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Smartthings im Test: Samsung zieht in deutsche Smarthomes ein

Smartthings vernetzt jetzt auch hierzulande smarte Geräte diverser Hersteller – aber ein Schwerpunkt liegt noch auf Unterhaltungs- und Haushaltsgeräten von Samsung. (Foto: t3n)

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Was kann Samsungs Smarthome? Um auszuprobieren, wie gut sich das Zuhause mit der IoT-Lösung der Koreaner automatisieren lässt, hatten wir die Plattform Smartthings im Test.

Bei Smartphones und Smart TVs ist Samsung hierzulande ein Platzhirsch, in Sachen Smarthome hingegen ein Underdog. Mit der Plattform Smartthings drängt der Konzern jetzt mit aller Kraft ins Revier von Automatisierungsplattformen wie Apples Homekit oder Telekom Magenta – mit Abstrichen auch in das Feld von Amazon Alexa und Google Home. In den USA ist Samsungs System schon populär. Nach einem Versuchsballon im Jahr 2018 mit Vodafone zieht eine Smartthings-Schaltzentrale mit vollem Funktionsumfang nun auch in deutsche Haushalte ein. Damit lässt sich das Zuhause zu einem Smarthome nachrüsten, sodass sich passende Technik mit nur einer App, einem Sprachbefehl oder sogar ganz automatisch steuern lässt – soweit die Theorie. Wie sieht das in der Praxis aus? Warum sollte jemand dazu greifen, obwohl es doch schon etablierte Alternativen gibt? Das wollten wir wissen und hatten daher Samsungs Smartthings im Test.

Smartthings im Test: Diese Hardware ist kompatibel

2014 hat sich Samsung das damals zwei Jahre junge Startup Smartthings einverleibt und dessen Plattform seitdem weiterentwickelt. Laut der Übersicht im Web und in der Smartthings-App lassen sich über 850 Geräte diverser Hersteller damit steuern, wobei längst nicht alle in Deutschland regulär erhältlich sind. Kein Vergleich also zu beiden größten Alternativen: Mit Amazon Alexa verstehen sich über 100.000 kompatible Produkte, mit Google Home über 10.000 Produkte. Allerdings steht dort die reine Sprachbedienung im Vordergrund, während automatische Abläufe noch Nebensache sind. Smartthings bietet umfangreichere Steuermöglichkeiten und ist daher eher mit der komplexeren Smarthome-Plattform von Apple zu vergleichen. Im Vergleich zu den über 350 kompatiblen Homekit-Geräten kann sich Samsungs Auswahl sehen lassen.

Dabei sticht Smartthings im Test durch sein dreisäuliges Hardware-Ökosystem heraus, das so kein anderes System bietet. Das umfasst derzeit:

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  • Rund 570 Unterhaltungs- und Haushaltsgeräte von Samsung. Dazu zählen Smart TVs, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Saugroboter, Kühlschränke und mehr. So sind etwa seit 2016 alle Samsung-Fernseher von der Mittelklasse aufwärts über Smartthings steuerbar. So viel Auswahl aus diesen Bereichen hat kein anderes System in petto. Dafür ist Smartthings bisher aber auch auf Samsung-Geräte beschränkt.
  • Fünf Smarthome-Sensoren von Samsung. Als Basisausstattung fürs Smarthome bietet Samsung im Gegensatz zu vielen anderen Plattformen eine Handvoll sensorgesteuerte Geräte unter eigener Marke an. Das umfasst einen smarten Zwischenstecker, Funkknopf, Wasser-, Bewegungs- und Kontaktsensor. Mit dem Galaxy Home Mini könnte 2020 auch endlich ein smarter Lautsprecher folgen.
  • Etwa 280 Smarthome-Geräte von Drittherstellern. Als herstellerübergreifende Plattform für das Internet of Things (IoT) vereint Samsung einem bunten Mix aus Champions und Exoten. Mit Philips Hue, Ikea, Lifx, Nanoleaf, Innr, Osram, Fibaro, TP-Link, Sonos, Bose, Netatmo, Ring und Yale sind beispielsweise viele populäre Anbieter dabei. Zusätzlich nennt die Smartthings-App noch über 60 weitere teils sehr exotische Marken und Geräte, die zwar auf die Schnittstelle zugreifen können, aber von Samsung noch nicht geprüft und abgenommen sind.

