Analyse

WWDC 2019: Mac Pro, iOS 13, macOS 10.15 – und was Apple noch zeigen könnte

Apple WWDC 2019. (Bild: Apple)

Am Montag startet Apples große Entwicklerkonferenz WWDC 2019 mit der Keynote, in der Tim Cook und sein Team die wichtigsten Neuerungen um iOS 13, macOS 10.15, watchOS 6 und mehr präsentieren werden. Damit ist zu rechnen.

Am Montag, den 3. Juni, ist es ab 19 Uhr (MESZ) wieder soweit: Im Zuge der alljährlichen Entwicklerkonferenz Apples, der WWDC, stehen das Ökosystem des Konzerns, neue Tools und die Software-Plattformen im Fokus. Das Event, vor allem die montägliche Keynote, ist nicht nur für Entwickler, sondern auch für Technikinteressierte und Apple-Fans von Interesse, denn der Konzern zeigt dann erstmals, welche neuen Funktionen iOS, macOS, watchOS, tvOS und die vielen weiteren Produkte erhalten werden. Manchmal gibt es auch Hardware zu sehen – dieses Jahr vermutlich sogar etwas ganz Besonderes.

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WWDC 2019: So verfolgt ihr das Apple-Event im Livestream oder per -Ticker

iOS 13 mit Dark Mode und vielen weiteren Neuerungen

iOS 13: So soll der Darkmode aussehen. (Bild 9to5 Mac)

iOS 13: So soll der Dark Mode aussehen. (Bild 9to5 Mac)

Im Zuge der Keynote wird sich Apple garantiert seinen Software-Plattformen widmen. So werden unter anderem die neuen Funktionen von iOS 13 präsentiert, die im Herbst auf kompatiblen iPhones und iPads landen werden. Es heißt, dass das diesjährige iOS-Update zahlreiche Neuerungen enthält, die Apple beim Update auf iOS 12 zurückgehalten hatte, damit Entwickler mehr Zeit hatten, sich um Performance und Qualität zu kümmern.

Eines der iOS-13-Highlights wird zweifelsohne der bereits bestätigte Dark Mode sein, der schon seit Jahren erwartet wird. Insbesondere bei iPhones mit OLED-Display dürfte sich der Dunkelmodus unter anderem auf eine bessere Akkulaufzeit auswirken.

iOS 13 – so könnte die neue Lautstärkeregelung aussehen. (Bild 9to5Mac)

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Das ist aber bei Weitem nicht das einzige neue Feature: Es ist ferner die Rede von neuen Gesten und einem überarbeiteten Homescreen für iPads, mit dem sich die Geräte noch mehr wie Notebooks nutzen lassen sollen. Auch ein besseres Dateimanagement, Multi-Window-Verwaltung und Maus-Unterstützung sollen Einzug halten.

Eine Übersicht der kommenden iOS-13-Features findet ihr in folgendem Artikel:

iOS 13: Diese Funktionen soll das nächste große Update bringen

macOS 10.15: Universelle Apps und Aus für iTunes

Mit macOS 10.15 sollt ihr euer iPad zum Zweit-Display à la Luna-Display oder Zeichen-Tablet machen können. (Bild: 9to5Mac)

Mit macOS 10.15 sollt ihr euer iPad zum Zweit-Display à la Luna-Display oder Zeichen-Tablet machen können. (Bild: 9to5Mac)

Mit macOS 10.15 will Apple iOs und sein Desktop-OS nicht miteinander verschmelzen – das wird auch laut Software-Chef Craid Federighi nie passieren – die beiden Plattformen rücken allerdings näher aneinander. Denn das zur WWDC 2018 angekündigte Project Marzipan wird weiter ausgerollt. Damit können Entwickler mit wenig Aufwand ihre iOS-Apps auf macOS portieren und so zusätzliche Entwicklungsarbeit sparen. Die Apps sollen sich wie native Desktopanwendungen anfühlen und per Maus bedienbar sein.

Die ersten Marzipan-Apps sollen Apples eigene Anwendungen Musik, Podcasts, Apple TV und Bücher sein, außerdem könnte iMessage für den Desktop auf dieser Plattform basieren. Mit den Einzelapps soll das Softwareungetüm iTunes eingestampft werden.

macOS 10.15 – Screenshot der neuen TV-App. (Bild: 9to5Mac)

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Weiter wird gemunkelt, dass ihr mit macOS 10.15 euer iPad als externes Display und Wacom-Tablet einsetzen könnt. Damit könnten die Anwendungen Luna-Display und Duet obsolet werden.

