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Google Pixel 6 und 6 Pro im Test: Spannender als das iPhone 13

Google führt mit seinen neuen Smartphones die Android-Mitbewerber ein wenig vor. Die neuen Pixel-6-Modelle liefern nicht nur ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern sind auch die smartesten Smartphones auf dem Markt. Was die neuen Modelle können, verrät unser Test.

19 Min. Lesezeit
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Pixel 6 und 6 Pro im Test. (Foto: t3n)

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Googles Smartphone-Historie ist lang, bislang aber nicht von außerordentlichem Erfolg gekrönt. Nach den ersten G- und Nexus-Geräten, die Google mit diversen Hardwarepartnern wie Samsung, LG, Huawei und HTC entwickelte, folgte 2016 das erste Modell der Pixel-Reihe, die der Hersteller weitgehend in Eigenregie entwickelt hatte. Die Pixel-Modelle hatten ihre Hochs und Tiefs, Google sammelte in der Zeit viel Erfahrung in Sachen Smartphone-Entwicklung, die nun in der Pixel-6-Serie mündet, die nicht nur einen neuen Zenit erreicht, sondern zudem auch einen Neuanfang markiert. Denn Google setzt erstmals auf einen eigenen Prozessor, der die Geräte noch „googliger“ macht und mit potenten KI-Funktionen versieht.

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Den Neustart macht der Hersteller außerdem durch ein neues Gerätedesign deutlich, das frisch und mutig zugleich anmutet. Irgendwie wirken die Pixel-6-Modelle durch ihr Design, kombiniert mit der Farbgebung und dem großen Update auf Android 12 auch wie eine frische Brise, die der Smartphone-Markt dringend nötig hat. Frisch sind auch die Preise für die beiden High-End-Smartphones – das Pixel 6 kostet „nur“ 650 Euro*.

Pixel 6 und 6 Pro: Neue Modelle im Two-Tone-Design sind größer als der Vorgänger

Mit dem Pixel 6 und 6 Pro verfolgt Google eine andere Strategie als noch mit dem Pixel 4 und 4 XL (Test): Die 2019er Modellvarianten unterschieden sich in puncto Ausstattung lediglich hinsichtlich ihrer Bildschirmdiagonalen und den Akkugrößen. Dabei war das XL-Modell mit 6,3 Zoll deutlich größer als die kleinere 5,7-Zoll-Variante. Die neuen Geräte liegen hinsichtlich der Größen und Gewichte näher beieinander: Das Pixel 6 hat ein 6,4-Zoll-Display, der Bildschirm des Pro misst 6,7 Zoll. In Sachen Gewicht sind sie sich mit 207 und 210 Gramm noch ähnlicher.

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Pixel 6 und 6 Pro. (Foto: t3n)

Ein Blick auf die Abmessungen zeigt außerdem deutlich, dass Google sich von kompakten Geräten wie dem Pixel 5 (Test) verabschiedet hat: Das Pixel 6 ist 158,6 x 74,8 x 8,9 Millimetern groß, die Pro-Variante überragt das „kleinere“ Modell mit 163,9 x 75,9 x 8,9 Millimetern. Zum Vergleich: Das Pixel 5 vom Vorjahr ist mit seinen 144,7 x 70,4 x 8 Millimetern ein regelrechter Winzling, der sogar noch locker mit einer Hand zu bedienen war. Zwar bietet Android 12 einen praktischen Einhandmodus, die Breite der neuen Geräte lässt sich damit jedoch nicht reduzieren.

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Da die Geräte bei den Größen und Gewichten enger zusammengewachsen sind, liegen die Unterschiede andernorts – und zwar bei den Ausstattungen. So besitzen sie neben verschiedenen Diagonalen auch Unterschiede bei Speicher, Displayauflösungen, Bildwiederholraten und Kameraausstattungen.

Google Pixel 6 und 6 Pro. (Foto: t3n)

Das markante Design mit dem rückseitig durchgehenden Kameramodul, das ein Stück weit aus dem Gehäuse ragt, ist das Erkennungsmerkmal der neuen Pixel. Eine große Überraschung war es beim Fall-Event am 19. Oktober aber nicht mehr, da Google es schon im August 2021 enthüllt hatte. Doch nicht nur der breite Buckel macht die Pixel-6-Modelle aus, auch die zweigeteilte Farbgebung auf der Rückseite ist ein Hingucker: Die Rückelemente ober- und unterhalb des Kamerabalkens sind in zwei unterschiedliche, aber harmonierende Farben getüncht, die vor allem beim kleineren Pixel 6 farbenfroher sind als beim großen Modell, das mit seriöser wirkenden Farben daherkommt.

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Pixel 6 und 6 Pro: Farbenfroh oder doch lieber seriös?

Das Pixel 6 gibt es in „Stormy Black“ (Schwarz mit Grau), „Kinda Coral“ (Creme mit hellem Rot) und „Sorta Seafoam“ (Creme mit einem hellen Grünton). Das Pixel 6 Pro ist hingegen in „Stormy Black“, „Cloudy White“ (Weißtöne) und „Sorta Sunny“ (Gelbtöne mit güldenem Rahmen um den Kamerabuckel) gehalten. Neben den verschiedenen Farbgebunden verfügt das Pixel 6 über ein mattiertes Aluminiumgehäuse, die Rahmen der Pro-Modelle sind hingegen poliert – vermutlich, um ihnen zusätzlich zu den dezenteren Farben eine hochwertigere Anmutung zu verleihen, wie es etwa auch Apple mit seinen iPhones macht.

