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Oneplus 10 Pro versus Oppo Find X5 Pro im Test: Same same, but different

Oppo und Oneplus gehören mittlerweile zusammen. Wie äußert sich das bei den Smartphones? Wir haben dafür das Oneplus 10 Pro und das Oppo Find X5 Pro gegeneinander antreten lassen.

11 Min. Lesezeit
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Oneplus 10 Pro und Oppo Find X5 Pro im Test. (Foto: t3n)

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Im Juli 2021 ist Oneplus offiziell ein Tochterunternehmen von Oppo geworden. Im Zuge dessen zogen unter anderem die Software- und Design- sowie Entwicklungs-Teams zusammen. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Geräte stark, unter der Haube ist jedoch vieles sehr ähnlich, was unter anderem Oneplus als recht starke Marke für Enthusiast:innen nicht gut zu Gesicht stehen dürfte. Auch bei der Software macht sich das stärkere Zusammenwachsen der Marken bemerkbar.

Oneplus 10 Pro und Oppo Find X5 Pro: Design und Verarbeitung

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Rustikal versus futuristisch: Rein optisch unterscheiden sich das Oneplus 10 Pro und Oppos Find X5 Pro deutlich. Das Topmodell von Oneplus kommt mit einem massiven rückseitigen Kameraelement, das ein wenig an Samsungs Galaxy S21 Ultra (Test) angelehnt ist. Die Gehäuserückseite erinnert mit seiner mattierten Glasrückseite zudem an die ersten Oneplus-Geräte. Jedoch ist sie durch das Glas weit weniger griffig als die ersten Generationen mit ihrem „Sandpapierfinish“. Immerhin ist es nicht so anfällig für Fettfinger wie der Vorgänger.

Schillernd: Das Oppo Find X5 Pro von hinten. (Foto: t3n)

Oppos High-End-Modell besteht rückseitig aus Keramik, in die das Kameraelement organisch integriert ist. Das Gerät wirkt dadurch wie aus einem Guss gefertigt und fühlt sich wie ein glattpolierter Stein an. Im Unterschied zum Oneplus ist das rückseitige Material hochglänzend, überrascht aber dennoch mit einer gewissen Fettfingerresistenz. Das Design unterscheidet sich indes nur minimal vom Vorgänger, dem Find X3 Pro.

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Die Verwandtschaft der beiden Geräte ist derweil auf der Vorderseite und an den Abmessungen erkennbar: Displaydiagonale und Position der Selfie-Kamera sind identisch, auch die Größe von 163,7 x 73,9 x 8,5 Millimetern teilen sich beide, sodass sie ein gleiches Handgefühl bieten; dank des Seitenverhältnisses von 20:9 liegen sie beide gut in der Hand. Womöglich unter anderem wegen der Materialwahl ist das Find X5 Pro mit 221 Gramm eine Spur schwerer als das Oneplus 10 Pro, das 205 Gram auf die Waage bringt.

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Mattiert: Das Oneplus 10 Pro von hinten. (Foto: t3n)

Neben der Wahl des hochwertigeren Materials besitzt das Find X5 Pro zudem eine offizielle Zertifizierung nach IP68 gegen Staub und Wasser. Das Oneplus-Modell besitze wohl die gleichen Dichtungen, jedoch habe sich das Unternehmen die kostspielige Lizenzierung gespart, die das Unternehmen dem direkten Vorgänger, dem Oneplus 9 Pro (Test), noch spendiert hatte. Das ist ein recht enttäuschender Rückschritt. Jedoch ist kurios, dass die Version des 10 Pro, die bei T-Mobile in den USA angeboten wird, eine entsprechende Zertifizierung besitzt. So oder so: Hier hat Oneplus am falschen Ende gespart, da zu einem aktuellen Top-Smartphone eine IP-Zertifizierung einfach dazugehört. Das hat Xiaomi bei seinen neuen 12er-Modellen übrigens auch verbockt.

Das Oppo Find X5 Pro besitzt einzelne Lautstärke-Knöpfe, das Oneplus 10 Pro hat eine Wippe. (Foto: t3n)

Displays des Oneplus 10 Pro und Oppo Find X5 Pro: Erste Sahne

Abgesehen von der identischen Größe und der gleichen Position der Selfie-Kamera, die in beiden übrigens den gleichen 32-Megapixel-Sensor besitzt, sind die Displays auch mit ihren Diagonalen von 6,7-Zoll gleich. Beide Modelle haben einen LTPO-Bildschirm mit WQHD-Plus-Auflösung von 3.216 x 1.440 Pixeln mit 525 ppi und Zehn-Bit-Farbtiefe. Zudem besitzen bei eine dynamische Bildwiederholrate von 120 Hertz, die je nach Inhalt und App auf bis zu ein Hertz heruntergeregelt werden kann. Das unterstützt etwa auch Samsungs Galaxy S22 Ultra (Test).