Die Spannbreite der abgedeckten Produktkategorien ist groß. Allerdings beschränkt sich die Auswahl oft auf jeweils eine oder zwei Marken. Viele im deutschen Markt gängige Hersteller suchen wir noch vergebens. Die internationalen Champions sind aber vertreten – insbesondere bei Leuchtmitteln ist das Angebot breit. Große Lücken klaffen hingegen beispielsweise bei Heizkörperthermostaten oder Lichtschaltern. Welche Geräte und Marken wirklich kompatibel sind, ist in der Web- und App-Übersicht nicht immer zuverlässig ersichtlich. So sind Sonos, Netatmo und Nanoleaf in der Suchmaske nicht gelistet, lassen sich aber trotzdem einbinden. Steht „Works with Smartthings“ auf der Produktverpackung, ist das Zusammenspiel auf jeden Fall garantiert.

Samsung Smart-TV und Ring Videotürkling

Huch, wer klingelt denn da? Mit Smartthings arbeiten Samsung-Geräte mit denen von Drittherstellern zusammen. Wenn die Ring-Videotürklingel läutet, spielt sie ein Bild auf einen Samsung-Fernseher ein. (Foto: t3n)

Die Chance, dass hierzulande zumindest ein Teil des eigenen Smarthomes nicht direkt mit Samsungs System harmoniert, ist derzeit noch groß. Über den Umweg der IoT-Plattformen IFTTT und Conrad Connect lassen sich zwar auch diverse weitere Produkte hinzufügen. Das erfordert aber mehr Fummelei als bei einem nativen Zusammenspiel.

Samsungs Sensoren für Smartthings im Test

Wer noch wenig oder kein Smarthome-Zubehör besitzt, dem gibt Samsung für den Einstieg fünf Sensoren an die Hand. Die Geräte sind verhältnismäßig günstig, dezent designt und können mehr als andere Modelle. Denn unter anderem steckt in allen Geräten zusätzlich ein Temperatursensor, obwohl der Haupteinsatzzweck gar nicht das Raumklima ist. Egal, welchen Sensorwert für welche Schaltsituation wir mit Smartthings im Test auch ausprobiert haben – das Samsung-Zubehör reagiert einwandfrei ohne nennenswerte Schaltzeit.

Der Smartthings Water Leak Sensor schlägt Alarm, wenn sich beispielsweise unter dem Waschtisch oder der Waschmaschine eine Pfütze bildet. (Foto: t3n)

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Für jeweils rund 30 Euro gibt es einen Funkknopf, einen Kontaktsensor für Türen und Fenster, einen Bewegungssensor und einen Wassersensor. Die smarte Funksteckdose Smartthings Outlet kostet mit 45 Euro etwas mehr. Dafür lässt sich damit auch der Energieverbrauch des angeschlossenen Geräts messen. Der Zwischenstecker mit 2.500 Watt Schaltleistung ist relativ kompakt und lässt sich per Taste auch am Gerät bedienen. Eine blaue, etwas nervig helle Leuchtdiode signalisiert, ob die Steckdose gerade aktiv ist.

Der Smartthings Multipurpose Sensor ist ein zweiteiliges Zubehör, das erkennt, ob ein Fenster oder eine Tür offen steht. Praktisch: Durch den eingebauten Vibrationssensor eignet sich das Gerät prima als Klopf-Detektor an der Haustür. Wer stattdessen Bewegungen als Auslöser für eine Smarthome-Automation verwenden will, greift zum Smartthings Motion Sensor. Er klebt an der Wand oder steht auf einer Fläche. Dank eines praktischen magnetischen Kugellagers lässt er sich einfach ausrichten.

Funkgesteuerte Lampen und andere Verbraucher sind mit dem Smartthings Button aus der Ferne bedienbar. Welche Funktion er durch einen oder zwei kurze sowie einen langen Fingerdruck auslöst, lässt sich frei belegen. Der Druckpunkt des dezenten Funkknopfes ist angenehm präzise.