Das Google Pixel 6 in „Sorta Seafoam“. (Foto: t3n)

Was die Verarbeitung der Geräte angeht, gibt es nichts zu meckern. Die Knöpfe besitzen klar definierte Druckpunkte und nichts wackelt. Geschützt sind sie gegen Wasser und Staub nach Schutzart IP68. Für das rückseitige Glas des Pixel 6 setzt Google auf Gorilla Glass 6, beim Pixel 6 Pro hat der Hersteller das noch etwas robustere Gorilla Glass Victus ausgewählt.

Falls ihr auf eine Schutzhülle Wert legt, um auf Nummer sicher zu gehen, bietet Google passende Lösungen an, die jeweils mit knapp 30 Euro zu Buche schlagen. Auf die schicken Textilcases, die Google zuletzt für das Pixel 4a und 5 im Sortiment hatte, wurde bei den neuen Geräten verzichtet. Stattdessen gibt es nun semitransparente Hüllen, die noch einen Hauch der Smartphone-Farben durchschimmern lassen. Insbesondere durch die Original-Cases werden die Pixel-6-Geräte jeweils zu einer recht wuchtigen Angelegenheit. Googles Pixel 5 war selbst mit Hülle noch zierlich.

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Google Pixel 6 Pro und 6 im Case. (Foto: t3n)

Trotz der ausgezeichneten Verarbeitung ist Google gefühlt noch nicht ganz auf dem Qualitätsniveau von Apple oder Samsung angekommen. Dennoch zeigt sich im Vergleich mit den Vorgängern wie dem Pixel 5, dass der Hersteller mit seinen Pixel-6-Modellen einen großen Sprung gemacht hat. Und wie eingangs erwähnt, sind sie optisch eine positive Bereicherung des Marktes, auf dem sich ein gewisser Einheitsbrei etabliert hat.

Größenvergleich: Pixel 5 bis 6 Pro. (Foto: t3n)

Displays des Pixel 6 und 6 Pro: 90 versus 120 Hertz und flach versus leicht gerundet

Das Google Pixel 6 Pro. (Foto: t3n)

Während beim Design der beiden Modelle weitgehend Einheitlichkeit herrscht, unterscheiden die sich Bildschirme unter anderem hinsichtlich ihrer Auflösung und der Bildwiederholrate. So löst das Display des Pro mit WQHD Plus (3.120 x 1.440 Pixel, 512 ppi), das des 6 mit Full-HD-Plus (2.340 x 1.080 Pixel, 411 ppi) auf. Beide liefern eine ausgezeichnete Helligkeit und Farbabstimmung, die auf Top-Niveau einzuordnen sind.

Die Bildschirme unterscheiden sich in weiteren Belangen: Das des Pro-Modells ist leicht um die Seiten gekrümmt, was bei manchen Nutzer:innen verpönt ist, da dieser langsam wieder aussterbende Trend bei manchen Geräten zu Fehleingaben führen kann. Zudem stören sich manche an Farbverfälschungen an den Krümmungen. Beim 6 Pro sind diese Phänomene aber kaum wahrnehmbar. Fehleingaben sind während der knapp zweiwöchigen Alltagsnutzung nicht aufgetreten, die seitliche Krümmung ist außerdem so minimal, dass etwaige Verfärbungen nicht ins Gewicht fallen.

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Beim Bildschirm des Pixel 6 sind diese Kritikpunkte nicht vorhanden, denn bei dem etwas kleineren Modell setzt der Hersteller auf ein planes Display, das dafür aber mit sichtbar dickere Rändern aufwartet. Dadurch wirkt es für manche womöglich weniger elegant.

Das Google Pixel 6 hat ein wenig mehr Rahmen um den Bildschirm – dafür ist er plan. (Foto: t3n)

Bei der Interaktion mit dem Display mutet das Pixel 6 Pro minimal flüssiger an, was mit der höheren Bildwiederholfrequenz des LTPO-Bildschirms zu tun hat. Diese Technologie kommt etwa auch bei Apples iPhone 13 Pro und Samsungs S21 Ultra zum Einsatz und ermöglicht neben der höheren Frequenz je nach angezeigtem Inhalte eine adaptive Bildwiderholrate von zehn bis 120 Hertz. Googles Pixel 6 bietet wie sein direkter Vorgänger Pixel 5 eine maximale Bildwiederholrate von 90 Hertz an, die nur auf 60 Hertz reduziert werden kann.

Auch wenn es ein wenig schade ist, dass Google dem Nicht-Pro-Modell die höhere Bildfrequenz verwehrt hat (zumal sie im Oberklasse-Segment mittlerweile zum guten Ton gehört): Das System fühlt sich dennoch flüssig an. Einen positiven Einfluss hat die Kombination aus geringerer Frequenz und niedrigerer Auflösung auf die Laufzeit. Diese könnte Google auch bei seinem Pro-Modell softwareseitig erhöhen, indem der Hersteller in den Displayeinstellungen eine Option zur Reduzierung der Auflösung auf Full-HD-Plus integrieren würde. Genau das macht etwa Samsung bei einigen seiner Geräte standardmäßig, um die Laufzeit zu erhöhen. Ein sichtbarer Unterschied ist zwischen WQHD und FHD ist subjektiv ohnehin kaum auszumachen.

