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ChatGPT: KI-Chatbot sorgt in der Branche für Aufregung

Willkommen zum t3n Daily vom 6. Dezember. Heute geht es um das neue KI-Projekt ChatGPT von OpenAI. Außerdem: iPhone und Mac selbst reparieren, Neuralink hat Ärger, Bitcoin-Prognose, Microsoft 365. 

Von Holger Schellkopf
5 Min.
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OpenAI hat mit ChatGPT erneut für Diskussionen rund um KI gesorgt. (Foto: rafapress / Shutterstock.com)

Wir hoffen, du hattest einen guten Tag, und wollen dir jetzt noch ein paar spannende Informationen mit auf den Weg in den Abend geben. t3n Daily gibt es auch als NewsblogPodcast und als Newsletter. Hier kommen die Themen des Tages.

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Apple startet Selbstreparaturprogramm in Deutschland

Do-it-yourself bei Reparaturen an iPhone oder Mac – das ist in Zukunft auch in Deutschland möglich. Nach dem Start des Self-Repair-Programms im April 2022 für iPhone 12 und 13 und der nachfolgenden Erweiterung auf Macs im November in den USA, weitet Apple sein Angebot ab sofort auf acht europäischen Länder aus, nämlich Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Schweden und Spanien.

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Mit dem Start am 6. Dezember bietet Apple in diesen Ländern den gleichen Serviceumfang des Self-Repair-Programs wie in den USA an. Damit können Kund:innen über Apples Self-Service-Reparatur-Store lokalisierte Reparaturanleitungen, Originalersatzteile und Werkzeuge beziehen, um Reparaturen selbst durchführen zu können.

Laut Apple stehen im Self-Service-Reparatur-Store mehr als 200 Einzelteile und Werkzeuge sowie Reparaturanleitungen bereit. Der Hersteller betont, dass das Programm vor allem für „technikversierte Kund:innen, die über Erfahrung mit der Reparatur elektronischer Geräte verfügen“, geeignet sei. Wer also noch nie einen Schraubenzieher in der Hand hatte oder üblicherweise nach Abschluss einer Reparatur ein paar Schrauben übrig hat, sollte das Programm besser nicht nutzen.

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In diesen Fällen empfiehlt es sich wohl eher, bei Bedarf einen der mehr als 5.000 autorisierten Apple-Service-Provider anzusteuern. Laut Apple ist in Europa ein autorisierter Service-Provider in acht von zehn Fällen innerhalb von 30 Minuten erreichbar.

KI-Chatbot ChatGPT sorgt für Aufregung

Das 2015 gegründete OpenAI widmet sich der Erforschung künstlicher Intelligenz. Jetzt hat das Unternehmen mit ChatGPT einen Chatbot veröffentlicht, der in der Lage sein soll, menschliche Dialoge zu verstehen und Antworten zu generieren, die ein Mensch nicht besser hätte formulieren können. Der Bot erobert das Internet im Sturm, sorgt aber auch für besorgte Gesichter.

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ChatGPT – GPT steht für Generative Pre-Trained Transformer – ist ein KI-Chatbot-System, das den automatisierten Kundensupport-Chats ähnelt, die es online zuhauf gibt. Dabei ist der Bot jedoch deutlich fortschrittlicher, da er nicht auf eine Handvoll Antwortoptionen beschränkt ist, die das Gespräch schnell frustrierend werden lassen können.

Der Chatbot basiert auf dem Sprachmodell GPT-3 von OpenAI. Dieses Sprachmodell setzt auf die Deep-Learning-Technologie und wird mit Algorithmen trainiert, die mit großen Textmengen aus dem Internet gefüttert werden. Die Anwendung kann während der Feedback-Phase von OpenAI kostenlos genutzt werden. Das Unternehmen hofft, die Bewertungen nutzen zu können, um die endgültige Version zu verbessern.

Mit der Veröffentlichung des Chatbots ChatGPT hat OpenAI erneut gezeigt, wie weit KI bereits fortgeschritten ist. Die Software liefert bemerkenswert menschlich klingende Antworten auf ihr gestellte Fragen. Zweifel ist der KI aber naturgemäß genauso wenig gegeben wie ein Verständnis der Dinge, von denen sie spricht. Das führt dazu, dass die Antworten von ChatGPT zwar durchaus überzeugend klingen, bisweilen aber auch völlig falsch sind. Stack Overflow, das bekannte Frage- und Antwort-Portal der Entwickler:innenszene, hat mit ChatGPT generierte Antworten daher jetzt vorläufig untersagt.

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Noch gibt es keine echten Belege für eine nennenswerte Verzerrung des öffentlichen Diskurses durch ChatGPT oder ähnliche Werkzeuge. Nach Ansicht des Informatikpioniers Grady Booch könnte das aber schon bald Realität werden, zumal massenhaft generierte KI-Inhalte letztlich auch dafür genutzt werden könnten, korrekte Informationen und absichtlich gestreute Falschinformationen in dieser Flut zu erkennen.

Metas KI-Chef Yann LeCun hält solche Ängste jedoch für übertrieben. Seiner Ansicht nach schaden Desinformationen nur dann, wenn sie weiterverbreitet und von vielen Menschen gelesen werden. Dabei wiederum könne die KI aber nicht helfen.

