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Gericht: FTX-Pleitier Bankman-Fried darf gegen 250-Millionen-Kaution bei seinen Eltern wohnen

Der des milliardenschweren Betrugs beschuldigte Gründer der Pleite-Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, muss eine Kaution von 250 Millionen US-Dollar hinterlegen, um außerhalb der Gefängnismauern auf seinen Prozess zu warten. Im Haus seiner Eltern.

2 Min. Lesezeit
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FTX-Pleitier Bankman-Fried vor dem Gerichtsgebäude auf den Bahamas. (Bild: AP Photo/Rebecca Blackwell)

Am Mittwoch war Sam Bankman-Fried, Gründer und Ex-Chef der insolventen Kryptobörse FTX, in die USA überführt worden. Zuvor war er auf den Bahamas festgenommen worden, wo sich der FTX-Firmensitz befindet, und Bankman-Fried lebte.

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Richter fordert 250 Millionen Dollar Kaution

Der New Yorker Bundesrichter Gabriel Gorenstein hat jetzt entschieden, dass Bankman-Fried gegen eine Kaution in der Höhe von 250 Millionen Dollar freigelassen werde. Zu den Kautionsbedingungen gehört aber das Tragen eines Überwachungsarmbands.

Außerdem müsse sich der Pleitier einer psychischen Beratung unterziehen und bei seinen Eltern wohnen – unter „strenger“ Aufsicht, so Gorenstein. Er dürfe zudem den nördlichen Distrikt Kaliforniens nicht verlassen. Auch das Aufnehmen von Krediten über 1.000 Dollar ist Bankman-Fried untersagt.

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Eltern und zwei wohlhabende Personen bürgen

Die Anleihe für die 250 Millionen Dollar schwere Kaution soll unter anderem durch Eigenkapital seiner Eltern und die Beleihung des Elternhauses unter Dach und Fach gebracht worden sein. Zudem hätten zwei weitere Personen mit „erheblichen“ Vermögenswerten ihre Unterschrift geleistet, wie CNBC berichtet.

Erst vor kurzem hatte Bankman-Fried selbst behauptet, dass ihm lediglich 100.000 Dollar geblieben seien. Ein steiler Absturz in nur wenigen Wochen. Das Kryptoimperium des heute 30-Jährigen war zwischenzeitlich 32 Milliarden Dollar wert.

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Bankman-Fried wird am 3. Januar 2023 zu seiner ersten Anhörung in New York erwartet. Ihm und den Mitangeklagten wird „Betrug in epischem Ausmaß“ vorgeworfen, wie der stellvertretende Staatsanwalt Nicolas Roos dem Gericht sagte.

Betrugsvorwürfe: 8 Milliarden Dollar futsch

Insgesamt gibt es Strafanzeigen in acht Anklagepunkten, darunter wegen Wertpapierbetrugs und Geldwäsche. Kund:innengelder in der Höhe von über acht Milliarden Dollar sollen fehlen.

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Seine langjährigen Geschäftspartner:innen Gary Wang, FTX-Mitgründer, und Caroline Ellison, ehemals CEO der FTX-Schwesterfirma Alameda Research, hatten sich schuldig bekannt, ihren Teil zu den Betrügereien, die zum Kollaps der Kryptobörse geführt hatten, beigetragen zu haben.

Bankman-Fried-Kolleg:innen kooperieren

Die beiden Ex-FTX-Führungskräfte kooperieren mit den Bundesbehörden. Dadurch wird es für Bankman-Fried natürlich nicht leichter, sich gegen die Vorwürfe zur Wehr zu setzen. Würde er in allen Anklagepunkten verurteilt, drohen dem ehemaligen FTX-Chef 115 Jahre Haft.

14 Internet-Milliardäre, die kein Schwein kennt Quelle: Tableau

Zur Einordnung: Der Anlagebetrüger Bernie Madoff war 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt worden. Der Umfang des von ihm angerichteten Schadens soll sich auf mindestens 65 Milliarden Dollar belaufen haben.

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Die Kautionsforderung für Bankman-Fried stellt jene von Madoff allerdings deutlich in den Schatten, musste Letzterer doch „nur“ zehn Millionen Dollar hinterlegen, um nicht im Gefängnis auf seinen Prozess warten zu müssen. Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes kam mit knapp 500.000 Dollar davon.

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