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Oneplus 10 Pro und Oppo Find X5 Pro dürften die gleichen Displays verbaut haben. (Foto: t3n)

Beide Modelle liefern ausgezeichnete Farben, die je nach Softwareeinstellung von natürlich bis knackig lebendig dargestellt werden können. Zudem sind sie mit einer Peak-Helligkeit von 1.300 Nits auch gut bei Sonnenlicht ablesbar. Ganz so hell wie das Galaxy S22 Ultra, das bis zu 1.750 Nits liefern kann, werden sie jedoch nicht. Der Unterschied ist aber zu vernachlässigen.

Der In-Display-Fingerabdrucksensor ist bei beiden an der gleichen Stelle verbaut und jeweils gut erreichbar. Es dürfte im Grunde der identische optische Sensor verbaut sein, das Oneplus 10 Pro entsperrt aber gefühlt schneller und zuverlässiger. Das dürfte indes eine Softwareangelegenheit sein. Dabei sind die beiden sich auch auf der Softwareebene näher denn je. Dazu später mehr.

Oneplus 10 Pro versus Oppo Find X3 Pro: Hohe Leistung bei beiden Topmodellen

Hinsichtlich der Leistung sind beide annähernd gleich. Das überrascht indes wenig, da beide mit Qualcomms Topchip Snapdgragon 8 Gen 1 ausgestattet sind. Unterstützt werden sie von einer Adreno-730-GPU, bis zu zwölf Gigabyte DDR5-RAM und 256 Gigabyte UFS-3.1-Speicher. Das Find X5 Pro wird nur in einer Version mit besagter Ausstattung angeboten, während es das Basismodell des 10 Pro auch mit acht Gigabyte RAM und 128 Gigabyte UFS-Speicher gibt. Der Speicher ist wie bei den meisten Top-Smartphones nicht mehr erweiterbar.

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Oppo Find X5 Pro oder Oneplus 10 Pro – in Sachen Leistung sind sie beide Top-Niveau. (Foto: t3n)

Bei beiden Modellen setzt der Hersteller auf Wi-Fi 6, während unter anderem der Klassenprimus Samsung schon den schnelleren Standard Wi-Fi 6e verbaut. Sicher, weit verbreitet ist dieser noch nicht, jedoch wäre der Einsatz eines 6e-Moduls zukunftssicherer.

In Sachen Akku steckt in beiden ein Energiespeicher mit 5.000 Milliamperestunden, der jeweils locker einen Tag und auch mal ein wenig mehr hält. Falls der Akku zur Neige geht, unterstützen beide Smartphones schnelles, kabelgebundenes Laden mit bis zu 80 Watt, sodass eine Ladung von 0 auf 50 Prozent binnen zwölf Minuten erreicht werden kann. Kabelloses Laden geht über eine proprietäre Ladestation mit bis zu 50 Watt vonstatten. Der sogenannte „AirVOOC“-Charger schafft eine vollständige Akkuladung in etwa einer dreiviertel Stunde. Hier herrscht Parität auf hohem Niveau – andere Hersteller könnten sich davon eine Scheibe abschneiden.

   
ModellOneplus 10 ProOppo Find X5 Pro
Display6,7 Zoll, 120 Hz AMOLED QHD+ mit 3.216 x 1.440 Pixel (525 ppi), 10 Bit6,7 Zoll, 120 Hz LTPO-AMOLED QHD+ mit 3.216 x 1.440 Pixel (525 ppi), 10 Bit
BetriebssystemAndroid 12 mit OxygenOS 12.1Android 12 mit Color OS 12.1
ProzessorSnapdragon 8 Gen 1 mit max. 3 GHzSnapdragon 8 Gen 1 mit max. 3 GHz
Arbeitspeicher8/12GB LPDDR512 GB LPDDR5
Interner Speicher128/256GB UFS 3.1 (nicht erweiterbar)256 GB UFS 3.1 (nicht erweiterbar)
Akkukapazität5.000 mAh (fest verbaut) mit SuperVOOC 80 Watt und AirVOOC 50 Watt5000 mAh (fest verbaut) mitSuperVOOC 80 Watt und AirVOOC 50 Watt
HauptkameraWeitwinkel: 48 MP f/1.8, OIS, EIS (Sony IMX789):
Ultraweitwinkel: 50 MP, f/2.2, 150° (Samsung JN1);
Telekamera: 8MP, 5P, f/2.4, OIS, 77-mm-Äquivalent (3.3x)