Was Apple noch für macOS 10.15 in Planung haben soll, findet ihr hier:

macOS 10.15: Diese Neuerungen könnte das nächste große Update bringen

WWDC 2019: Updates für watchOS 6 und TV OS 13

Apples watchOS 5 wird im Herbst von watchOS 6 abgelöst. (Bild: Apple)

Die Apple Watch wird mit watchOS 6 weitere Features erhalten, um noch unabhängiger vom iPhone zu werden. So soll die Plattform einem Bericht von Bloomberg zufolge einen eigenen App-Store erhalten, um Anwendungen ohne Umwege über das iPhone installieren zu können.

Weiter werde watchOS 6 eine Notizen-App erhalten, mit der Inhalte per Sprache festgehalten und per iCloud auf macOS und iOS synchronisiert werden können. Zudem sollen auch Animoji und Sticker für Nachrichten und auch die Bücher-App für Hörbücher auf die Apple Watch kommen, meint Bloomberg.

Darüber hinaus werden nach dem letzen EKG-Update weitere Gesundheitsfunktionen Einzug halten: So soll watchOS 6 eine Erinnerungsfunktion für die Einnahme von Tabletten und eine Funktion zur Verfolgung von Menstruationszyklen bringen. Außerdem soll es Updates für Ziffernblätter und neue Komplikationen geben – etwa für den Status von Hörbüchern oder den Akkustand von Hörgeräten.

Für Apples tvOS 13 werden keine allzu großen Updates erwartet. Der Konzern hatte schon im März ein eigenes Event für seine Unterhaltungsdienste veranstaltet, auf dem eine neue Apple-TV-App und weitere Dienste angekündigt wurden. Womöglich gewährt Apple noch einen weiteren Vorgeschmack auf seinen Apple-TV-Plus-Service und kündigt weitere exklusive Shows und Partnerschaften an, bevor er im Herbst an den Start geht.

Hardware auf der WWDC 2019? Mac Pro und 6K-Display!

Bald „für die Tonne“: Der 2013 vorgestellte Mac Pro bekommt einen Nachfolger. (Bild: Apple)

Die WWDC ist im Grunde keine Hardware-Veranstaltung, dennoch hatte Apple in den vergangenen Jahren oftmals einen Vorgeschmack auf größere Neuerungen gezeigt, die im Verlaufe des Jahres in den Handel kommen sollen. Hier seien der tonnenförmige Mac Pro, der iMac Pro oder Apples Smartspeaker Homepod erwähnt. In diesem Jahr können wir davon ausgehen, dass Apple einen erste konkrete Informationen über seinen schon 2017 versprochenen neuen Mac Pro veröffentlicht, der sich vor allem an Profinutzer richten soll.

Eines der Highlights des neuen Mac Pro soll die hochgradige Modularität sein, wodurch Nutzer den Rechner selbst upgraden können. Das war bei der schwarzen „Mülltonne“ leider nicht gegeben.

23,7-Zoll LG UltraFine 4K Display. (Bild: Apple; LG)

Neben LGs Ultrafine Displays wird es wohl bald wieder einen Bildschirm aus dem Hause Apple geben. (Bild: Apple; LG)

Passend zum Profi-Mac wird Apple in diesem Jahr sein Thunderbolt-Display wieder aufleben lassen. Zwar bietet das Unternehmen auch LGs Ultrafine-Displays an, der neue hauseigene Bildschirm scheint jedoch in einer ganz anderen Liga zu spielen, wenn die Gerüchte stimmen. Der neue Bildschirm soll mit 6K (6.144 x 3.072 Pixel) auflösen und eine Diagonale von 31,6 Zoll besitzen. Wie der Mac Pro dürfte das neue Display erst später im Jahr auf den Markt kommen.

Reine Spekulation unsererseits: Nachdem Apple erst kürzlich seine MacbookPro-Modelle aktualisiert hat und das Air im Oktober neu aufgelegt wurde, könnte Apple sein mittelteures und kompaktes Zwölf-Zoll-Macbook im Zuge der WWDC auffrischen. Neben schnelleren Prozessoren – vielleicht Intels neue Ice-Lake-Chips – könnte der kleine Mac auch einen Fingerabdrucksensor erhalten.

Wir werden am Montag wieder einen WWDC-Liveticker für euch bereitstellen und euch zeitnah über alle Neuerungen in Artikelform auf dem Laufenden halten.

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