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Test

Cowboy 4 im Test: Sportlich, smart und minimalistisch

Das Cowboy 4 ist die sportlichere Antwort auf das Vanmoof S5 und verfügt über einen auswechselbaren Akku. Wie sich das Pedelec im Alltag schlägt, konnten wir drei Wochen lang testen.

12 Min.
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Cowboy 4 im Test. (Foto: t3n)

Mit dem Cowboy 4 wollte das belgische E-Bike-Startup eigentlich schon im Herbst 2021 auftrumpfen. Doch unter anderem durch Lieferengpässe von Komponenten musste der Marktstart immer wieder verschoben werden. Nun, ein Jahr nach der der offiziellen Ankündigung im Mai 2021, trudelt es bei den ersten Besteller:innen ein. Laut Cowboy liegt die Lieferzeit bei einer Neubestellung bei etwa sechs Wochen – Zeit für einen Test.

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Das Cowboy 4 wird im Unterschied zum Vorgänger, dem Cowboy 3 (Test), in zwei Varianten verkauft: Als Modell mit tiefem Einstieg und mit Diamantrahmen. Auf letzteres bezieht sich unser Test. Auf die Unterschiede der beiden E-Bike-Modelle gehen wir dennoch ein.

Cowboy 4: Pedelec mit reduziertem Design

Cowboy 4. (Foto: t3n)

Beim Cowboy 4 und 4 ST setzt das belgische Startup die schon cleane Design-Marschrichtung des Vorgängers fort, lässt die E-Bikes aber noch eine Spur minimalistischer erscheinen. Das erreicht Cowboy unter anderem durch die Verstauung der Kabel und Bremsleitungen in Lenker und Rahmen. Die kleine LED-Anzeige des Ladestands im Oberrohr ist auch verschwunden und findet verkleinert in der Lenker- und Vorbaueinheit ihren Platz. Auch diese wirkt äußerst reduziert und fügt sich in das sportliche Gesamtbild des Pedelecs ein. In Sachen Verarbeitung gibt es nichts zu meckern: Das Cowboy sieht dank verschliffener Schweißnähte und in den Rahmen integrierter Front- und Heckleuchten aus wie aus einem Guss.

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Die Geometrie des Cowboy 4 ist ähnlich gestreckt wie beim Vorgänger, sodass Fahrer:innen eine eher sportliche Sitzposition einnehmen. Wem das nicht zusagt, kann alternativ die neue ST-Variante wählen, auf der es sich beinahe so aufrecht wie auf einem Hollandrad sitz. Als Fan von Bikes mit einer tendenziell sportlichen Sitzhaltung sagt mir das C4 eher zu als das ST-Modell. Hier unterschieden sich die Geschmäcker.

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Auch die Reifen des C4 (ST) entsprechen mit ihrem sehr feinen Profil einem sportlicheren Rad, allerdings hat Cowboy ihre Dicke von 42 auf 47 Millimeter erhöht, was sich positiv auf das Fahren auf Kopfsteinpflaster und unebenen Wegen auswirkt. Die etwas dickeren Reifen des C4 bieten also ein wenig mehr Fahrkomfort als der Vorgänger. Dank ihres geringen Rollwiderstands sind sie zudem nahezu geräuschlos, genauso wie der Motor, auf den wir später noch näher eingehen.

Der Ständer des Cowboy 4 ist optional. (Foto: t3n)

Mehr Komfort bei Nässe bieten zudem die nun standardmäßig angebauten Schutzbleche, mit denen das Radfahren bei Regen nun keinen Nassen Hintern und Beine mehr verursacht. Beim Cowboy 3 verlangte der Hersteller bis zum Mai 2021 einen Aufpreis von 90 Euro für die Schutzbleche, mit der Einführung des C4 gehören sie zur Standardausstattung. Das C3 wird bis auf Weiteres übrigens weiterhin für 2.300 Euro verkauft.