Samsungs Sensoren-Riege komplettiert der Smartthings Water Leak Sensor. Anders als viele vergleichbare Modelle erkennt das schlanke und kleine Gerät sowohl oben als auch unten, ob es alarmierend feucht ist.

Die Zigbee-Steuersignale empfängt das Samsung-Zubehör über die Schaltzentrale namens Smartthings Hub V3. Sie kostet 90 Euro und ist für den Einsatz von Zubehör mit Zigbee- und Z-Wave-Funk zwingend nötig. Die flache weiße Box ist so kompakt und elegant gestaltet, dass sie niemand verschämt im Schrank verstecken braucht. Weil der Smartthings Hub neben LAN auch per WLAN Kontakt mit dem Internet aufnimmt, kann er auch etwas weiter weg vom Router stehen.

Smartthings im Test einrichten

Alle Fäden von Smartthings laufen in der Smartphone-App für Android und iOS zusammen. Daher ist sie auch der Startpunkt für die Inbetriebnahme. Ohne ein Cloud-Konto geht nichts. Wer bereits auf einem Galaxy-Smartphone einen Samsung-Account angelegt hat, verwendet diesen auch hier. Andernfalls richtet ihr euch ein neues Smartthings-Konto ein.

Als nächstes folgt das Hardware-Herzstück – der Smartthings Hub V3. Das Gateway dient als Dolmetscher für alle Geräte, die nicht direkt per WLAN, sondern mit Zigbee und Z-Wave funken. Diese verbindet der Hub über das WLAN oder LAN des Routers mit dem Internet und macht auf diese Weise eine Fernsteuerung per App, Sprache oder automatischer Regel erst möglich.

Wie auch die Sensoren von Samsung binden wir den Hub ins System ein, indem wir einen QR-Code auf der Rückseite per Smartphone fotografieren. Das geht schnell und einfach. Zubehör von Drittherstellern mit Smartthings im Test zu verknüpfen, ist zum Teil umständlicher. So müssen wir etwa Ikea-Lampen sechsmal ein- und ausschalten, bevor der Setup-Modus startet.

Den Smartthings Hub und die Sensoren von Samsung lassen sich einfach mit einem QR-Code verknüpfen. (Screenshot: t3n)

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Insgesamt aber lässt sich das System von Smartthings selbst für Einsteiger leicht einrichten. Das Bedienkonzept hält den Einrichtungsaufwand klein.

Theoretisch macht das System sogar den platzhungrigen Einsatz weiterer Smarthome-Gateways überflüssig. Über den Smartthings Hub V3 lässt sich Zubehör nämlich auch gleich auf den aktuellen Firmware-Stand halten. Normalerweise ist für ein Update jeweils das Hersteller-Gateway nötig. Ob das wirklich gut klappt, können wir aber nicht beurteilen, weil im Testzeitraum keines der verknüpften Geräte eine neue Firmware brauchte.

Smartthings im Test mit App und Sprache bedienen

Die Smartthings-App ist der Dreh- und Angelpunkt in Samsungs Bedienkonzept. Sie läuft unter Android und iOS sowie auf Smart TVs und Family-Hub-Kühlschränken von Samsung. Die App für Galaxy-Smartwatches ist im deutschen Store noch nicht verfügbar. Auf eine Weboberfläche für den Browser verzichtet Samsung. Wir haben ein iPhone mit der App für Smartthings im Test ausgestattet – für Apple-Nutzer ist der Einsatz des Systems also kein Problem.

Die Steueranwendung ist übersichtlich, selbsterklärend und ansehnlich gestaltet. Die pastellfarbenen Hintergründe verleihen der Oberfläche wohnliches Flair. Das Hauptfenster zeigt alle Geräte des Zuhauses in großen Kacheln an. Mit dem Plus-Zeichen oben rechts fügen wir neue Geräte, Szenen, Regeln und Mitglieder zur Smarthome-Steuerung hinzu. Das gleiche bietet auch ein Seitenmenü, das per Hamburger-Icon erreichbar ist. Dort sind außerdem Tutorials für Einsteiger zu finden. Ferner listet ein Verlauf auf, welches Gerät wann eine Aktion ausgeführt hat.