50 MP Weitwinkelkamera (f/1.7);
50 MP Ultraweitwinkelkamera (f/2.2);
13 MP Telekamera (f/2.4);
13-Kanal-Spektralsensor;
5-Achsen-Stabilisierung
Frontkamera32 MP, f/2.4-Blende (Sony IMX615)32 MP, f/2.4-Blende (Sony IMX615)
KonnektivitätWifi 6, Bluetooth 5.2, GPS, LTE, 5G, Dual SIMWifi 6, Bluetooth 5.2 LE, GPS, LTE, 5G, Dual SIM, eSIM
SonstigesFingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, Dual-SIM, Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Atmos-TechnologieFingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, wasser- und staubdicht (nach IP68), Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Technologie, 80W SuperVOOC;
50W AirVOOC
Abmessungen163 x 73,9 x 8,55 mm 163,7 x 73,9 x 8,5 mm
Gewicht205 Gramm221 Gramm
FarbenVolcanic Black, Emerald ForestSchwarz, Blau
Preis (UVP)ab 899 Euro*1.299 Euro*

Oneplus 10 Pro versus Oppo Find X3 Pro: Die Kameras

Die Kamera-Elemente des Oppo Find X5 Pro Oneplus 10 Pro. (Foto: t3n)

Die Sensoren des Find X5 Pro sind nahezu identisch mit denen des Find X3 Pro: Der Hersteller verbaut für Weit- und Ultraweitwinkelkamera den gleichen IMX-766-50-Megapixel-Custom-Sensor, der zusammen mit Sony entwickelt wurde. Der Vorteil dieser Konfiguration ist, dass die beiden Kameras identische Eigenschaften hinsichtlich ihrer Bildqualität, des Weißabgleichs und der Farben erhalten.

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Ergänzt werden die beiden 50-Megapixel-Sensoren durch eine 13-Megapixel-Telezoomkamera mit f/2.4-Blende, fünffachem Hybrid- und 20-fachem Digitalzoom. Neu ist der Einsatz einer Glaslinse bei der Weitwinkelkamera: Durch den Wechsel von Kunststoff auf Glas soll eine verbesserte Farbechtheit und bis zu 77 Prozent weniger chromatische Aberration (zum Beispiel weniger Purple-Fringing oder Halos) als beim Find X3 Pro erreicht werden.

Oneplus setzt im 10 Pro ebenso auf eine Triple-Kamera: Anstelle zweier identischer Sensoren für Weit- und Ultraweitwinkel kommen drei verschiedene zum Einsatz: Die Weitwinkelkamera hat einen 50-, die Ultraweitwinkelkamera einen 48- und die Telekamera einen Acht-Megapixel-Sensor an Bord. Aus unserer Sicht unverständlich ist die Wahl eines schlechteren Ultraweitwinkelsensors als im Vorgängermodells. Diese Entscheidung könnte mit der Absicht zusammenhängen, das Find X5 Pro als das bessere Kamera-Smartphone positionieren zu wollen.

Im Vergleich zwischen den beiden Geräten hat Oppo in Sachen Kamera entsprechend einen Vorteil, was zum einen mit der Wahl der gleichen Sensoren für Weit- und Ultraweitwinkelkameras zu tun hat, aber wohl auch am eigenes entwickelten dedizierten MariSilicon-X-Chip. Bei Tageslicht kommt der Vorteil bei der Weitwinkelkamera nicht so stark zu Geltung, bei den Ultraweitwinkelkameras hingegen schon. Hier liefert das Find X5 Pro bessere Resultate ab – an den Bildrändern ist die Verzerrung zudem geringer als beim 10 Pro. Nett ist derweil die 150-Grad-Ultraweitwinkel-Funktion des Oneplus 10 Pro, mit der ihr Fotos mit einem Fisheye-Effekt produzieren könnt. Videos lassen sich damit jedoch nicht aufnehmen.

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Anders und etwas besser als di des Oneplus 10 Pro: Die Kamera des Oppo Find X5 Pro. (Foto: t3n)

Bei Dunkelheit liefert das Find X5 Pro ebenfalls bessere Resultate mit mehr Details und Schärfe als das Oneplus-Modell. Das 10 Pro tendiert zudem bei Dunkelheit dazu, Bilder stärker aufzuhellen. Beim Zoom sind beide nicht sonderlich stark: Sie bieten lediglich eine zwei- (Oppo) respektive dreifache Vergrößerung, die jenseits eines fünffachen Hybridzooms an ihre Grenzen kommt.

