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Office-Zwang bei Tesla: IG Metall unterstützt Widerstand in Deutschland

Das Ultimatum von Tesla-Chef Elon Musk, Mitarbeiter:innen müssten für 40 Stunden pro Woche zurück ins Büro oder könnten gehen, stößt in Deutschland offenbar auf Widerstand. Die IG Metall erklärte, sie stehe hinter Beschäftigten, die sich wehren wollen.

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Leere Fabrikhallen bei Tesla in Deutschland? (Foto: Shutterstock)

Wer nicht – für mindestens 40 Stunden pro Woche – ins Büro zurückkomme, werde entlassen, hatte Tesla-Chef Elon Musk seinen Mitarbeiter:innen in einer E-Mail gedroht. Sie könnten woanders so tun, als würden sie arbeiten, legte Musk später via Twitter nach. Er selbst, so der CEO des Elektroautobauers, arbeite 80 bis 120 Stunden pro Woche und schlafe auch in der Fabrik, wenn es darauf ankomme. Ob ein solches Ultimatum gut für die Arbeitsmoral ist, sei einmal dahingestellt. In Deutschland kommt der raue Ton offenbar nicht gut an.

IG Metall stellt sich hinter Tesla-Beschäftigte

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Denn in der deutschen Niederlassung soll sich Widerstand gegen die strikte Anweisung regen, wie Reuters berichtet. Das Ganze wird von der IG Metall unterstützt. Wer mit der Forderung nicht einverstanden sei und sich dagegen wehren wolle, habe in Deutschland die Macht der Gewerkschaften hinter sich, wie Birgit Dietze, Bezirksleiterin IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, in Richtung Musk wissen ließ. Die IG Metall hatte in den vergangenen Monaten offensiv auch um Tesla-Beschäftigte gebuhlt. Im Februar 2022 wurde über den Kopf des Konzernchefs hinweg im Tesla-Werk Grünheide ein Betriebsrat gegründet. Einige der Mitglieder gehören der IG Metall an.

Konkret dürfte es bei einer möglichen Gegenwehr gegen die das Tesla-Ultimatum für die IG Metall vor allem um eine Rechtsberatung, die Unterstützung von potenziellen Streiks oder den Aufbau von gesellschaftlichen und politischen Druck gehen. In Deutschland gibt es allerdings derzeit kein Gesetz, das Beschäftigten ein Recht auf Homeoffice zuschreiben würde. Die Bundesregierung arbeitet noch daran, Arbeitnehmer:innen in diesem Zusammenhang mehr Flexibilität zu ermöglichen.

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Tesla: Schwierige Arbeitsbedingungen

Der Druck müsste allerdings wohl schon sehr stark sein, damit Musk sich umstimmen ließe. In den USA hatte Musk zu Beginn der Coronapandemie seine Belegschaft aufgefordert, die Regeln zu unterlaufen und trotz Verboten zur Arbeit zu kommen. Einigen Mitarbeiter:innen, die aus Angst vor einer möglichen Ansteckung nicht zur Arbeit kommen wollten, soll gekündigt worden sein, wie Quartz berichtet. Auch darüber hinaus gelten die Arbeitsbedingungen bei dem E-Autobauer als schwierig. Wegen Rassismus- und Diskriminierungsvorwürfen musste Tesla im Herbst 2021 etwa einem Ex-Mitarbeiter rund 137 Millionen US-Dollar zahlen.

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Während sich andere Autobauer, darunter VW, BMW und Mercedes-Benz, an hybriden Arbeitsmodellen mit einem Mix aus Büro- und Homeoffice-Arbeit versuchen, macht sich Musk genau darüber lustig. Einige Unternehmen, so Musk in seiner E-Mail, würden ihre Mitarbeiter:innen nicht zum Bürobesuch verpflichten. „Aber wann haben die zum letzten Mal ein großartiges, neues Produkt auf den Markt gebracht? Das ist schon eine Weile her“, schrieb Musk. Unterschätzen sollte der Tesla-Chef mögliche Widerstände gegen seine Anweisungen aber auch nicht. Bei Apple etwa führte eine ähnliche Anordnung zu einem heftigen Zwist. Der iPhone-Hersteller musste schließlich zurückrudern.

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