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Bei den Lenkergriffen scheint Cowboy indes mehr Augenmerk auf das Design als auf den Komfort gelegt zu haben. Denn auch wenn die des C4 eine Spur weicher als beim Vorgänger sind, wäre für längere Strecken eine ergonomischere Lösung sinnvoller gewesen. Auf Dauer sind die einfachen Griffe tendenziell schlicht unbequem. Immerhin lassen sie sich bei Bedarf problemlos auswechseln. Beim ST-Modell gibt es übrigens ab Werk Ergo-Griffe.

Die Lenker-Vorbaueinheit des Cowboy 4 mit Hydraulikbremsen mutet reduziert an. (Foto: t3n)

Was potenzielle Cowboy-Kund:innen wissen sollten: Die E-Bikes kommen standardmäßig ohne Ständer und Gepäckträger daher. Immerhin lassen diese sich zusätzlich direkt beim Hersteller erstehen, was beim Cowboy 3 noch nicht der Fall war. Dass Cowboy auf diese Komponenten bei seinen E-Bikes verzichtet, dürfte unter anderem mit dem minimalistischen Design des Bikes zusammenhängen. Der Aufpreis von 99 Euro für beide Komponenten ist noch verschmerzbar, wenn man das Rad unbedingt damit ausstatten will. Mir gefällt das Bike ohne Ständer und Gepäckträger tatsächlich besser, in manchen Situationen wäre ein „Kickstand“ aber durchaus praktisch gewesen. Als Fahrer eines sportlichen Rades bin ich aber daran gewöhnt, ohne auszukommen, was aber nicht auf alle potenziellen Kund:innen zutreffen dürfte.

Das Cowboy 4 richtet sich laut Hersteller an Fahrer und Fahrerinnen mit Körpergrößen von 1,70 bis 1,95 Metern. Das Step-Thru-Modell (ST) könne hingegen von Menschen zwischen 1,60 und 1,90 Metern gefahren werden. Das Cowboy 4 und 4 ST sind etwas schwerer als das 18,2 Kilogramm schwere Vorgängermodell, was unter anderem mit den dickeren Reifen und den Schutzblechen zusammenhängt: Das C4 bringt inklusive Akku 18,9 Kilogramm auf die Waage, das ST wiegt 19,2 Kilogramm.

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Der Antrieb: Das Cowboy 4 schiebt stärker als der Vorgänger

Neben dem reduzierten Design hat Cowboy beim 4 (ST) auch am Motor gedreht: Zwar verfügen die neuen Modelle zwar weiterhin über einen 250-Watt-Motor, der in der Hinterradnabe verstaut ist, das Drehmoment ist aber um 50 Prozent von 30 beim Cowboy 3 auf 45 Newtonmeter erhöht worden. Das ist sowohl beim Anfahren als auch bei Steigungen spürbar. Einen Boost-Modus wie Vanmoofs E-Bikes, mit denen kurzzeitig bis zu 59 beim S3 (Test) respektive 68 Newtonmeter beim Vanmoof S5/A5 entfaltet werden können, besitzen die Cowboys nicht.

Der Motor des Cowboy 4 ist in der Hinterradnabe untergebracht. (Foto: t3n)

Übrigens: Ein Vergleich des Drehmoments zwischen Mittel- und Hinterrad- oder Frontmotor ist nicht möglich. Die Kraftübertragung beim Mittelmotor verhält sich anders als bei den anderen Lösungen, weshalb Modelle mit Mittelmotor wie etwa ein Canyon Precede On CF 9 oder Harley Davidsons Serial 1 Rush/Cty, die wir beide im Test hatten, ein stärkeres Drehmoment aufweisen als Modelle mit Motoren im Hinterrad.