Gestrichen hat Oppo bei seinem Modell außerdem die Highlight-Funktion der Mikroskop-Fotofunktion des Find X3 Pro. Sicherlich ist sie im Grunde nicht mehr als ein Gimmick, beeindruckte im Test dennoch.

Beide Modelle sind in Kooperation mit dem schwedischen Kameraspezialisten Hasselblad entwickelt worden. Die Partnerschaft geht derzeit jedoch nicht über eine Farbkalibrierung, Filter und einen Pro-Modus in Hasselblad-Optik hinaus.

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Kurzum: Das Oppo-Modell besitzt die bessere Kamera. Eine Rückkehr des Periskop-Telezooms des Find X2 hätten wir uns jedoch noch gewünscht. Die Kamera des Oneplus-Modells ist nicht schlecht, kommt jedoch nicht an die Topmodelle der Mitbewerber wie Samsung und Google heran.

Software: Same same, but different

ColorOS oder OxygenOS? Bei der Software wird der Einheitsbrei recht deutlich. (Foto: t3n)

Bei der Software spiegelt sich der Titel des Tests besonders deutlich wider. Denn neben der überwiegend ähnlichen Ausstattung und Unterschieden bei Gehäusedesign und Kamera, zeigt sich bei der Entwicklung von OxygenOS und ColorOS, wie eng die beiden Marken zusammenarbeiten.

Eine Überraschung ist die Nähe der beiden Nutzeroberflächen zwar nicht, da Oneplus und Oppo im letzten Jahr angekündigt hatten, die Codebasis zusammen entwickeln zu wollen. Doch besonders für Oneplus‘ primäre Käufer:innenschaft der Enthusiasten, die sich die Geräte gerade wegen des aufgeräumt, reduzierten und nah an Googles purem Android entwickelten OxygenOS zugelegt haben, dürfte diese Entwicklung enttäuschend sein. Denn neben der Codebasis ähneln sich die Nutzeroberflächen der beiden Systeme stärker denn je.

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ColorOS 12.1 auf dem Oppo Find X5 Pro. (Screenshots: t3n)

Sicher sind hier und dort Unterschiede bei der optischen Umsetzung der Icons und Regler in der Benachrichtigungsleiste und den Einstellungen auszumachen. Viele andere Elemente von OxygenOS und ColorOS wie die Kamera-App, Einstellungen des Homescreens und mehr sind dagegen identisch. Obwohl Oppo und Oneplus erklärt haben, dass das gemeinsame System Vorzüge von OxygenOS übernehmen würde, ist davon derzeit noch nichts zu erkennen. Das Oneplus 10 Pro mutet daher eher wie ein Oppo-Gerät an, was schade ist, da der Hersteller so den guten Ruf der Marke verspielt.

OxygenOS 12.1 auf dem Oneplus 10 Pro. (Screenshots: t3n)

Immerhin: Die Kamera des Oneplus 10 Pro lässt sich weiterhin schnell per Doppeldruck auf den Powerbutton aktivieren. Beim Oppo-Modell kann lediglich die Lautstärketaste innerhalb der Kamera-App mit dieser Funktion belegt werden. Das erweist sich in der Praxis jedoch als unpraktisch, da die Funktion bei aktiver Musikwiedergabe nicht unterstützt wird. Dass die aktuelle OxygenOS-Version nicht mehr als ColorOS ist, zeigt sich zudem darin, dass der Hersteller in der Kamera-App vergessen hat, die Schnellstartfunktion per Lautstärktaste rauszunehmen.

Bloatware an Bord: ColorOS 12.1 auf dem Oppo Find X5 Pro. (Screenshots: t3n)

Leider hat Oneplus auch die App-Darstellung in Ordnern auf dem Homescreen übernommen. Bei älteren OxygenOS-Versionen ist es so, dass die Apps bei geöffnetem Ordner am unteren Teil des Bildschirms angezeigt werden und so leicht im Einhandmodus erreichbar sind. Nun erscheinen sie weiter oben in der Mitte des Bildschirms, sodass Menschen mit normalgroßen Händen entweder Fingergymnastikübungen machen müssen oder die zweite Hand zu Hilfe nehmen müssen.