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Fingerabdrucksensor der Pixel-6-Modelle könnte schneller sein

Gewissermaßen Teil des Bildschirms ist außerdem der Fingerabdrucksensor. Nachdem Google bei seinen bisherigen Pixel-Modellen stets einen kapazitiven Fingerabdruckscanner auf der Geräterückseite verbaut hat, ist er nun zeitgemäß in das Display integriert worden. Leider ist der optische Fingerabdruckleser nicht von der schnellsten Sorte, was sich sicherlich softwareseitig optimieren lässt.

Der Fingerabdrucksensor des Pixel 6 (Pro) reagiert eine Nuance zu langsam. (Foto: t3n)

Im Vergleich mit der Konkurrenz muss der Finger zur biometrischen Entriegelung ein paar gefühlte Millisekunden länger auf dem Sensor bleiben. Das ist zwar kein Beinbruch, schmälert aber den Gesamteindruck des Geräts ein wenig, schließlich entsperrt man sein Smartphone täglich unzählige Male. Je flüssiger und schneller dieser Prozess abläuft, desto besser. Hier sollte Google sich an Oneplus oder auch Samsung orientieren, deren Geräte sich blitzschnell per Fingerauflegen entriegeln lassen.

Erfreulich ist auf der anderen Seite, dass Google sich von der Idee der Sound-on-Display-Technologie verabschiedet hat, die im Pixel 5 verbaut wurde. Anstelle eines regelrechten Lautsprechers im oberen Bereich wurde der Sound über den Bildschirm ausgegeben, was jedoch in Kombination mit dem zweiten Speaker neben der USB-C-Buchse weder einen guten Klang produzierte, noch eine gute Telefoniequalität lieferte. Bei beiden Pixel-Modellen steckt nun wieder ein kleiner Speaker oberhalb des Displays, der eine gute Klangqualität liefert.

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Smartes Herzstück der Pixel-6-Modelle: Googles Tensor-SoC

Die größte und wichtigste Neuerung der Pixel-6-Geräte ist nicht optischer Natur, sondern kommt in Form des neuen Tensor-Chips, der für alle Rechenprozesse der Smartphones verantwortlich ist. In den Vorjahren setzte Google, wie auch viele andere Hersteller, auf Chips von Qualcomm; eine Ausnahme bildet hier Samsung, die die eigenen Exynos-SoCs (System-on-a-Chips) verbauen. Mit dem Tensor verlässt Google die ausgetretenen Pfade. Das erste eigene Smartphone-SoC ist speziell mit dem Fokus auf KI-Funktionen entwickelt worden, was das Gerät smarter als die der Mitbewerber machen und die Prozesse direkt auf dem Gerät durchführen soll. Vor allem werden im dedizierten Teil des Chips Google-Funktionen wie Übersetzer, Foto- und Video-Optimierung, die Suche und der Assistant abgewickelt.

Der Tensor-Chip des Pixel 6 ist das erste SoC aus dem Hause Google. (Bild: Google)

Konkrete Details zum Tensor-SoC hat Google auch nach Vorstellung der Pixel-Geräte immer noch nicht herausgegeben. Klar ist dennoch, dass die Achtkern-CPU im Fünf-Nanometer-Verfahren produziert wird. Ferner stecken darin zwei performante Cortex-X1-Kerne mit 2,8 Gigahertz, die in dieser Anzahl nicht einmal Qualcomms Snapdragon 888 oder der Samsung Exynos 2100 an Bord haben, denn beide besitzen jeweils nur einen Cortex-X1-Kern. Die beiden X1-Kerne werden von zwei Cortex-A76 mit 2,25 Gigahertz und vier Cortex-A55 mit 1,8 Gigahertz unterstützt. Bei der GPU setzt Google auf eine Mali-G78 MP20 mit 20 Execution-Units.

Beim Speicher setzt Google bei beiden Modellen auf LPDDR5-RAM und UFS 3.1: Das Pixel 6 muss dabei mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher auskommen, das Pro liefert Google mit zwölf Gigabyte RAM aus. Der Flashspeicher ist bei den Basismodellen 128 Gigabyte groß, das Pro-Modell kann optional auch mit 256 Gigabyte geordert werden. Kurios ist, dass die Modelle in den USA mit weiteren Speicheroptionen angeboten werden: Das kleine Pixel 6 gibt es dort auch mit 256 Gigabyte, das Pro mit 512 Gigabyte.

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Pixel 6 Po vs Galaxy S21 Ultra im Geekbench-Benchmark. (Screenshots: t3n)

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In Benchmarks zeigt sich, dass der Tensor-Chip zwar auf High-End-Niveau liegt, jedoch nicht ganz mit Qualcomms Snapdragon 888 oder dem Exynos 2100 mithalten kann. Die Unterschiede sind indes marginal. Alle Aufgaben, selbst anspruchsvolle, laufen flüssig ab, die Geräte entwickeln dabei auch keine allzu große Abwärme am Gehäuse. Im Grunde ist Googles Anspruch nicht der, die Chips der Mitbewerber auszustechen, sondern der, seine Smartphones smarter zu machen.

