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7 Tricks für mehr Kreativität im Marketing

Im Marketing herrscht Zeitdruck. Immer. Gleichzeitig herrscht die Erwartung, nicht in Schema F zu verfallen und eine einzigartige Idee nach der nächsten zu produzieren. Hier sind Techniken, die helfen.

5 Min. Lesezeit
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Kreativität heißt auch, dass es Fehler geben muss, bis was Gutes bei rumkommt. (Foto: beanimages / Shutterstock)


Die meisten Marketer:innen kennen es: das Problem, dass am laufenden Band Neues und Noch-nicht-Dagewesenes produziert werden muss. Im Copywriting ist es der nächste Slogan, für Social Media das nächste virale Video. Selbst im SEO-Bereich muss es immer wieder neue und passende Keywords geben, immer weitere Optimierungen. Strateg:innen müssen immer wieder Nischen, Kanäle, Medien und Inhalte sinnvoll miteinander verknüpfen.

Auf der anderen Seite ist da der Zeitdruck. Deadlines, Feedback-Schleifen und Änderungswünsche der Kund:innen und nicht selten auch eine verbesserungswürdige Planung intern bedeuten, dass im Akkord produziert werden muss.

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Zum Glück gibt es ein paar Techniken, die helfen! Die meisten davon kennst du sicher, aber wir haben sie hier noch einmal zusammengetragen:

1. Mach Pause!

Die wohl wichtigste Sache überhaupt – eine ausgiebige Pause. Nein, kein Meeting, während du spazieren gehst. Und auch keinen Podcast hören. Nicht noch mal eben einen Artikel lesen oder schnell Mutti anrufen. Kein Instagram, weder Posts noch Reels. Sondern einfach nur Durchatmen und die Wand anstarren.

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Nichtstun aktiviert nämlich eine Art Default-Netzwerk im Gehirn, das aufräumt. Dann werden Informationen verarbeitet und neue Verbindungen geknüpft. Wie Ulrich Schnabel für die Geo Wissen schreibt: „Wenn das Gehirn einmal nicht mehr mit ständiger Informationsverarbeitung beschäftigt ist, kann es seine Arbeitskapazität auch zur Pflege des eigenen Bewusstseins benutzen.“

Stell dir eine Person in der Verwaltung vor: Wenn sie den lieben langen Tag mit Formularen beworfen wird, die sie wegheften muss, schafft sie es natürlich nicht, die zu bearbeiten. Und sie hat schon gar keine Zeit, mal das Formular oder die Arbeitsabläufe für eine langfristige Verbesserung infrage zu stellen.

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Auf der anderen Seite folgt das bewusste Denken immer denselben Pfaden – Schema F eben. Wenn aber ein Input von außen fehlt, kann das Hirn auf den großen Schatz an gespeichertem Wissen zurückgreifen und „in sich selbst spazieren gehen“, wie Hirnforscher Wolf Singer sagt.

Das ist auch der Grund, warum uns die besten Ideen unter der Dusche kommen. Oder auf dem Klo. Also: mehr Nichtstun, anstatt jede Sekunde „optimal“ nutzen zu wollen!

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2. Einen Safe Space schaffen

Über einen Safe Space für kreative Arbeit wurde bisher nur im Rahmen von Brainstorming gesprochen: Dass es einen Zeitrahmen gibt, in dem ohne jegliche Kritik einfach alles gesagt werden kann.

Das gilt allerdings auch für dich allein. Wo fühlst du dich unbeobachtet und sicher? Mit welchen Mitteln kannst du arbeiten, sodass du dich wenig eingeschränkt fühlst? Und wie schaffst du es, Logik und Kritik an deinen eigenen Ideen kurz zu pausieren?

Der Safe Space muss nicht einmal ein Raum sein, auch wenn räumliche Trennung den Wechsel von leistungsorientierter Ausarbeitung und kreativer Ideenfindung erleichtert. Wenn es für dich ausreicht, kannst du auch einfach deinen Notizblock aufschlagen und loskritzeln.

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Wichtig ist, dass du dir eine Möglichkeit schaffst, mal alles rauszulassen, ohne Bewertung. Mit einem Safe Space ist das einfacher. Und danach kannst du schauen, wie du deinen Brain-Dump und deine Hirngespinste verarbeiten kannst.

3. Lesen, Hören, Sehen

Im Marketing laden wir uns alles runter, was mit Marketing zu tun hat: Case-Studies, Guides, Infografiken. Wir lesen Blogs noch und nöcher.

Gönn dir mal Fiktion. Lies Romcoms, Komödien, Fantasy. Schau dir Netflix-Serien nicht nur an, um die Arbeitsgedanken zu übertönen – sondern genieß sie mal richtig und schau hin. Lass das Handy nebenher aus. Hör Podcasts nicht nur zu Mindset, Selbstoptimierung und Marketing, sondern auch Hörbücher oder Podcasts, die Geschichten erzählen – seien es historische oder fiktive.