Tierversuche: Ermittlungen gegen Neuralink

Neuralink steckt in Schwierigkeiten. Während das Konkurrenzunternehmen Synchron schon lange eine Zulassung für Versuche am Menschen hat, muss Elon Musks Forschungstruppe immer noch mit Tierversuchen auskommen. Einige der Gründungsmitglieder haben das Unternehmen bereits verlassen.

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Kürzlich hat Musk trotzdem angekündigt, in sechs Monaten auch mit einer Versuchsreihe an Menschen starten zu wollen. Kein Wunder also, dass bei Neuralink enormer Druck herrscht.

Genau das soll jetzt aber zu verheerenden Folgen bei den Tierversuchen geführt haben. Wie die Agentur Reuters berichtet, wurde aufgrund einer Anzeige der Mitarbeiter:innen eine Untersuchung durch die US-Bundesstaatsanwaltschaft eingeleitet. Es wurden bereits über 20 (teils ehemalige) Mitarbeiter:innen befragt und diverse Dokumente gesichert, darunter Nachrichten, E-Mails, Audiodateien, Präsentationen und Protokolle.

Damit sollen sich Verstöße gegen den Animal Welfare Act belegen lassen. Laut den Quellen würden aufgrund des großen Drucks von Musk übereilt Tierversuche durchgeführt, die dann zu Leid und Tod bei den Tieren führten. Da gescheiterte Experimente wiederholt werden müssten, steige die Todeszahl noch weiter an.

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Datenschutz: Microsoft 365 bleibt für Unternehmen ein Risiko

Schlechte Nachrichten für Unternehmen, die Microsoft 365 im Einsatz haben: Die Deutsche Datenschutzkonferenz, die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, hat in der vergangenen Woche erklärt, dass die Softwarelösung, die in vielen Unternehmen, aber auch in Behörden, Schulen und anderen Organisationen im Einsatz, nicht als datenschutzkonform angesehen werden könne.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber erklärte, dass Unternehmen zusätzliche Schutzvorkehrungen treffen müssten, auch wenn der von Microsoft überarbeitete Auftragsverarbeitungsvertrag die neuen Standardvertragsklauseln der EU verwende und berücksichtige.

Der Auftragsverarbeitungsvertrag war nötig geworden, nachdem das Schrems-II-Urteil den transatlantischen Privacy Shield als nicht vereinbar mit europäischem Datenschutzrecht erklärt hatte. Für die Datenschutzbehörden reicht all das allerdings dem Vernehmen nach nicht aus, wie diese im Rahmen einer Festlegung erklärten. Einer der deutschen Experten in diesem Bereich, Rechtsanwalt Christian Solmecke, sieht deshalb weiterhin bei allen US-Produkten „ein gewisses Risiko einer DSGVO-konformen Datenübermittlung in die USA“.

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Denn auch wenn Microsoft die Kundendaten nicht selbst verwendet, arbeitet das Unternehmen dennoch mit aus pseudonymisierten Daten aggregierten Datensätzen, die unter Umständen nicht dem deutschen Datenschutzrecht entsprechen.

Solmecke glaubt, Unternehmen müssten letztlich selbst entscheiden, für wie riskant sie das Problem der möglicherweise drohenden Gerichtsprozesse halten. „Dabei würde ich sie aber auch darüber aufklären, dass die Einschätzungen der deutschen Datenschutzbehörden digitalisierungsfeindliche Extrempositionen in ungeklärten Rechtsfragen sind.“ Vor Gericht sieht die Sache dann im Zweifel anders aus.

Bitcoin 2023 bei 250.000 Dollar?

Kryptowinter, Zinserhöhungen, Pleiten – aktuell ist die Lage für den Bitcoin eher düster. Der Kurs der größten Kryptowährung bewegt sich noch bei 17.000 US-Dollar. Das bedeutet ein Minus von 75 Prozent gegenüber dem im November 2021 erreichten Rekordhoch von knapp 69.000 Dollar.

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Nicht wenige hochkarätige Kryptofans halten aber an ihren optimistischen Vorhersagen von sechs- bis siebenstelligen Bitcoin-Kursen fest – haben das erwartete Erreichen dieser Ziele aber nach hinten verschoben.

Der Venture-Capital-Investor Tim Draper von Draper Associates, der erfolgreich in Firmen wie Tesla und Skype investiert hat, rechnet etwa bis Juni kommenden Jahres fest mit einem Bitcoin-Kurs von 250.000 Dollar. Der Bitcoin-Kurs müsste dazu in den kommenden sechs Monaten um 1.400 Prozent zulegen.

Mit Bitcoin hatte Draper in der Vergangenheit ein gutes Händchen. 2014 kaufte er den US-Behörden knapp 30.000 Bitcoin für 18,7 Millionen US-Dollar ab, die diese beim Darkweb-Marktplatz Silk Road beschlagnahmt hatten. Er hätte aktuell damit Bitcoin im Wert von gut einer halben Milliarde Dollar auf der hohen Kante. 7,5 Milliarden Dollar wäre Draper schwer, wenn der Bitcoin-Preis tatsächlich 250.000 Dollar erreichen sollte.

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