Spezifikationen: Pixel 6 Pro, Pixel 6 und Pixel 5 im Vergleich

ModellGoogle Pixel 6 ProGoogle Pixel 6Google Pixel 5
BetriebssystemAndroid 12Android 12Android 12 (seit 19. Oktober 2021)
Display6,7 Zoll LTPO-OLED mit 120 Hertz (dynamisch); HD+ 1.440 x 3.120 Pixel; 512 ppi; 19,5:9-Seitenverhältnis; Always-On-Display; HDR; Corning Gorilla Glas Victus
6,4 Zoll- OLED mit 90 Hertz; FHD+ mit 1.080 x 2.400; 411 ppi; 20:9 Seitenverhältnis; Always-On-Display; HDR; Corning Gorilla Glas Victus
6,0 Zoll OLED mit 90 Hertz, 2.340 x 1.080 Pixel, 432 ppi, Always on, HDR; Corning Gorilla Glas 6
ProzessorGoogle Tensor „Whitechapel“Google Tensor „Whitechapel“Snapdragon 765G
12 GB LPDDR5 RAM8 GB LPDDR5 RAM8 GB LPDDR4-RAM
Interner Speicher128/256 GB (nicht erweiterbar)128 GB (nicht erweiterbar)128 GB (nicht erweiterbar)
HauptkameraTriple-Kamera:
- 50 MP Weitwinkel: 1,2 μm Pixelgröße;
Blende: ƒ/1,85;
Erfassungswinkel: 82°;
Bildsensorgröße: 1/1,31";

48 MP Telezoom: 
0,8 μm Pixelgröße;
Blende: ƒ/3,5;
Erfassungswinkel: 23,5°;
Bildsensorgröße: 1/2";
4-fach optischer Zoom; bis zu 20-facher Super-Resolution-Zoom

- 12MP Ultraweitwinkel:
1,25 μm Pixelgröße:
Blende: ƒ/2.2;
Erfassungswinkel: 114°
Dual-Kamera:

- 50 MP Weitwinkel: 1,2 μm Pixelgröße;
Blende: ƒ/1,85;
Erfassungswinkel: 82°;
Bildsensorgröße: 1/1,31";

- 12 MP Ultraweitwinkel:
1,25 μm Pixelgröße:
Blende: ƒ/2.2;
Erfassungswinkel: 114°
Dual-Kamera, 12,2 MP Dual-Pixel, ƒ/1,7, 1,4 μm, Zwei-Phasen-Autofokus, Optische und elektronische Bildstabilisierung, 77° Blendenweite; 16 MP Ultra-Weitwinkel, ƒ/2,2, 1,0 μm, 107°
Frontkamera11,1 MP; 1,22 μm Pixelgröße;
Blende: ƒ/2.2
Fixfokus;
94°-Ultraweitwinkel-Erfassungswinkel
8 MP; 1,12 μm Pixelgröße; Blende: ƒ/2.0
Fixfokus; 84°-Weitwinkel-Erfassungswinkel
8 Megapixel, ƒ/2,0, 1,12 μm, fester Fokus, 83°
Akkukapazität5.003 mAh (fest verbaut)4.614 mAh (fest verbaut)4.080 mAh (fest verbaut)
KonnektivitätWi-Fi 6E, Dual-Sim per eSIM, 5G Ultrabreitband-Chip; NFC; GPSWi-Fi 6E, Dual-Sim per eSIM, 5G; NFC; GPSWLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth v5.0 + LE, A2DP (HD-Codecs: AptX, AptX HD, LDAC), GPS, LTE Cat. 11, 5G, NFC
Abmessungen163,9 x 75,9 x 8,9 mm158,6 x 74,8 x 8,9 mm144,7 x 70,4 x 8,0 mm
Gewicht210 g207 g151 g
FarbenSorta Sunny, Cloudy White, Stormy BlackKinda Coral, Sorta Seafoam, Stormy BlackJust Black, Sorta Sage (Grün)
SonstigesTitan M2, UWB, Laden mit 30 Watt, Wireless-Charging mit bis zu 23 Watt mit Google Pixel Stand 2 (12 Watt mit Standard-Qi-Wireless);
IP68
Titan M2, Laden mit 30 Watt, Wireless-Charging mit bis zu 21 Watt mit Google Pixel Stand 2 (12 Watt mit Standard-Qi-Wireless); IP68Fingerabdrucksensor, USB Typ C (USB 3.1), Stereo-Front-Lautsprecher, Titan M-Sicherheitsmodul, 18-W-Schnellladegerät mit USB-PD 2.0, IPX8, 18 W Schnellladen, Drahtloses Laden, Reverse Charging
Preisab 899 Euro*ab 650 Euro*613,15 Euro (UVP)*

Tensor: Ein wenig wie bei Apple

Bei der Entwicklung hat Google die Entwicklung von Hard- und Software eng miteinander verzahnt, wie es sonst nur Apple dank seiner vertikalen Integration hinbekommt. Hierbei orientierte sich der Hersteller aber auch an den eigenen „Tensor Processing Units“ (kurz TPU), die Google in seinen Rechenzentren für Maschinenlernaufgaben einsetzt. Daher rührt auch der Name des SoCs.

