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AMP

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AMP steht für Accelerated-Mobile-Pages (deutsch: beschleunigte mobile Seiten) und beschreibt ein Open-Source-Projekt von Google, mit dem schnell ladende mobile Websites erstellt werden können. Ladezeiten sollen so auf mobilen Geräten merklich verkürzt werden, um das Nutzererlebnis zu verbessern. Das Projekt wurde 2015 von Google ins Leben gerufen.

Was ist AMP?

Mit Accelerated-Mobile-Pages versucht Google einen Standard für die mobile Internetnutzung zu schaffen, der selbst bei geringer Bandbreite ein schnelles Laden von Seiten ermöglicht. Das Webframework ist stark limitiert und vor allem auf Performance ausgelegt. Die durchschnittliche Ladezeit einer AMP-Seite beträgt dabei laut Google nur 0,7 Sekunden. Solche Ladezeiten werden dadurch erreicht, dass AMP auf etliche CSS- und HTML-Objekte sowie viele Javascript-Programme verzichtet. Zudem speichert Google die AMP-Seiten auf eigenen Servern und verfügt so über einen eigenen Cache mit Daten, die ausgeliefert werden können. Dadurch erscheinen die wesentlichen Elemente einer Seite direkt nach dem Klick, während Bilder, Videos und Werbebanner nachgeladen werden. Damit ist AMP Googles Antwort auf Apple News und die Instant Articles von Facebook.

AMP-Seiten werden in den Suchergebnissen mit einem Blitz-Symbol gekennzeichnet. Newsbasierte AMP-Seiten werden zudem zu einem Schlagzeilen-AMP-Karussell zusammengefasst, in dem Nutzer zwischen mehreren Meldungen hin und her wischen können.

Waren zu Beginn nur ausgewählte Partner aus dem Publisher-Bereich am AMP-Projekt beteiligt, werden AMP-Seiten weltweit inzwischen von über 31 Millionen Domains genutzt. Umfassende Informationen stellt Google auf der Website des AMP-Projektes bereit.

Vorteile und Nachteile von AMP

Der größte Vorteil von AMP liegt natürlich vor allem in den extrem kurzen Ladezeiten. Da über 40 Prozent der Nutzer eine Seite wieder verlassen, wenn sie nicht binnen drei Sekunden geladen ist, haben Seitenbetreiber mit AMP-Seiten die Möglichkeit, Absprungraten zu vermindern. Mit verbesserter Ladezeit und Nutzersignalen sind so also gleich zwei SEO-Faktoren optimiert. Die prominente Darstellung und Platzierung von AMP-Seiten in den Suchergebnissen sorgt außerdem für mehr Aufmerksamkeit und kann so die Klickraten verbessern und den Website-Traffic erhöhen. Ein weiterer Vorteil, der vor allem die Nutzer betrifft, ist der geringere Verbrauch von Datenvolumen.
AMP-Seiten warten aber auch mit ein paar Nachteilen auf. So sorgt der reduzierte Einsatz von CSS und HTML für ein minimalistisches Design, sodass das eigene Branding nicht in vollem Maße umgesetzt werden kann und sich die eigene AMP-Seite optisch kaum von der Konkurrenz unterscheidet. Zudem können bestimmte Elemente wie 360-Grad-Produkt-Fotos, Nutzer-Abstimmungen oder interaktive Karten nicht eingebunden werden. Auch das Nutzertracking ist nicht so granular wie auf normalen Websites möglich.

Erfahrt auf dieser Seite alles rund um das Thema AMP.

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