Analyse

Shopping-Trends: So könnten wir in 5 Jahren einkaufen

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2. Lebensmittel und Dinge des täglichen Lebens werden immer häufiger online gekauft – darin steckt das meiste Wachstum

Amazon erobert den Lebensmittelhandel – und wird damit erneut zum Schrittmacher und Bestimmer einer Branche, die (zumindest in Deutschland) in den vergangenen Jahrzehnten nicht durch übermäßige Margen gesegnet war. Nicht erst seit der Übernahme der US-Biosupermarktkette Whole Foods ist klar, dass der Onlineriese auch im Lebensmittelumfeld seine Möglichkeiten auslotet – Europa wird 2018, spätestens 2019 folgen.

Beunruhigen dürfte das vor allem Anbieter wie Rewe oder Allyouneed, die in demselben Geschäftsfeld aktiv sind und sich über die Jahre um Akzeptanz bemüht haben. Doch wachsen auch für diese die Chancen: Denn wenn die Deutschen erst einmal den Lebensmittelkauf online für sich entdeckt haben, werden sie dies (wie bereits heute die Briten und Amerikaner) auch häufiger tun. Und spätestens dann wird es Versand-Flatrates wie beispielsweise in Großbritannien geben.

Supermarktketten experimentieren mit verschiedenen Modellen der Kundenversorgung. Immer häufiger werden Kunden dabei nicht mehr in die Filiale müssen, sondern können sich die gewünschten FMCGs per Online-Shopping kommen lassen. (Foto: Andrey_Popov/Shutterstock)

Dabei werden wir nicht ausschließlich online oder offline einkaufen. Das Bestellen von Lebensmitteln wird aber in nächster Zukunft populärer werden: für den großen und schweren Vorratseinkauf einerseits, aber auch für die spontane Versorgung mit frischen Lebensmitteln aller Art andererseits, wenn sich Gäste angesagt haben oder man aus anderen Gründen nicht den Weg zum nächsten Supermarkt machen will oder kann.

Der Kuchen, den es zu verteilen gilt, ist groß: 176 Milliarden Euro Umsatz machte der deutsche Lebensmittelhandel laut GfK im vergangenen Jahr und selbst wenn es bis 2020 nur ein Marktpotenzial für rund acht bis zehn Prozent dessen für den Lebensmittelverkauf online gibt (zu diesen Zahlen kam jüngst die Unternehmensberatung Oliver Wyman in einer Studie), ist eine Verzehnfachung aus heutiger Sicht noch drin.

Zur notwendigen Bedingung wird dabei aber immer mehr die taggleiche Zustellung auch im ländlichen Raum. Denn Kunden sind immer weniger bereit, auf Lieferungen zu warten und wollen sie zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort vorfinden – das kann auch eine Packstation oder der eigene Kofferraum sein. Eins aber werden wir wohl nicht erleben, auch wenn erste Pilotversuche in den USA das suggerieren: dass wir dem Paketboten den Zugang zu unserer Wohnung gestatten, während wir nicht zu Hause sind.

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