Die dedizierte TPU im Tensor-Chip soll laut Google viele bislang in der Cloud durchgeführte Berechnungen direkt im Gerät ausführen, aber auch neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen. Eine weitere selbst entwickelte Komponenten des Tensor ist der Bildprozessor, auch „Image Signal Processor (ISP)“ genannt. Dieser sei für die Berechnung von Algorithmen neuer Features der Pixel-Kamera verantwortlich. Ein weiterer Teil des SoC kümmert sich außerdem um Aufgaben, die weniger Energie benötigen, wie etwa das Always-on-Display, die „Now Playing“-Funktion, mit dem auf dem Always-on-Bildschirm im Umfeld laufende Musik automatisch angezeigt wird, und mehr.

Für ein Mehr an Sicherheit sorgt auf dem Tensor außerdem ein eigener Sicherheitsbereich, auf dem sensible Aufgaben abgewickelt werden. Zusätzlich besitzen die Pixel einen Titan-M2-Chip, der eine weitere Sicherungsstufe liefert. Der Titan M2 ist etwa für die Sicherheit des Lock-Screens und die Verschlüsselung verantwortlich und läuft laut Google auf einem eigenen Subsystem namens Trusty OS. Die Kombination aus verschiedenen Sicherheitsebenen soll die Pixel 6 zu äußerst sicheren Geräten machen.

Pixel 6: 5 Jahre Sicherheitsupdates – 3 Jahre Android-Updates

Die Sicherheit ist nicht nur auf der Hard-, sondern auch der Software-Ebene für eine lange Zeit gewährleistet: Google hat den Zeitraum für Sicherheitspatches von drei auf fünf Jahre verlängert, sodass ihr die Geräte für eine halbe Dekade sicher nutzen könnt. Bei den Android-Updates enttäuscht der Hersteller hingegen ein wenig, da im Vorhinein über bis zu fünf große OS-Aktualisierungen spekuliert worden war. Hier bleibt Google bei seinen Pixel-6-Geräte wie bei den Vorgänger auf „mindestens drei Jahre“ stehen. Immerhin: Mit dem neuen Versprechen zieht Google wieder am bisherigen Updatekönig Samsung vorbei, der bis zu vier Jahre Sicherheitspachtes für einige Modellreihen garantiert.

Pixel 6 und 6 Pro: Die Kameras überzeugen

Nach mehreren Pixel-Generationen mit dem stets gleichen Zwölf-Megapixel-Sensor – Sonys IMX363 – legt Google mit den Pixel-6-Modellen nach und setzt neue Sensoren ein, die in gewisser Weise auch das Design vorgeben, denn die neuen Kameras erfordern einfach mehr Platz. Vor allem der neue 50-Megapixel-Weitwinkel-Sensor – der GN1 von Samsung – mit einer Größe von 1/1,31 Zoll und 1,2 μm großen Pixeln ist etwa 2,5-mal größer als Sonys Lösung. Zu den weiteren Spezifikationen des Weitwinkel-Sensors gehören achtfache Phasenerkennung (PD), f/1,85-Blende, OIS und Quad-Bayer-Matrix.

Die Triple-Kamera des Google Pixel 6 Pro. (Foto: t3n)

Fotos werden mit 2×2-Binning aufgenommen, sodass vier Pixel für einen Bildpunkt in der Aufnahme genutzt werden. Die Fotos sind damit 12,5 Megapixel oder 4.080 x 3.072 Pixel groß, Fotos in voller 50-Megapixel-Auflösung unterstützen die Smartphones nicht. Auch im in den Einstellungen aktivierbaren RAW-Modus bleibt das Pixel-Binning aktiv, an der Auflösung ändert sich nichts. Der Erfassungswinkel der Weitwinkelkamera liegt bei 82 Grad.

Die zweite Kamera, die sich beide Modelle teilen, ist die Ultraweitwinkelkamera mit Zwölf-Megapixel-Sensor. Sie verfügt über eine Pixelgröße von 1,25 μm, eine ƒ/2,2-Blende und einen 114-Grad-Erfassungswinkel. Letzterer ist für eine Weitwinkeloptik nicht sonderlich groß, dafür sind die Aufnahmen zu den Rändern hin nie verzerrt oder verzogen. Hier hilft aber auch eine automatische Objektivkorrektur aus, die zuverlässig ihre Dienste verrichtet.

Pixel 6 Pro kommt mit Telezoom

Ausschließlich dem Pixel 6 Pro vorbehalten ist das dritte Telefoto-Objektiv mit 48-Megapixel-Sensor, einer Pixelgröße von 0,8 μm, 1/2-Zoll-Sensorgröße und f/3,5-Blende. Die Kamera mit Periskoplinse bietet eine vierfache optische Vergrößerung und ermöglicht eine maximal 20-fache Vergrößerung per sogenanntem Super-Resolution-Zoom. Das Pixel 6 unterstützt über die Weitwinkelkamera eine bis zu siebenfache Vergrößerung via Super-Resolution-Zoom.