Was lässt sich in der App von Smartthings im Test steuern? Beispielsweise können wir einzelne Glühbirnen oder smarte Steckdosen und andere Geräte ein- und ausschalten. Welchen Energieverbrauch die smarte Steckdose misst, sehen wie hier ebenfalls ein.

Die Smartthings-App listet alle Geräte übersichtlich in großen Kacheln auf. (Screenshot: t3n)

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Für smarte Lampen von Philips Hue lassen sich Szenen mit Wunschfarbe anlegen – allerdings nur in Volltönen. Lampenübergreifende Farbverläufe benötigen weiterhin die Hue-App. Cool: Verknüpfte Sonos-Lautsprecher können wir von der Smartthings-App aus mit Musik bespielen. Verfügbar sind alle Favoriten, die wir zuvor in der Sonos-App hinterlegt haben.

Auf Sprachbefehle hört Smartthings im Test ebenfalls. Auf Samsung-Geräten ist dafür der hauseigene Sprachdienst Bixby verfügbar. Gegen Alexa und Google Assistant versperrt sich Samsung aber auch nicht. Per Alexa-Skill und in der App von Google Home lässt sich ein Zugriff auf Szenen und Geräte in Smartthings herstellen. Dadurch können wir im Test die smarte Samsung-Steckdose über einen Amazon Echo und einen Google Home problemlos ein- und ausschalten.

Das Smarthome mit Smartthings im Test automatisieren

Statt Geräte einzeln oder in Gruppen händisch zu schalten, lassen sich solche Aktionen mit Smartthings auch automatisieren. Dabei helfen Regeln, die Sensoren und Zielgeräte nach dem populären Prinzip von „If This, Then That“ logisch verknüpfen.

Auf diese Weise lässt sich beispielsweise das Licht per Bewegungssensor einschalten oder die Waschmaschine per smarter Steckdose automatisch vom Strom trennen, wenn der Wassersensor anschlägt. Und wer Smartthings seine GPS-Standortdaten wissen lässt, muss nicht mehr selbst daran denken, alles auszuschalten, wenn er das Haus verlässt. Die vier Auslöser Gerätestatus, Uhrzeit, GPS-Standort und Standortmodus (Ab- und Anwesenheit) lassen sich kombinieren und ermöglichen somit auch komplexere Automatisierungen.

Anhand von Regeln können wir mit Smartthings im Test unser Zuhause automatisieren. Zur Inspiration unterbreitet die App Vorschläge. (Screenshot: t3n)

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Den Start erleichtern sollen gebrauchsfertige Automatisierungsschablonen namens Smart Apps, die zum Teil Samsung, zum Teil andere Nutzer bereitstellen. Sie reduzieren den Aufwand nicht unbedingt, dienen aber als Inspiration dafür, was möglich ist. Ein Highlight ist die Vorlage „Lautsprecher-Companion“. Diese Text-zu-Sprache-Funktion verwandelt smarte Lautsprecher in ein Megaphon.

Schlägt der Wassersensor Alarm, vermeldet eine synthetische Stimme auf einer Sonos-Box „water leak sensor detected flood“. Dieser Text ist vorgegeben. In anderen Fällen können wir den Hinweis selbst formulieren. Etwa, wenn der Smartthings Multipurpose Sensor eine Vibration an der Tür bemerkt hat und wir uns von Sonos warnen lassen sollen, dass es geklopft hat. Weil Smartthings im Test die Sprache allerdings nur auf Englisch ausgibt, klingt das unfreiwillig komisch. Bitte eine deutsche Sprachsynthese nachschieben, Samsung!

Was noch besser werden darf

Insgesamt empfinden wir Smartthings im Test als eine sehr ausgereifte Plattform, dennoch begegnen wir dem ein oder anderen Manko.

Dass Sprachdurchsagen mit smarten Lautsprechern nur auf Englisch oder Koreanisch funktionieren, zeigt, dass Samsung in Deutschland noch am Anfang steht. Auch die deutschen Hilfeseiten sind noch nicht so umfangreich wie auf Englisch.