Das Fahrverhalten ist dank ihres Ein-Gang-Automatikgetriebes mit Gates-Riemen und Drehmomentsensor ausgesprochen geschmeidig. Die elektrische Unterstützung fügt sich dank ausgeklügelter Software natürlich in die Tretbewegung ein – ein wenig wie Fahren bei leichtem Rückenwind. Wie bei einem Pedelec in Europa üblich, endet die elektrische Unterstützung bei 25 Kilometern pro Stunde, die entspannt erreicht werden können. Schnelleres Fahren ist natürlich möglich – ihr müsst dann aber stärker in die Pedalen treten. ;-)

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Beim ST-Modell ist die Übersetzung mit 57 Zähnen vorn und 21 Zähnen hinten (2.71) etwas kleiner als beim C4, das mit 60/21 (2.85) daherkommt. Dadurch müsst ihr beim Step-Thru ein wenig stärker in die Pedale treten, um die Geschwindigkeiten des C4 zu kommen. Das ST-Modell ist im Vergleich aber eh weniger für sportliches Fahren ausgelegt.

Das Cowboy 4 besitzt wie die Vorgänger einen austauschbaren Akku. (Foto: t3n)

Unverändert zum C3 ist der 2,4 Kilogramm leichte Akku, der mit 360 Wattstunden bemessen ist. Wie bei den Vorgängern ist er an der Rückseite des Sattelrohrs angebracht und verleiht den Cowboy-Bikes ihre unverwechselbare Charakteristik. Durch ein Schloss ist er gegen Diebstahl geschützt und lässt sich bei Bedarf abnehmen und in der Wohnung oder im Büro aufladen. Beim Laden müsst ihr darauf achten, dass der Stecker des Netzteils fest mit dem Akku verbunden ist. Für eine volle Aufladung, die um die 3,5 Stunden dauert, solltet ihr etwas Zeit einplanen

Bei der Reichweite gibt Cowboy bis zu 70 Kilometer an, was wir im Test nicht erreichen konnten. Je nach Fahrweise, Terrain und Muskelkraft sind zwischen 40 bis 60 Kilometer realistischer. Praktisch: Dank der Beibehaltung des Designs ist der Akku des C4 kompatibel mit dem C3 und umgekehrt. Ist der Akku leer, lässt sich das C4 sich auch ohne elektrische Unterstützung gut fahren. Besonders beim Anfahren spürt ihr, wie stark der E-Motor ist. Mit etwas Muskelkraft kommt ihr mit dem C4 auch stromfrei durchaus zügig voran.

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Cowboy 4: Integriertes Licht reicht nicht

Neben den ausgezeichneten Fahreigenschaften überzeugen auch hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro, die an Vorder- und Hinterrad angebracht sind; sie leisten eine hervorragende Bremsleistung.

Die integrierte Beleuchtung des Cowboy 4 sieht schick aus, sollte aber stärker sein. (Foto: t3n)

Die integrierte Beleuchtung, vor allem das Frontlicht, hätte Cowboy in der neuen Generation optimieren können. Denn es taugt im Grunde gerade einmal als Tagfahrlicht und sorgt nur dafür, dass man wahrgenommen wird. Um sich auf schlecht ausgeleuchteten Wegen bei Dunkelheit zu orientieren, ist der Strahler wie schon bei den Vorgängern nicht zu gebrauchen. Das Rücklicht bietet auch nicht sonderlich viel Strahlkraft. Die Beleuchtung wird zudem nicht der deutschen Straßenverkehrsordnung gerecht, weshalb Cowboy dem Lieferumfang ein Paket mit StVZO-konformen Batterieleuchten für vorn und hinten sowie Speichenreflektoren, einen Heckreflektor und eine Klingel beigelegt hat.

Hübscher macht das hierzulande erforderliche Zubehör das Rad nicht. Daher wünschen wir uns, dass Cowboy der nächsten Generation seines Pedelecs ein straßentaugliches Licht spendiert und Reifen mit Reflektionsstreifen verbaut. Bei Dunkelheit sähe das dann sogar cool aus.

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Cowboy 4: Komfortabler mit Smartphone

Cowboy bietet für seine E-Bikes eine eigene App an, die allerlei Funktionen zu bieten hat und letztlich eine Schaltzentrale darstellt. Ohne ist das Cowboy 4 zwar auch nutzbar, erst die Smartphone-App rundet die Nutzererfahrung, die der Hersteller für seine E-Bikes konzipiert hat, aber ab.

Ein Blick in die Cowboy-App. (Screenshots: t3n)

Denn ist die App mit dem Bike per Smartphone verbunden, lässt es sich über diese automatisch entsperren, über das ins Bike integrierte GPS lokalisieren und mehr. Die Smartphone-App zeigt euch auf einem Dashboard schon vor Antritt der Fahrt das Wetter, die Luftqualität auf eurer Route sowie die voraussichtliche Restreichweite des Akkus an.

In der Regel funktioniert die App zuverlässig und trackt gefahrene Routen präzise. In seltenen Fällen kommt sie aber offenbar nicht hinterher und zeigt anstelle der Route nur die Luftlinie zwischen Start- und Endpunkt an. Das ist indes kein Problem des Cowboy 4, sondern der App selbst. Hier müsste Cowboy nochmal nachbessern.

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Ein Blick in die Cowboy-App. (Screenshots: t3n)

Die Smartphone-App liefert euch außerdem diverse Fitnessdaten wie etwa eure zurückgelegten Strecken, Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeiten, den Kalorienverbrauch und Höhengewinn. Sie zeigt außerdem in Watt an, mit welcher Kraft ihr in die Pedale getreten seid.

Neu beim C4 ist die Möglichkeit, das Smartphone mithilfe eines Quadlock-Cases an den Vorbau anzustecken und als Cockpit zu verwenden. Während der Fahrt habt ihr so im Blick, wie schnell ihr fahrt, und könnt zudem die integrierte Schritt-für-Schritt-Navigation verwenden. Sofern ihr ein Smartphone mit kabelloser Ladefunktion besitzt, lässt es sich dort sogar mit bis zu 15 Watt aufladen.

An den Vorbau des Cowboy C4 lässt sich ein Smartphone per Quadlock-Case anbringen. (Foto: t3n)

Da Cowboy auf Quadlock als Partner setzt, müsst ihr euch für euer Smartphone einen entsprechenden Case zulegen, der mit etwa 30 Euro zu Buche schlägt. Der Case selbst ist recht klobig, weshalb wir ihn nach der Fahrt oftmals wieder abgenommen und gegen einen handlicheren ersetzt haben. Zudem bietet der Hersteller nicht für jedes Smartphone-Modell einen Case an, sodass manche leer ausgehen. Es wird zwar ein universeller Adapter angeboten, dieser wird jedoch auf die Rückseite einer Schutzhülle oder Smartphones geklebt. Wie fest und zuverlässig diese Lösung hält, können wir nicht beurteilen. Falls ihr euer Smartphone während der Fahrt als Dashboard nutzt, es aber kein kabelloses Laden unterstützt, könnt ihr euch darauf einstellen, dass der Akku wegen der permanenten Bluetooth-Verbindung und dem Datenaustausch schneller als üblich geleert wird.

Das sieht dann so aus. (Foto: t3n)

Aktivierung des Cowboy 4 ohne Smartphone ist möglich …

Wie erwähnt kann das E-Bike auch ohne Smartphone entsperrt und damit der Motor aktiviert werden. Cowboy beschreibt die Lösung aber als Hack und sei auf Wunsch der Community integriert worden. Für den sogenannten „Manual Unlock“ muss das Pedelec ausgeschaltet und verriegelt sein. Um den Unlock zu starten, muss laut Hersteller die Batterie mithilfe des Schlüssels entfernt und binnen 20 Sekunden wieder eingesetzt werden. Danach schalte sich das Bike ein und sei fahrbereit. Zum Ausschalten des Bikes muss die Batterie wieder entfernt werden, erklärt Cowboy. Der Weg per Smartphone-App ist eindeutig komfortabler.