Pixel 6 Pro mit Zoom. (Foto: t3n)

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Notwendiges Kamera-Upgrade

Die zwei respektive drei Kamerasensoren sind im Vergleich zu den Vorgängern ein Riesenschritt in die richtige Richtung. Die Kameras der Vorgänger lieferten trotz ihres Zwölf-Megapixel-Sensors zwar immer noch ausgezeichnete Fotos, was vor allem Googles Vorreiterrolle in der Computational-Photography zu verdanken ist, der alte Sensor stieß aber allmählich an seine Grenzen und konnte mit den Mitbewerbern von Huawei, Apple oder Samsung nicht mithalten, zumal alle aktuelleren Geräte dank Dual- oder Triple-Cam eine größere Variabilität bei der Fotografie ermöglichten. Hier holt Google nun auf und liefert wieder ab, denn die Fotoqualität der neuen Pixel-Modelle ist ausgezeichnet.

Die Aufnahmen sind bei Tageslicht detailreich, realistisch und scharf, bei Dunkelheit schaffen die Pixel-Kameras es dank smarter Algorithmen und den neuen Sensoren auch noch, viele Details und Nuancen festzuhalten. Bei wenig Licht, etwa zum Abend hin, wird der Nachtmodus der Kamera automatisch aktiviert, was durchaus komfortabel ist. Auch wenn die Kamera überwiegend starke Resultate liefert, gelingen die Aufnahmen nicht immer. Vor allem hat sie so ihre Schwierigkeiten, wenn Fotos bei Zwielicht mit verschiedenen Lichtquellen geschossen werden. Solche Szenen sind aber letztlich für alle Kameras eine Herausforderung.

Die Dual-Cam im rückseitigen Pixel-6-Balken. (Foto: t3n)

Mit dem Pixel 6 Pro kann dank der Telezoom-Kamera noch näher an Objekte herangezoomt werden, was ein Zugewinn bei der Variabilität ist. Bei 20-facher Vergrößerung ist aber Schluss, was aber auch vollkommen genügt und noch dazu auch brauchbare Resultate hervorbringt. Eine 100-fache Vergrößerung wie Samsung sie zuletzt im Galaxy S21 Ultra lieferte, ist in der Realität nicht brauchbar, da sie nur noch Pixelmatsch produziert. Damals schrieb ich im Test, dass Fotos mit maximal 30-facher Vergrößerung noch halbwegs brauchbar sind. Weniger ist manchmal mehr.

Die Videos der neuen Pixel-Geräte sind auch sehr ordentlich und weit besser als die des Vorgängers. Auch bei den Videos kommt Googles TPU zum Einsatz, um das von Google entwickelte HDR Plus für einen großen Dynamikumfang zu verwenden. Das Ganze sieht schick aus und liefert knackige Farben. Auch die Videostabilisierung ist besser als beim Pixel 5.

Google Pixel 6 Testfoto (unbearbeitet). (Foto: t3n)

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Smarte und sinnvolle Kamera-Features

Mithilfe des Tensor-Chips hat Google seinen Smartphones einige coole und praktische Tricks beigebracht, durch die sie sich von den Mitbewerbern unterscheiden. Neu ist zum einen der Bewegungsmodus, mit dem ihr „Action-Fotos mit Schwenkeffekt“ und Fotos mit Langzeitbelichtungen produzieren könnt. Mit dem „Action-Modus“ wird das sich bewegende Motiv fokussiert und dem Hintergrund eine „kreative Unschärfe“ hinzugefügt.

Der Action-Modus des Pixel 6. (Foto: t3n)

Bei Tageslicht funktioniert das ausgezeichnet. Auch die Langzeitbelichtung macht mächtig Spaß und unterstreicht die Dynamik, indem das Motiv unscharf wird, der Hintergrund aber scharf bleibt. Bei den Aufnahmen wird zum einen das Original und zum anderen das optimierte Foto als Paar in der Fotos-App gespeichert.

Kreativ-Modus „Langzeitbelichtung“ des Pixel 6. (Foto: t3n)

Magischer Radierer lässt Objekte aus dem Foto verschwinden

Googles Tensor kann auch zaubern: Mit der Funktion Magischer Radierer, die in der Google-Fotos-App untergebracht ist, könnt ihr Personen oder Objekte aus Bildern mit wenig Aufwand entfernen. Die KI analysiert das von euch gewählte Bild und schlägt euch Dinge vor, die ihr entfernen könnt. Auch eine manuelle Auswahl kann getroffen werden, indem ihr einen bestimmten Bereich umkreist oder mit dem Finger markiert.

Je nach Komplexität und Helligkeit des Fotos funktioniert das Ganze überraschend gut. Allerdings kommt die Software nicht sonderlich gut mit Schatten von Menschen oder Objekten klar. Beim genauen Hinsehen ist außerdem weiterhin zu erkennen, wo das Bild manipuliert wurde. Dennoch ist die Funktion eine Bereicherung im Feature-Set der neuen Pixel-Geräte. Übrigens: Da die Funktion Teil der Fotos-App ist, könnt ihr auch alte Bilder magisch bearbeiten und nicht nur jene, die ihr mit dem Pixel 6 (Pro) geschossen habt!