OxygenOS 12.1 auf dem Oneplus 10 Pro. (Screenshots: t3n)

Was außerdem irritierend ist: Beim 1.300 Euro teuren Find X5 Pro ist allerlei Bloatware wie Aliexpress, Booking.com, Tiktok und mehr vorinstalliert, während das Oneplus nahezu frei von Bloatware ist. Lediglich Oneplus‘ Community-App, Netflix und Facebook sind neben einer Galerie-App ab Werk auf dem Gerät. Hier liefert Oneplus eindeutig die bessere Nutzererfahrung. Auf einem so teuren Gerät wie dem Find X5 Pro hat Drittanbieter-Bloatware schlicht nichts verloren.

Bei der Updategarantie liegen Oppo und Oneplus gleichauf: Für beide Modelle versprechen die Hersteller drei große Android-Versionen und vier Jahre Sicherheitspatches. Damit erhalten beide Geräte immerhin Updates auf Android 13, 14 und 15. Das ist gut, kommt aber nicht an Samsung oder Googles Updateversprechen heran. Samsung gewährt vielen Modellen vier große OS-Updates und fünf Jahre Sicherheitspatches. Google bietet drei OS-Versionen und mindestens fünf Jahre Patches. Oneplus und Oppo könnten hier nochmal nachlegen.

Für Fans von OxgenOS gibt es aber gute Nachrichten: Mit dem Update auf Android 13 verspricht Oneplus, wieder zu seiner vertrauten Oberfläche zurückzukehren. OxygenOS 13 soll nah am puren Android gehalten und wie die bisherigen OxygenOS-Versionen „schnell und flüssig“ sein.

Fazit: Gute Smartphones, aber …

Oppo und die Schwester Oneplus liefern im Grunde gute bis sehr gute Smartphones ab, die sich jedoch in vielerlei Hinsicht stark ähneln. Zwar bietet das Find X5 Pro die etwas bessere Kamera und ein Keramikgehäuse mit einem besonderen Design, das Oneplus 10 Pro befindet sich in Sachen Leistung und Display aber zu einem weit günstigeren Preis auf dem gleichen Level. Schließlich kostet das Basismodell des 10 Pro 899 Euro, während das Oppo Find X5 mit knapp 1.300 Euro* zu Buche schlägt.

Mattiert: Das Oneplus 10 Pro von hinten. (Foto: t3n)

Die Kooperation mit Hasselblad lässt sich bei beiden derzeit noch vernachlässigen, da sie sich in erster Linie um Farbkalibrierungen dreht. Im nächsten oder übernächsten Jahr könnte sie vielleicht spannender werden, da der Kameraspezialist angeblich auch bei der Hardware mitwirken könnte. Das wird sich jedoch nicht mehr auf die aktuellen Geräte auswirken. Was die Kamera beider Modelle angeht, hätten wir uns einen stärkeren Telezoom gewünscht, der eine Nuance mehr Variabilität gebracht hätte. Als Beispiele seien etwa das Galaxy S22 Ultra (Test) oder das Pixel 6 Pro (Test) zu erwähnen.

Ob Oppos Strategie hinter den neuen Modellen smart ist, bleibt fraglich. Dass Oppo seine Find-Pro-X-Reihe sowohl vom Preis als auch einer gegenüber dem 10 Pro bessern Ausstattung höher positionieren will, ist offensichtlich. Oneplus findet sich als Marke damit letztlich in der zweiten Reihe wieder und hängt damit in gewisser Weise sein „Never Settle“-Mantra an den Nagel. Diese Entwicklung ist schon länger absehbar, was bisher jedoch nicht zwingend Oneplus, sondern der immer stärker werdenden Konkurrenz zuzurechnen war. Mit der Integration in Oppo wird Oneplus nun aber allem Anschein nach von innen zurechtgestutzt. Für die große Oneplus-Community dürfte diese Entwicklung enttäuschend sein.

Angesichts dessen, dass das 10 Plus das erste Modell unter Oppos direkter Führung ist, ist zu hoffen, dass das nächste Modell sich wieder stärker vom Topmodell der Konzern-Mutter und abheben wird.

Müsste ich zwischen den beiden wählen, würde ich wegen des etwas geringeren Preises eher zum Oneplus 10 Pro greifen. Auch wenn die Kamera noch nicht „ganz oben“ mitspielt, kommt es ansonsten mit einer sehr guten Ausstattung daher. Das Find X5 Pro ist zwar ein gutes, wenn nicht sehr gutes Smartphone, den Preis hat der Hersteller aber allein schon wegen der vorinstallierten Bloatware und der kürzeren Updategarantie als bei Samsung zu hoch angesetzt. Wenn euch das Geld – etwa wegen einer Vertragsverlängerung – egal ist, ihr ein Smartphone mit einem ausgefallenen Design und besserer Kamera wollt, ist das Oppo-Modell keine schlechte Wahl.

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