Cowboy 4: Sicherheit und Dienste

Neben der Lokalisierung des Bikes per App unterstützt es eine „Abschließen“-Funktion. Mit dem Abschließen wird indes nur die elektrische Unterstützung deaktiviert. Potenzielle Diebe können mit dem Bike dennoch von dannen Fahren, sofern ihr es nicht sicher mit einem Schloss abgeschlossen habt. Zwar haben die Diebe nichts davon, da sie den Elektroantrieb nicht starten können, da man ihn „nur über den sicheren, persönlichen, digitalen Schlüssel in der App wieder aktivieren“ kann, dennoch ist es über die sogenannte Auto-Unlock-Funktion bequem möglich, das Rad zu „entriegeln“ oder besser zu aktivieren, selbst wenn ihr das Smartphone tief in der Tasche vergraben habt.

Ähnlich wie die Apple Watch besitzt das Cowboy Sensoren und einen Algorithmus, um Stürze zu erkennen. Sobald ihr also einen Unfall baut oder das Bike umkippen sollte, habt ihr 60 Sekunden Zeit, um in der App anzugeben, dass alles in Ordnung ist. Falls ihr den Alarm nicht deaktiviert, wird automatisch eine Meldung eures letzten Standorts und eine Warnmeldung an einen von euch ausgewählten Notfallkontakt geschickt.

Für mehr Sicherheit bietet Cowboy einen zusätzlichen Diebstahlschutz an, der 120 Euro im Jahr kostet. Die Funktion „Diebstahlerkennung“, die der Hersteller seit Juni 2021 anbietet, steht nicht nur für das Cowboy 4 sondern auch die Modelle 2 und 3 zur Verfügung. Der Diebstahlschutz wird laut Hersteller zwei Minuten nach Verriegelung des Pedelecs aktiviert. Sobald eine fremde Person es dann für mehrere Sekunden bewegt, erhält der Besitzer eine Benachrichtigung über die App und kann einsehen, wo sich das Rad befindet.

Falls das Fahrrad tatsächlich gestohlen werden sollte, können Besitzer:innen über die App-Funktion „Find My Bike“ die ungefähre Position des Fahrrads ermitteln. Befindet man sich in der Nähe des Rades, soll die präzise Position per Bluetooth angezeigt werden. Laut Cobwoy hätten einige Kund:innen ihre gestohlenen Fahrräder mittels GPS-Ortung und mit Unterstützung der lokalen Polizei so bereits wiederfinden können. Trotz der diversen Sicherheitsfunktionen raten wir euch aber, das Rad unterwegs stets mit einem guten Schloss zu sichern.

Preis und Verfügbarkeit des Cowboy 4

Das Cowboy 4 und Cowboy 4 ST sind im Mai 2021 zum Preis von 2.490 Euro in den Faben in den Farben Black (Schwarz), Khaki (Grün) und Sand (Beige) vorgestellt worden. Frühe Vorbesteller:innen erhalten das Bike auch noch zum alten Preis. Seitdem ist die Zulieferersituation jedoch noch ernster geworden und Cowboy musste aufgrund dessen nicht nur den Marktstart immer wieder nach hinten verschieben, sondern im März 2022 auch die Preise für die E-Bike-Modelle erhöhen. Seitdem kostet das C4 (ST) mit 2.790 Euro stolze 300 Euro mehr.