Android 12 mit exklusiven Features für das Pixel 6

Android 12 auf dem Pixel 6. (Screenshots: t3n)

Mit den Pixel-6-Modellen habe der Hersteller das 2016 von Android-Chef Hiroshi Lockheimer formulierte Ziel, ein reines Google-Smartphone zu fertigen, umgesetzt. Das zumindest erklärte im Vorfeld der Pixel-Präsentation Googles Pixel-Produkt-Chef Peter Prunuske: Es sei das erste reine Google-Phone.

Neben dem neuen Material-You-Design, das mit Android 12 ab Werk auf den Geräten installiert ist, heben sich die Pixel-6-Geräte vor allem durch einige smarte und zunächst exklusive Funktionen von der Masse ab. So verfügen sie über eine Echtzeitübersetzungsfunktion, die dank des Tensor-Chips direkt auf dem Gerät ausgeführt werden kann. Habt ihr die jeweiligen Sprachpakete heruntergeladen, lassen sich Nachrichten etwa in diversen Messengern und Apps wie Whatsapp, Signal, Android-Messages, aber auch Instagram oder Snapchat übersetzen. Außerdem bieten die Pixel-Geräte Echtzeitübersetzung von Audio und Videodateien an. Das Ganze funktioniert überraschend gut, wenn das Ausgangsmaterial (bei Audio oder Video) entsprechend verständlich ist.

Auch die Dolmetsch-Funktion wird mittlerweile lokal auf dem Gerät angeboten. Derzeit werden die Sprachen Englisch, Deutsch und Japanisch unterstützt, allerdings sollen weitere noch dazukommen. Mit Verbindung zu Googles Cloud-Diensten lassen sich 48 Sprachen dolmetschen – diese Funktion ist wiederum nicht Pixel-6-exklusiv.

Erfreulich ist außerdem, dass Google seine 2019 angekündigte Rekorder-App nun auch für den deutschen Markt lokalisiert hat. Damit könnt ihr Sprachaufnahmen anfertigen, die in Echtzeit transkribiert und durchsuchbar gemacht werden. Ein Traum für Journalist:innen.

Exklusiv auf den Pixel-6-Modellen ist das Sicherheitscenter. (Foto: t3n)

Neu beim Pixel 6 (Pro) und hilfreich für eine höhere Sicherheit eures Google-Kontos ist das Sicherheitszentrum. Es dient als zentrale Anlaufstellen für bisher an verschiedenen Stellen verortete Sicherheitseinstellungen und zeigt außerdem Empfehlungen rund um eine bessere Absicherung eures Google-Kontos an. Wer kein Pixel 6 besitzt, findet diese Funktionen übrigens auch im Web. Diese Funktionen besser sichtbar auf dem Smartphone unterzubringen, ist eine gute Idee.

Die Nutzeroberfläche ist identisch mit allen anderen Pixel-Geräten, die auf Android 12 laufen. Sie bietet eine gute Übersichtlichkeit und ist nicht überladen. Die neue universelle Suche in der App-Übersicht hilft, Dinge wie Apps, Kontakte, Einstellungen und mehr schneller zu finden. Dank der neuen Theming-Engine passt sich die Oberfläche außerdem an euren gewählten Bildschirmhintergrund an.

Das Pixel 6 hat den längeren Atem

Kommen wir noch zu weiteren relevanten Eigenschaften wie Laufzeit und Konnektivität: Googles großes Pro-Modell besitzt mit 5.000 Milliamperestunden den größeren Akku, während das Pixel 6 immerhin noch einen 4.620-Milliamperestunden-Akku verbaut hat. Geladen werden können beide mit einem kompatiblen 30-Watt-USB-C-Ladegerät, mit dem Google zufolge 50 Prozent in etwa 30 Minuten erreicht werden. Das ist nicht auf dem Niveau eines Xiaomi- oder Oppo-Smartphones, das mit bis zu 120 Watt vollgepumpt werden kann, aber besser als bisher.

Was die Laufzeiten der Geräte angeht, zeigt sich nach 14 Tagen der Testnutzung recht klar, dass dem Pro-Modell trotz seines etwas größeren Akkus vor allem wegen seines größeren Bildschirms mit höherer Auflösung und 120-Hertz-Frequenz schneller die Puste ausgeht. Zum Ende des Tages sehnte sich das Pro nach eine neuen Ladung Strom, einen halben weiteren Tag hätte das Gerät nicht durchgehalten.

Das Pixel 6 machte im Testzeitraum eine etwas bessere Figur, was vor allem mit der Full-HD-Auflösung und der geringeren Bildwiederholrate zusammenhängen dürfte. Beim kleineren Modell sind mit Glück anderthalb und bei weniger Nutzung auch mal bis zu zwei Tage drin. Das Pixel 6 ähnelt hinsichtlich der Ausdauer dem Pixel 5 des Vorjahres.

Zur weiteren Ausstattung gehören bei beiden Modellen der neue WLAN-Standard Wi-Fi 6E (802.11ax) mit 2, 4, 5 und 6 Gigahertz Bandbreiten (HE160, MIMO), Bluetooth 5.1 mit zwei Antennen, NFC und GPS. Dual-SIM-Support erfolgt über eine physische und eine E-SIM. Ferner sind LTE und 5G an Bord. In Europa funkt der schnelle Funkstandard nur mit Sub-6-Higahertz, mmWave-Unterstützung spielt hier keine Rolle und bleibt den USA vorbehalten.

