstudios stammen würden.

Artikel wirft Apple Zynismus vor

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Der Artikel nimmt insbesondere Abogebühren in Visier. Apps auf dem iPhone könnten die Zahlungen über Apple oder einen eigenen Webdienst abrechnen. Dabei berechnet das iPhone-Unternehmen im ersten Jahr 30 Prozent und in jedem folgenden Jahr 15 Prozent der Abogebühren. Der Artikel lässt ungenannte „Mobilmarken“ zu Wort kommen, die behaupten, Apple nehme ihnen Marge weg. Der Kunde wisse gar nicht, dass die Abogebühren über den App Store an Apple gehen würden. Forbes schreibt: „Wenn man das alles zusammenzählt, ergibt sich ein gewisser Zynismus auf dem Markt gegenüber Apple und seinen Datenschutzrichtlinien, die die Daten, die Unternehmen für das Marketing verwenden können, und die Kundendaten, die Apps über Abonnementkunden erhalten, einschränken.“ Apple wird also vorgeworfen, den Datenschutz für den eigenen Profit zu nutzen. Dazu lässt das Magazin eine anonyme Quelle sprechen: „Wir alle wissen, dass das, was Apple in Bezug auf den Datenschutz tut, in die eigenen Taschen fließt. Es ist nicht richtig, dass sie das im Hintergrund mit den Entwicklern gemacht haben … Das ist nicht ethisch.“

Apple mahnt eine „falsche Darstellung“ an

Das Unternehmen reagierte nun auf die Enthüllungen und erklärte sich unter anderem gegenüber Apple Insider. Die Darstellung, es kaufe „still und leise“ oder „heimlich“ solche Anzeigen sei eine „grobe Falschdarstellung“. Auch, dass der Kauf ohne das Wissen der Studios geschehe, stimme nicht. Vielmehr stehe der Konzern in regelmäßigen Austausch mit den Entwicklern über die Werbung und viele wüssten die Unterstützung zu schätzen. Seit über fünf Jahren kaufe Apple Anzeigen zur Unterstützung von mehr als 100 Apps auf Google, YouTube, Snapchat, Tiktok und Twitter. Diese Praxis sei auch im Einzelhandel üblich, wo Händler die Produkte anderer Marken in ihren Regalen bewerben. Jede Werbung sei deutlich als Werbung aus dem App Store gekennzeichnet. Diese Praxis entspreche dem üblichen Geschäftsgebaren und sei in den rechtlichen Vereinbarungen mit den Entwicklern so vorgesehen. Stolz verkündet Apple, das App Store-Werbeprogramm habe mehr als 70 Milliarden Impressionen durch E-Mail, soziale Medien und Werbung erzielt.

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