Blackberry

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Bereits 1999 brachte das 1984 von Mike Lazaridis gegründete kanadische Unternehmen RIM (Research in Motion), heute Blackberry, das erste Smartphone mit der charakteristischen physischen QWERTZ-Tastatur unter dem Namen Blackberry 850 auf den Markt. Das läutete das Zeitalter der mobilen Kommunikation ein. 2002 erschien das erste Blackberry 5810 mit integriertem Mobiltelefon. Das Unternehmen stellt aber auch Tablets und Business Software her.

Was macht Blackberry so besonders?

Blackberry-Geräte weisen wie andere Smartphones Kamera, LTE, WLAN, GPS und Prozessor auf – hier gibt es keine großen Unterschiede. Allerdings fällt beim Betriebssystem auf, dass die Modelle von Blackberry das hauseigene Blackberry OS Betriebssystem verwenden. Charakteristisch für Blackberry sind die physischen Tastaturen, auf die das Unternehmen lange Zeit nicht verzichten wollte, sowie das abgerundete Eck-Design. Das erste Blackberry 5810 war damals eine Neuheit, denn es vereinte E-Mail-Zugang und Kalender – mobil. Eine weitere Besonderheit ist der BES (Blackberry Enterprise Server), der die zu übertragende Datenmenge bewusst klein hält. So werden alle Daten speziell aufbereitet, komprimiert und portionsweise an das Endgerät ausgegeben. So können große Dateien auch bei schlechter Verbindung schnell geöffnet werden, denn der BES öffnet auf Aufforderung den Anhang, wandelt ihn in eine textorientierte Datei um und schickt sie bündelweise zum Client.

Was macht Blackberry heute?

Nachdem Blackberry die Technologieentwicklung beim Touchscreen 2008 verschlafen hat und unter Umsatzeinbrüchen litt, will sich das Unternehmen jetzt nicht mehr auf Smartphones beschränken, sondern sich auf zwei anderen Geschäftsfeldern weiterentwickeln: Software und Dienstleistungen. 2016 lagerte Blackberry das Hardwaregeschäft und die daran angeschlossene Entwicklung an externe Partner aus, um Kosten zu sparen, und wurde damit zum reinen Softwareanbieter. Doch das Unternehmen verkauft heute auch Sicherheitslösungen an andere Unternehmen, denn Blackberry kann alle notwendigen Sicherheitszertifikate vorlegen und ist somit überall dort im Geschäft, wo Daten besonders geschützt werden müssen. So werden Gespräche, Textnachrichten, sowie die E-Mail-Kommunikation geschützt. 2018 kaufte Blackberry für 1,4 Milliarden US-Dollar die auf künstliche Intelligenz und Cybersecurity spezialisierte Firma Cylance. Laut Blackberry-Chef John Chen soll in ferner Zukunft das Geschäft mit vernetzten und autonomen Fahrzeugen die Hälfte von Blackberrys Erlösen ausmachen.

Auf dieser Seite findet ihr immer die aktuellsten News, Trends und Entwicklungen von Blackberry.

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