Der Blick auf andere E-Bike-Hersteller zeigt ähnliche Probleme: Vanmoof etwa hat seine neuen Modelle zum einen teurer als die Vorgänger machen müssen, zum anderen wird ein Vanmoof S5 oder A5, obwohl der Marktstart im Juli erfolgen soll, offenbar erst im Oktober ausgeliefert, sofern jetzt bestellt wird. Bei Roses leichtem E-Bike Sneak Plus ist von Lieferzeiten von 24 Wochen oder über fünf Monaten die Rede. Amplers Axel und Juna sollen frühestens ab Juli verschickt werden, bei Canyons neuen E-Modellen ist mit einer Auslieferung ab August zu rechnen. Laut dem Zweirad-Industrie-Verband fehlen vor allem „Chips für die Steuerung der Batterieladung und für die Displays“. Wann die Situation sich wieder entspanne, sei derzeit nicht zu sagen, da der Ukraine-Krieg die Lieferprobleme deutlich verschärfe. „Das liegt auch daran, dass Lkw-Fahrer fehlen“, so Storck.

Fazit: Ein Cowboy nicht nur für die Großstadt

Cowboy 4. (Foto: t3n)

Auch wenn Cowboy arge Lieferprobleme mit seiner 4er-Generation hat: Wer sich eines bestellt, wird es nicht bereuen. Das Pedelec sieht besonders aus, fährt sich ausgezeichnet und die Verbindung mit dem Smartphone macht es zu einem Smart-Bike mit praktischen Komfortfunktionen.

Im Vergleich zum Vorgänger hat Cowboy sein Pedelec noch etwas stärker gemacht, ohne das ausgezeichnete Fahrverhalten zu verändern. Das Bike bietet zwar nicht die Reichweite anderer Modelle, dafür ist das Cowboy 4 immer noch recht leicht und dank des abnehmbaren Akkus komfortabel in den eigenen vier Wänden zu laden. Bei Mitbewerbern wie etwa Vanmof oder Ampler ist das nicht der Fall, da die Hersteller die Akkus fest in den Rahmen integriert haben.

Wie der Vorgänger richtet sich das C4 an Fahrer:innen, die Wert auf eine sportlichere Fahrposition legen. Wenn das nicht euer Ding ist, wäre das ST-Modell eine Option, das einen Hollandradcharakter ausstrahlt, euch aber auch stets mit konstantem Rückwind unterstützt.

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Kommentare (3)

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Genau, hört auf ihn, weil er ist richtig kluk…

Jens Pieper

Ich kann nur von dem Cowboy abraten. Es ist immer noch ein unzuverlässiges und nervenkostendes Übel.
In 15 Monaten bin ich ca. 5000km damit gefahren. In der Zeit hatte ich zahlreiche Pannen und Reparaturen. Zweimal ist mir der Riemen gerissen, zweimal wurde der Akku und einmal wurde der Motor getauscht.
Eine große Schwachstelle war der Kontakt zwischen Akku und Fahrrad, hier wurde mehrmals nachgebessert. Insgesamt musste ich mehrere Monate auf Reparaturen und Ersatzlieferungen warten!!!
Die letzte üble Panne, die ich hatte, war ein Schraubenbruch der Sattelstützenfixierung. Während der Fahrt knackt es, und plötzlich rutschte ich 15cm tiefer und der Sattel samt Stütze drehten frei. Ich hätte böse stürzen können. Danach war das Fahrrad schrottreif, weil Cowboy die abgebrochene Schraube nicht aus dem Rahmen bekam.
Der Service versprach mir ein neues Bike, Bekommen habe ich ein runderneuertes mit 3000km auf dem Buckel und zahlreichen Gebrauchsspuren…echt übel!
Glücklicherweise gibt es einige andere Hersteller, die wesentlich zuverlässigere E-Bikes herstellen.

Andreas Floemer

Hi Jens, danke für deinen Kommentar, ich kenne auch ein paar Cowboy-Nutzer:innen, die das C3 schon länger nutzen. Die haben zwar auch über schon Probleme berichtet, jedoch hatten die mit dem Drehmomentsensor zu tun. Habe deine Erfahrungen mal an Cowboy weitergeleitet.

Langzeiterfahrungen kann ich im Test leider nicht abbilden.

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