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Frag dich mal: Was habe ich wo gefühlt? Was hat mich richtig mitgenommen? Welche Charaktere mochte ich? Du lernst Worldbuilding, Storytelling und Charaktergestaltung immer noch am besten aus der Unterhaltungsindustrie, nicht aus einem Marketingblog.

Wer Probleme hat, seine eigenen Emotionen zu benennen: Dabei hilft das Feelings-Wheel von Geoffrey Roberts.

4. Beobachte Menschen

Die besten Inspirationen kommen aus dem echten Leben. Das sehen wir aber nicht, wenn wir uns permanent hinter Bildschirmen verschanzen. Wenn du in einem Café sitzt, am Bahnhof wartest, in der U-Bahn sitzt oder wo auch immer: Beobachte (unauffällig) die Menschen um dich herum. Was machen die so? Wie sehen die aus, gestresst, glücklich, schlafen sie? Wie kleiden sie sich? Wie gehen sie miteinander um?

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Bonus-Tipp: Beobachten, ohne zu bewerten!

5. Geh ins Bett

Mach ein Nickerchen. Aber nicht 20 Minuten, sondern anderthalb, zwei Stunden – so, dass du auch in die REM-Phase kommst. In einer Studie konnten Menschen eine Aufgabe kreativer lösen, die in einer Mittagsruhe eine REM-Schlafphase hatten.

Nun kannst du dich vielleicht nicht im Büro zwei Stunden hinlegen. Hilfreich ist es aber schon, regelmäßig einen ausreichenden und guten Nachtschlaf zu haben. Also ab ins Bett, statt die Nacht durchzumachen!

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6. Mach einen Spaziergang

Bewegung hilft. An der Stanford University haben sie Menschen kreative Aufgaben lösen lassen – im Sitzen und ohne Bewegung bis hin zum Laufen an der frischen Luft. Bewegung hat eindeutig geholfen, selbst dann, wenn die Proband:innen nur drinnen auf dem Laufband standen.

7. Fang an zu meditieren

Meditieren hilft nicht nur dabei, den Arbeitsstress besser abzubauen – es regt auch das divergente Denken an. Das ist die Fähigkeit, offen und unsystematisch nach ungewöhnlichen Zusammenhängen zu forschen. Auf der anderen Seite bedeutet der Fokus auf sich selbst, dass kreative Einfälle als solche überhaupt erst wahrgenommen werden.

Langfristig: Selbstreflektion

Sich selbst reflektieren zu können, ist eines der mächtigsten Tools überhaupt für die kreative Arbeit. Dabei geht es darum, sich nicht vom Stress einsaugen zu lassen und auf sich zu hören.

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Flutscht es mit dem Kollegen im Büro? Hilft es dir, sich kurz über dem Bildschirm auszutauschen? Oder lenkt es dich ab, wenn jemand im Raum ist? Brauchst du Gesellschaft oder Ruhe, Austausch oder Konzentration? Helfen dir digitale Tools für Moodboards, Inspiration, Bildbearbeitung – oder lenkt es dich nur ab, und du kannst doch am besten mit Stift und Papier? Bist du hibbelig? Brauchst du ein Laufband, einen Wackelhocker oder einen Stehtisch?

Nur wenn du weißt, wie deine eigene Kreativität funktioniert, kannst du Dinge einfordern und am Ende bessere Leistungen liefern. Mit weniger Schema F und mehr Originalität.

Übrigens: Mach Schluss mit dem Perfektionismus, der widerspricht sich inhärent mit Kreativität. Wie Juergen Schaefer in der Geo Wissen schreibt: „Die Idee der Perfektion birgt einen totalitären Impuls in sich: Wer Fehlerlosigkeit fordert, befindet sich im Besitz der absoluten Wahrheit und duldet keine Abweichung.“

Zum Schluss noch ein paar falsche Mythen über Kreativität:

  • Kreativität ist kein Mindset, sondern eine Fähigkeit. Du kannst sie trainieren.
  • Es gibt nicht die eine Hirnregion, die für Kreatives verantwortlich ist. (Creativity Lab, Drexel University, Philadelphia)
  • Kaffee und Alkohol machen nicht kreativer. Dazu gab es in Studien keine Belege. Ist vielleicht nur Placebo oder im Falle von Alkohol gesunkene Hemmungen. Wenn dir Kaffee hilft, gönn ihn dir – aber verlass dich nicht drauf.
  • Musik fördert kreative Ideen, aber sobald sie ausgearbeitet werden müssen, stört sie. Auch wenn es darum geht, kreative Lösungen für konkrete Probleme zu finden, blockiert sie.
  • Kreative Menschen sind nicht risikobereiter als andere.
  • Männer sind nicht kreativer als Frauen. Dieselbe Arbeit von einem Mann wird kreativer eingestuft als von einer Frau. Hier liegt’s am Bias in der Bewertung, nicht an der Kreativität der Urheber:innen. (Duke University, USA)
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