Ferner wünschen wir uns mehr Pflege der Produktdatenbank. Dass noch nicht alle kompatiblen Produkte gelistet sind, ist eher ein Eigentor für Samsung. Dagegen für Nutzer in der Praxis lästig sind die zum Teil verwirrenden Modellbezeichnungen beim Hinzufügen neuer Samsung-Sensoren. Um welches der vorgeschlagenen Geräte es sich wirklich handelt, ist mitunter nur durch Ausprobieren herauszufinden.

Auch vor krassen Seltsamkeiten ist die Software noch nicht gefeit. So wollten wir nach einer routinemäßigen Änderung unseres WLAN-Passworts den Smartthings Hub V3 erneut ins Netz einbinden – fanden in der App aber keine Möglichkeit dazu. Am Ende blieben bloß das vollständige Rücksetzen und erneute Einrichten der Schaltzentrale übrig. Zwar bewahrte die App dabei Szenen und Geräte von Drittherstellern, doch alle Samsung-Produkte verschwanden aus der App und bedurften eines neuen Setups. Bei einem großem Samsung-Fuhrpark bedeutet das viel Aufwand. Mit einem Patch erspart der Hersteller seinen Nutzer dies hoffentlich bald.

Fazit zu Smartthings im Test: Samsungs Smarthome ist solide, aber noch ausbaufähig

Samsung erscheint hierzulande spät zur Smarthome-Party, hat den Vorlauf aber gut genutzt und legt mit Smartthings im Test einen Achtungserfolg hin. Das Zuhause damit bequem fernzubedienen, dürfte selbst Einsteigern leichtfallen. Die Software ist schick und intuitiv, reagiert schnell und insgesamt zuverlässig. Erfahrene Anwender freuen sich über die umfangreichen Möglichkeiten zur Automatisierung. Ein Highlight sind dabei Sprachdurchsagen mit vernetzten Lautsprechern etwa von Sonos.

Als ein großes Manko erweist sich bei Smartthings im Test jedoch noch die Geräteauswahl. Sie deckt eine gute Basis in vielen Produktkategorien ab, hat aber ihren Schwerpunkt derzeit zu sehr auf Geräten aus eigenem Hause. Viel speziell in Deutschland gängiges Smarthome-Zubehör fehlt noch. Die kompatiblen internationalen Champion-Marken findet ihr auch bei anderen Systemen zu Genüge. Die Sensor-Hardware, die Samsung unter eigener Marke anbietet, reicht nicht, um die Lücke zu schließen, ist aber wegen des günstigen Preises und guten Funktionsumfangs empfehlenswert.

Gerätekategorien bei SmartThings

Smartthings deckt bereits viele Produktkategorien ab. Jetzt muss Samsung noch mehr in Deutschland relevante Marken für das System begeistern. (Screenshot: t3n)

Wie schnell es Samsung gelingt, mehr relevante Partnermarken auf dem deutschen Markt für das eigene System zu gewinnen, um damit breit aufgestellten Automatisierungsplattformen wie Apple Homekit, Telekom Magenta oder Conrad Connect Paroli zu bieten, bleibt abzuwarten. Mit Amazon und Google wird sich Samsung wohl nicht messen können. Das Duo spielt aber ohnehin in einer anderen Liga und spricht vorerst auch nicht den gleichen Anwenderkreis an.

Ob es Samsung mit dem Einzug in Internet of Things wirklich ernst meint, wird sich außerdem an anderer Stelle zeigen müssen. Denn das Smarthome ist vor allem ein Software-Business, bei dem es gilt, Plattformen um neue Funktionen zu erweitern und deren Schnittstellen zu pflegen. Samsung ist im Kern aber nach wie vor eine Hardware-Company, die in eher kurzen Produktlebenszyklen denkt. Ob sich Samsung mit Smartthings auch dann einen langen Atem bewahrt, wenn der aktuelle IoT-Hype einer bodenständigeren Betrachtung weicht, ist eine offene Frage.

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