Exklusiv im Pixel 6 Pro steckt außerdem noch ein Ultrabreitband-Chip, mit dem das Smartphone etwa auch als Autoschlüssel – zuerst für Modelle von BMW und Ford – genutzt werden kann. Zuerst hatte Samsung in seinen Premium-Modellen und Apple mit dem iPhone 11 diese Chips in Smartphones eingeführt. Bis auf Weiteres dürfte der UWB-Chip für die wenigsten einen Nutzen haben.

Fazit: Googles bisher beste Pixel

Mit den neuen Pixel-Modellen ist Google nach langer Reise erstmals in der High-End-Liga angekommen. Die Pixel-6-Modelle bieten eine ausgezeichnete Kamera, helle Displays und eine schnelle Systemleistung mit flüssiger Oberfläche. Durch die smarten Funktionen, die mithilfe des neuen Tensor-Chips direkt auf den Geräten durchgeführt werden, heben sich die Smartphones von der Masse ab, sofern sie denn überhaupt spürbar sind, da sie überwiegend unauffällig ihre Dienste verrichten. Am ehesten spürbar sind sie vor allem bei Fotoaufnahme und den sinnvollen Bearbeitungsfunktionen.

Pixel 6 und 6 Pro. (Foto: t3n)

Hinsichtlich der reinen Rechenleistung liegt der Tensor-Chip zwar immer noch ein Stück hinter Qualcomms Snapdragon 888 zurück, dieser Aspekt ist jedoch im Alltag nicht zu spüren. Google hat den Fokus bei der Entwicklung ohnehin darauf gelegt, möglichst viele KI-Funktionen zu integrieren – und das ist dem Unternehmen auch gelungen.

Auf Seite des Designs dürften die Geräte sicher polarisieren und nicht jeder Person zusagen. Dennoch beweist Google, dass Smartphones nicht immer gleich aussehen müssen. Das fängt beim markanten Kamerabalken an, der das Gerät sogar flach auf dem Tisch aufliegen lässt, und setzt sich bei den Farbgebungen des Gehäuses fort, die sich auf Wunsch mit den richtigen Bildschirmhintergründen sogar auf die Nutzeroberfläche übertragen lassen.

In Sachen Maße sind die neuen Modelle das Gegenteil von dem, was Google mit dem zierlichen Pixel 5 oder dem Pixel 4a (Test) im vergangenen Jahr im Portfolio hatte. Aber leider scheint das der aktuelle Trend zu sein, der sich im nächsten Jahr auch ins Apple-Universum übertragen wird (bei der 2022er Modellreihe wird das kleinste iPhone wohl ein 6,1-Zoll-Display besitzen).

Google Pixel 6 Pro. (Foto: t3n)

Positiv hervorzuheben und zu kritisieren zugleich ist Googles Entscheidung, den neuen Pixel-Modellen einen längeren Updatezeitraum geben: Mit fünf Jahren Sicherheitspatches hebt Google sich von der restlichen Android-Konkurrenz ab. Dass der Hersteller aber weiterhin „nur“ drei große Android-Updates verspricht, finden wir enttäuschend. Hier hätte Google ein Zeichen setzen und mit Apples Updatestrategie für iPhones und iPads gleichziehen können. Mindestens vier Jahre Android-Updates wären wünschenswert.

Auf die Frage, zu welchem der beiden Geräte man besser greifen sollte, ist keine klare Antwort zu finden. Schließlich bietet das Pixel 6 Pro ein höher auflösendes 120-Hertz-Display, eine Telefoto-Kamera und einen UWB-Chip. Sind euch diese Faktoren aber nicht wichtig und wollt ihr zudem noch eine etwas bessere Akkulaufzeit, solltet ihr zum kleineren der beiden Geräte greifen. Damit spart ihr zugleich noch stattliche 250 Euro und bekommt ein flaches Display. Ist euch der 128-Gigabyte-Speicher jedoch zu klein, müsst ihr wohl oder übel doch das Pro wählen. So oder so: Mit den neuen Pixel-Geräten hat Google zwei der derzeit besten Android-Smartphones auf den Markt gebracht.

Wie teuer sind die Pixel-6-Modelle?

Das Pixel 6, das durch seine etwas kleinere Größe tendenziell als direkter Nachfolger des Pixel 5, aber mit weit besseren Spezifikationen daherkommt, kostet 649 Euro*. Für das Pixel 6 Pro verlangt Google 899 Euro* mit 128 Gigabyte Speicher. Die 256-Gigabyte-Version schlägt mit 999 Euro zu Buche.

Die Geräte sind seit dem 28. Oktober in Deutschland erhältlich.

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3 Kommentare
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Dein t3n-Team

Titus von Unhold

Imo mindestens 250 Euro zu teuer.

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Foren_User0815

Das Sicherheitscenter ist in Android12 integriert und nicht Pixel6 exklusiv. Ich nutze es bereits seit Anfang September auf einem Pixel 4a.

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