Test

Huawei Mate 10 Pro im Test: Stille KI, glänzende Leica-Dual-Kamera

Seite 4 / 4

Software des Huawei Mate 10 Pro: Android 8.0 ab Werk mit „Easy Projection“

Softwareseitig gibt es optisch keine Überraschungen. Android 8.0 Oreo sieht mit EMUI 8.0 kaum anders aus als EMUI 5.1 mit Android 7.0, dafür sind die diversen Neuerungen aus Googles großem OS-Update eingezogen. Für Nutzer am auffälligsten sind die neuen Notification-Dots, mit denen ihr Benachrichtigungen per Langdruck auf ein App-Icon schneller lesen könnt. Neu ist außerdem die Bild-in-Bild-Funktion, mit der ihr Youtube-Videos in einem kleinen Pop-up-Fenster sehen könnt, während ihr andere Dinge erledigt.

Das Huawei Mate 10 Pro läuft ab Werk mit Android 8.0 Oreo. (Foto: t3n)

Neu in Huaweis EMUI 8.0 ist eine neue Strukturierung der Einstellungen – sie sollen thematisch besser sortiert sein. Dass das nicht immer gelingt, zeigt sich an der bereits erwähnten Always-on-Funktion, die nicht unter Anzeige zu finden ist, sondern den Sicherheitseinstellungen zugeordnet worden sind. Ähnlich versteckt ist ein Darkmode, mit dem ihr den Hintergrund des Smartphones schwarz stellen könnt – ideal, um Energie beim AMOLED-Display zu sparen. Der Darkmode nennt sich „Oberflächenfarben dunkler einstellen“ und ist in den Akku-Einstellungen verortet.

Am Launcher hat sich kaum etwas geändert. (Bild: t3n)

Mit der Funktion „Easy Projection“ hat Huawei seinem Mate 10 Pro eine ähnliche Funktion verpasst, wie Samsung seinen Galaxy-S8 und Note-8-Modellen mit Dex-Station. Per USB-C-auf-HDMI-Kabel mit einem Display verbunden, könnt ihr das Mate 10 Pro als Desktop-Ersatz verwenden. Das Mate 10 Pro benötigt kein separates Dock, sondern nur besagtes Kabel – das hat Huawei jedoch nicht dem Lieferumfang beigelegt und muss separat erstanden werden. Im Unterschied zur Samsung-Lösung könnt ihr das Huawei-Smartphone während des Desktop-Modus weiter nutzen oder als Touchpanel zur Steuerung des Cursors verwenden. Ebenso möglich ist der Anschluss von Keyboard und Maus per Bluetooth.

Der dunkle Modus ist gut versteckt. (Bild: t3n)

Huawei Mate 10 Pro im Test: Fazit und Verfügbarkeit

Das Huawei Mate 10 Pro glänzt in vielen Disziplinen. (Foto: t3n)

Das Huawei Mate 10 Pro ist eine rundum gelungene Weiterentwicklung der Mate-Serie. Auch wenn die Auflösung nicht zeitgemäß anmutet, sollte nicht vergessen werden, dass beispielsweise Samsung ein WQHD+-Display verbaut, das standardmäßig auf FHD+ heruntergeregelt ist. Im Test des Mate 10 Pro fiel die geringere Pixeldichte nicht negativ auf. Das 18:9-Verhältnis – bei einigen Smartphones eher ungünstig gewählt – weiß beim Mate 10 Pro zu gefallen, da die Abmessungen des Geräts aus ergonomischer Sicht passen.

An Performance und Kamera-Qualität gibt es nichts zu mäkeln, beide sind auf absolutem Oberklasse-Niveau. Das Gleiche gilt für die Akkulaufzeit, die euch locker über den Tag und darüber hinaus bringt.

Inwiefern die KI-Fähigkeiten des Kirin-970-Prozessors für die gute Leistung des Mate 10 Pro eine Rolle spielen, ist schwer zu sagen. Hier sollte Huawei vielleicht mehr Aufklärungsarbeit leisten, inwiefern der Machine-Learning-Prozessor in Prozesse eingreift und auch, mit welchen weiteren Funktionen konkret zu rechnen sein wird. Ferner sollte Huawei zum offiziellen Marktstart des Geräts den HDR10-Support nachreichen.

Zusammenfassend ist das Mate 10 Pro seinen Preis von 799 Euro (UVP) wert, Besitzer werden ihre Freude an dem Gerät haben. Allerdings empfehlen wir (wie bei allen Smartphones mit Glas-Rückseite), die im Lieferumfang beiliegende Schutzhülle zu verwenden. Das Mate 10 Pro soll laut Huawei im Laufe des Novembers als Single- (BLA-L09) und Dual-SIM-Version (BLA-L29) in den Farben Titanium Gray, Midnight Blue und Mocha Brown in den Verkauf gehen.  Bei Amazon geht es ab dem  22. November* los – im Media Markt und bei Cyberport ist es bereits bestellbar.

Pro: 

  • Top Verarbeitung
  • Schnelle Performance
  • Sehr gute Kamera
  • Wasser- und staubdicht nach IP67
  • Schickes Design, ansprechende Gerätefarben

Contra:

  • Keine kabelloses Ladeoption
  • Micro-SD-Slot wurde gestrichen
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung