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Samsung Galaxy S23 Ultra im Test: Fast wie ein S22 Ultra – nur viel besser

Das Samsung Galaxy S23 Ultra ist zwar sauteuer, den hohen Preis ist es unserer Meinung aber wert. Denn es hat im Test kaum Schwächen gezeigt und bietet eine Lebenszeit auf iPhone-Niveau.

13 Min. Lesezeit
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Überbleibsel der Note-Serie: Der S-Pen ist beim Galaxy S23 Ultra auch wieder an Bord. (Foto: t3n)

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Samsungs neues Super-Premium-Smartphone sieht auf den ersten Blick zwar so aus wie das Galaxy S22 Ultra (Test) vom letzten Jahr, der Hersteller hat die Neuauflage dennoch in vielen Belangen mächtig aufgewertet. Dabei spielen sich die Neuerungen, so relevant sie auch sind, nicht nur unter der Haube ab.

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Auch wenn das Galaxy S23 Ultra wegen seiner starken Ähnlichkeit zum Vorgänger zunächst langweilig anmutet, hat Samsung an vielen wichtigen Stellschrauben gedreht. Dabei ist die neue 200-Megapixel-Kamera nur eines der Highlights.

Samsung Galaxy S23 Ultra: Ähnliches, aber besseres Design

Samsungs Galaxy S23 Ultra und S22 Ultra Test

Samsungs Galaxy S23 Ultra und S22 Ultra unterscheiden sich auf den ersten Blick nur minimal voneinander. (Foto: t3n)

Fangen wir bei den Äußerlichkeiten an: Das S23 Ultra mutet auf den ersten Blick in der Tat nahezu identisch zum Vorgänger an. Es besitzt die gleiche eckige Gehäuseform, die Samsung von der Note-Reihe übernommen hat, um den Stylus besser zu integrieren. Auch das rückseitige Kameraelement mit seinen einzelnen Linsen wirkt zunächst wie beim S22 Ultra, jedoch besitzen die separaten Kameraringe größere Durchmesser. Das fällt aber nur im direkten Vergleich auf.

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 Samsung Galaxy S23 Ultra

Das Samsung Galaxy S23 Ultra. (Foto: t3n)

Frontseitig ist abermals ein großes 6,8-Zoll-Display zu finden, das mit einer mittig positionierten Selfie-Kamera bestückt ist. Im Unterschied zum S22 Ultra hat Samsung die seitliche Biegung um die Gehäuseseiten weiter reduziert. Laut Hersteller soll es so leichter sein, mit dem Stylus näher am Displayrand zu schreiben.

Das ist aber nur einer der Vorteile. Denn durch die reduzierte Krümmung konnte offenbar auch der Gehäuserahmen etwas dicker werden, sodass das Gerät besser zu greifen ist. Er ist im Unterschied zum S22 Ultra auch stärker abgeflacht, wodurch das S23 Ultra sicherer in der Hand liegen kann.

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Ein komplett planes Display, wie der Hersteller es beim Galaxy S23 und S23 Plus verbaut, wäre uns dennoch lieber gewesen – vielleicht wird ja beim S24 Ultra was daraus.

Samsung Galaxy S23 Ultra mit flacherer Gehäuseform

Das Samsung Galaxy S23 Ultra ist dank einer etwas flacheren Gehäuseform spürbar handlicher als das Galaxy S22 Ultra . (Foto: t3n)

Ein Leichtgewicht ist das S23 Ultra wahrlich nicht; es wiegt mit 233 Gramm in etwa so viel wie sein Vorgänger, aber etwas weniger als das iPhone 14 Pro Max (Test), das 240 Gramm auf die Waage bringt. In puncto Verarbeitung und Anmutung entspricht es einem absoluten High-End-Smartphone. Nichts knarzt, quietscht oder wackelt. Auch nach (Langstrecken-)Flügen neigt es nicht dazu, seltsame Geräusche von sich zu geben, wie es bei einer Charge der Vorgängergeneration zu beobachten war.

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Samsungs Galaxy S23 Ultra und S22 Ultra im Vergleich

Samsungs Galaxy S23 Ultra und S22 Ultra unterscheiden sich auf den ersten Blick nur minimal voneinander. (Foto: t3n)

Während manche Nutzer:innen stets zu einem schwarzen Modell greifen, bietet Samsung ein wenig Abwechslung bei den Farben: Das Galaxy S23 Ultra – wie auch die beiden weiteren Familienmitglieder – wird in den Farben Schwarz, Creme, Grün und Violett angeboten; überdies gibt es ins Samsungs eigenem Shop weitere exklusive Farbgebungen.

Der S-Pen des Samsung Galaxy S23 Ultra mit bekannten Features

Auf den Stift, den Samsung S-Pen nennt, gehen wir im Test nicht umfangreich ein. Er bietet weitgehend den gleichen Funktionsumfang des Vorgängers und dürfte nur von einem eher geringen Teil der Nutzer:innenschaft regelmäßig aus dem Gehäuse gezogen werden. Er funktioniert aber zuverlässig und schreibt mit geringer Latenz auf dem Bildschirm. Ebenso kann er je nach Klarheit geschriebene Schrift digitalisieren.

Samsung Galaxy S23 Ultra mit Stylus

Auf dem Samsung Galaxy S23 Ultra lassen sich per Stylus auch handschriftliche Notizen und Skizzen anfertigen. (Foto: t3n)

Im Unterschied zum S-Pen des Vorgängers, bei denen der Stylus in den Gehäusefarben gehalten wurde, ist er beim S23 Ultra stets schwarz. Ins Gehäuse verkehrt herum eingesteckt werden kann der S-Pen auch nicht mehr, wie es bei einem der Note-Vorgänger der Fall war.

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Ausgezeichnetes, helles Display

Wie eingangs erwähnt, steckt im Galaxy S23 Ultra ein Display mit 6,8-Zoll-Diagonale. Es unterstütz ab Werk eine Auflösung von 3.080 x 1.440 Pixeln, wobei sie wie beim Vorgänger auf Full-HD-Plus (2.316 × 1.080 Pixel) reduziert ist. Samsung macht das, um eine längere Laufzeit für sein Topmodell zu liefern. Ein sichtbarer Unterschied zwischen den beiden Auflösungen ist ohnehin nicht wirklich festzustellen.

Display des Samsung Galaxy S23 Ultra

Das Display des Samsung Galaxy S23 Ultra ist ausgezeichnet. (Foto: t3n)

Wie nicht anders zu erwarten, ist die Qualität des LTPO-OLED-Bildschirms vorzüglich und kontraststark. Die maximale Helligkeit gibt Samsung identisch zum S22 Ultra mit 1.750 Nits im Peak an. Damit lassen Inhalte auf dem Bildschirm auch im direkten Sonnenlicht gut erkennen. Ebenso keine Änderung gibt es bei hohen adaptiven Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz.

Bei statischen Inhalten wie aktivem Always-on-Display, Texten oder Bildern wird die Bildwiederholrate reduziert, um Strom zu sparen; bei bewegten Inhalten oder Interaktion mit dem Smartphone wird auf bis zu 120 Hertz hochgedreht, um so etwa flüssigere Animationen und direkte Interaktionen zu realisieren.

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Standardmäßig ist der Bildschirmmodus auf „Lebendig“ eingestellt, der Farben etwas knackiger wiedergibt. Optional lässt sich ein Weißabgleich mit einem Regler vornehmen oder der Modus „natürlich“ aktivieren. Letzter stellt Farben auf dem Bildschirm dezenter, um nicht zu sagen realistischer dar.

Wo wir schon beim Display sind: Unter dem Bildschirm sitzt der gleiche Ultraschallfingerabdrucksensor wie beim Galaxy S22. Er entriegelt das Smartphone prompt nach dem Fingerauflegen und ist mindestens genauso schnell wie ein optischer. Allerdings gelten Ultraschallsensoren als sicherer, außerdem funktionieren sie im Unterschied zu optischen Lösungen selbst bei nassen Fingern.

Geschützt wird das Display, wie auch die Rückseite, von Cornings Gorilla Glass Victus 2, das besonders robust und kratzfest sein soll. Einen Droptest wollten wir mit unserem Sample, das an Samsung zurückgeht, nicht machen.

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Leistung und Puste satt

Mit dem Galaxy S23 beendet Samsung endlich die Zweiklassengesellschaft bei der Prozessorenwahl. Denn bislang erhielten Nutzer:innen in den USA und einigen anderen Ländern stets Qualcomms Top-Chip, während Europa mit den hauseigenen Exynos-Chips abgespeist wurde. Die Samsung-eigenen SoC sind sicherlich nicht vollkommen schlecht, aber sie konnten noch nie den Leistungswerten und der Energieeffizienz von Qualcomm-Chips das Wasser reichen.

Jetzt steckt weltweit ein neuer Snapdragon-8-Gen-2-Prozessor – sogar mit einer erhöhten Taktfrequenz – in allen S23-Modellen. Ergänzt wird das SoC durch acht respektive zwölf Gigabyte schnellen DDR5X-RAM und UFS-4.0-Flashspeicher.

Das Gesamtpaket liefert eine ausgezeichnete Leistung, die in Benchmarks ganz oben mitspielt und bei der GPU-Leistung selbst Apples iPhone 14 Pro in den Schatten stellt. Im Wildlife-Extreme-Stresstest schafft das S23 Ultra über 3.700 Punkte, während das S22 Ultra maximal 2.100 erzielt.

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Samsung Galaxy S23 Ultra und S22 Ultra Benchmark

Samsung Galaxy S23 Ultra und S22 Ultra im Benchmark. (Screenshots: t3n)

Im Geekbench 5.5 erreicht das S23 Ultra 1.564 Punkte im Single- und 4.958 im Multicore-Benchmark. Das S22 Ultra kommt auf 1.158 respektive 3.555 Punkte. Im neu erschienen Geekbench 6 liegen die Werte bei 1.995 und 5.100 Punkten (S23 Ultra) respektive 1.485 und 3.376 (S22 Ultra).

Die hohe Leistung zeigt sich dabei nicht nur am absolut flüssig laufenden System, sondern auch an Games, die sich in höchster Auflösung problemlos zocken lassen. Samsungs Galaxy S23 bietet auch allerhand Leistungsreserven für die Zukunft.

Die neue Hardware wirkt sich außerdem positiv auf die Akkulaufzeit aus, da nicht nur der Chip, sondern auch der neue Speicher und das Display energieeffizient sind. Der 5.000-Milliamperestunden-Akku hat auch am Ende des Tages nach intensiver Nutzung noch Puste für den nächsten Vormittag.

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Geladen werden kann der Akku mit bis zu 45 Watt, sofern ihr ein passendes Netzteil habt. Damit sind in etwa 30 Minuten wieder um die 70 Prozent erreicht. Ein Netzteil legt Samsung wie Apple nicht mehr in die Verpackung, sodass ihr euch gegebenenfalls eines zulegen müsst. In der Regel habt ihr aber eh schon eines zu Hause. Auch kabelloses Aufladen mit bis zu 15 Watt ist möglich.

Samsung Galaxy S23 Ultra, S23 Plus und S23: Spezifikationen im Vergleich

ModellSamsung Galaxy S23 UltraSamsung Galaxy S23 PlusSamsung Galaxy S23
Display6,8 Zoll (1.440 x 3.080 Pixel), 1 - 120 Hertz Infinity-O-Display – WQHD+, 2.150 nits, Gorilla Glass Victus 2, HDR10+6,6 Zoll Dynamic AMOLED 2X, 2340 x 1080 Pixel, Infinity-O-Display, 48 - 120 Hertz, Gorilla Glass Victus 2, HDR10+, 393 ppi
6,1 Zoll Dynamic AMOLED 2X, 2.340 x 1080 Pixel, Infinity-O-Display, 48 - 120 Hertz, Gorilla Glass Victus 2, HDR10+, 425 ppi
BetriebssystemAndroid 13 mit Samsung One UI 5.1
Android 13 mit Samsung One UI 5.1
Android 13 mit Samsung One UI 5.1
ProzessorQualcomm Snapdragon 8 Gen 2 for Galaxy, 4nm Octa-CoreQualcomm Snapdragon 8 Gen 2 for Galaxy, 4nm Octa-CoreQualcomm Snapdragon 8 Gen 2 for Galaxy, 4nm Octa-Core
Arbeitspeicher8/12 GB RAM8 GB RAM8 GB RAM
Interner Speicher256 GB bis 1 TB (1 TB nur bei Samsung)256/ 512 GB 128/ 256 GB
Akkukapazität5.000 mAh (fest verbaut), 45 Watt Schnellladen, 15 Watt kabellos4.700 mAh (fest verbaut), 45 Watt Schnellladen, 10 Watt kabellos3.900 mAh (fest verbaut), 25 Watt Schnellladen, 15 Watt kabellos
HauptkameraWeitwinkel: 200 MP, f/1,7, Quad-Pixel, 23mm, OIS, 85°;
Ultraweitwinkel: 12 MP, f/2,2, Dual-Pixel, FOV 120°;
Teleobjektiv: 2 x 10 MP bis zu 10x optischer Zoom
Weitwinkel: 50 MP (85°, f/1.8, 23mm, 1/1.56", 1.0 µm, OIS, 2PD);
Ultraweitwinkel: 12 MP, FOV 120°, f/2.2, 13mm, 1/2.55", 1.4 µm);
Telezoom: 10 MP mit 3x optischem Zoom (36°, f/2.4, 69mm, 1/3.94", 1.0 µm, OIS), Autofokus PDAF, Blitz
Weitwinkel: 50 MP (85°, f/1.8, 23mm, 1/1.56", 1.0 µm, OIS, 2PD);
Ultraweitwinkel: 12 MP, FOV 120°, f/2.2, 13mm, 1/2.55", 1.4 µm);
Telezoom: 10 MP mit 3x optischem Zoom (36°, f/2.4, 69mm, 1/3.94", 1.0 µm, OIS), Autofokus PDAF, Blitz
Frontkamera12 MP, Dual-Pixel, f/2.2, 80°, 25mm, HDR10+
12 MP, Dual-Pixel, f/2.2, 80°, 25mm, HDR10+
12 MP, Dual-Pixel, f/2.2, 80°, 25mm, HDR10+
KonnektivitätBluetooth 5.3, USB Typ C, NFC, Wi-Fi 6e, UWB
Bluetooth 5.3, USB Typ C, NFC, Wi-Fi 6e, UWB
Bluetooth 5.3, USB Typ C, NFC, Wi-Fi 6e
SonstigesFingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, -Dual-NanoSIM, Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68), Powershare, Stereolautsprecher mit Dolby Atmos, etc.Fingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, -Dual-NanoSIM, Wireless-Charging 2.0, wasser- und staubdicht (nach IP68), Powershare, Stereolautsprecher mit Dolby Atmos, UWB etc.Fingerabdrucksensor im Display, 2D-Gesichtserkennung, -Dual-NanoSIM, Wireless-Charging 2.0, wasser- und staubdicht (nach IP68), Powershare, Stereolautsprecher mit Dolby Atmos, etc.
Abmessungen163,4 x 78,1 x 8,9 mm157,8 x 76,2 x 7,6 mm
146,3 x 70,9 x 7,6 mm
Gewicht233 Gramm195 Gramm
167 Gramm
FarbenSchwarz (Phantom Black), Creme (Cream), Grün (Green) und Violett (Lavender)Schwarz (Phantom Black), Creme (Cream), Grün (Green) und Violett (Lavender)Schwarz (Phantom Black), Creme (Cream), Grün (Green) und Violett (Lavender)
Preis (UVP)ab 1.400 Euroab 1.200 Euroab 950 Euro

Beide Ladeleistungen sind angesichts der weit entwickelten proprietären Ladelösungen von Xiaomi, Oppo oder Huawei mit bis zu 120 oder mehr Watt kabelgebunden oder kabellos mit bis zu 100 Watt nicht sonderlich beeindruckend. Die Ladeleistungen des S23 Ultra genügen aber, um das Edel-Phone wieder mit frischem Saft zu versorgen. Luft nach oben ist allemal.

Weitere Ausstattungsmerkmale des S23 Ultra sind Schutz gegen Wasser und Staub nach IP68, 5G, Bluetooth 5.3 und schnelles Wi-Fi 6e. Auch ein Ultrabreitband-Modul ist an Bord, das unter anderem für manche Fahrzeuge als Autoschlüssel genutzt werden kann. Unter anderem ist BMW an Bord.

Die Kameras des Samsung Galaxy S23 Ultra:  Hohe Qualität und Flexibilität

Samsung Galaxy S23 Ultra mit 200-Megapixel-Sensor

Das Samsung Galaxy S23 Ultra wartet unter anderem mit einem 200-Megapixel-Sensor auf. (Foto: t3n)

Neben dem Snapdragon-Prozessor ist eine der größeren Neuerungen der 200-Megapixel-Sensor für die Weitwinkelkamera. Der Isocell-HP2-Sensor ist laut Samsung das aktuelle hauseigene Topmodell und wird von einem Laser-Auto-Focus (LAF), einer besseren optische Bildstabilisierung (OIS) als beim Vorgänger und einer f1.7-Blende begleitet. Erwähnt werden sollte, dass der neue Sensor mit 1/1,3 Zoll recht groß und eine Spur größer als der des S22 Ultra mit 1/1,33 Zoll ist.

Die höhere Auflösung des Sensors soll unter anderem zu einer besseren Bildqualität führen und auch aus Nachtaufnahmen mehr herausholen. Für bessere Fotos und Videos werden laut Samsung per Adaptive-Pixel-Technik – andere nennen es Pixel-Binning – 16 Pixel zu einem zusammengefügt. Zudem liefere die Kamera bessere Bokeh-Effekte und verfüge über mehr Gestaltungsoptionen für Kreative. Fotos lassen sich sowohl mit voller Auflösung von 200 Megapixeln, aber auch mit 50 und 12,5 Megapixeln aufnehmen. Dabei ist letztere die Standardauflösung.

Die drei weiteren rückseitigen Sensoren entsprechen weitestgehend denen des Galaxy S22 Ultra: Der Ultraweitwinkelsensor hat zwölf Megapixel und f/2.2-Blende, die beiden Telezoom-Linsen besitzen jeweils zehn Megapixel, OIS und f/2.4 respektive f/4.9-Blende. Wie der Vorgänger unterstützt das Galaxy S23 Ultra einen bis zu 10-fachen optischen und 100-fachen digitalen Zoom, wobei letzterer eher ein Gimmick ist.

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto am Pier.

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto am Pier. (Foto: t3n)

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto am Pier mit Zoom

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto am Pier mit Zoom. (Foto: t3n)

Bei Aufnahmen bei Tageslicht produziert die Weitwinkelkamera ausgezeichnete Fotos mit ausgewogenen Farben, guter Dynamik und Details. Farben werden etwas knackiger dargestellt als etwa beim Pixel 7 Pro, wodurch das Google-Smartphone tendenziell realistischer anmutende Aufnahmen erzeugt. Im Vergleich liefert das Pixel in den Standardeinstellungen tatsächlich eine Spur mehr Details.

Samsung Galaxy S23 Ultra Testfoto

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto. (Foto: t3n)

Samsung Galaxy S23 Ultra Testfoto Sonnenuntergang

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto. (Foto: t3n)

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto Nahaufnahme Essen

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto. (Foto: t3n)

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto Panorama

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto. (Foto: t3n)

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto weiteres Panorama

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto. (Foto: t3n)

Dennoch ist die Bildschärfe des S23 Ultra gut, bei 50 oder 200 Pixeln nimmt die Kamera noch mehr Details auf, jedoch entstehen dadurch teils Blooming-Effekte, bei denen Details mitunter im Hintergrund untergehen. Die Nutzung der beiden Kamera-Modi ist teils mit einem Glücksspiel zu vergleichen, da damit mal ausgezeichnete, mal weniger gute Resultate entstehen können.

Bei Dunkelheit produziert die Weitwinkelkamera ausgezeichnete Fotos mit vielen Details, die eine Spur besser sind als beim Vorgänger. Sie wirken tendenziell etwas wärmer und kommen an die des Pixel 7 Pro heran, das die Krone des Nachthmodus-Kings trägt.

Perfekt sind die Resultate bei Dunkelheit indes nicht immer. Während der Testphase strauchelte die Kamera des S23 Ultra unter anderem bei schräg einfallendem Streulicht, und gelegentlich tendierte der HDR-Modus zum Überzeichnen.

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto Nacht

Samsung Galaxy S23 Ultra: Bei diesem Testfoto strauchelte die Kamera wegen Streulicht von der Seite. (Foto: t3n)

Das gleiche Foto mit einem Pixel 7 Pro. (Foto: t3n)

Samsung Galaxy S23 Ultra: Testfoto. (Foto: t3n)

Dennoch: Hinsichtlich der Vielseitigkeit kann kaum eines der aktuellen Topmodell dem Galaxy S23 Ultra das Wasser reichen, da es zwei Telezoom-Kameras besitzt, die vor allem bei Tageslicht Aufnahmen mit bis zu 30-facher Vergrößerung tolle Resultate produzieren. Selbst kleine Details von weit entfernten Objekte sind noch recht gut erkennbar.

Auch bei Porträtaufnahmen und Videos überzeugt das S23 Ultra: Die Kamera liefert eine gute Unschärfe und schneidet im Vordergrund befindliche Personen weitgehend sauber aus. Mit ganz feinen Strukturen hat die Kamerasoftware des Smartphones aber noch kleine Probleme, was aber im vertretbaren Bereich liegt. Das gilt sowohl für die front-, als auch die rückseitige Kamera.

Was Videos angeht, unterstützt das Galaxy S23 Ultra Aufnahmen mit bis zu 8K-Auflösungen mit 30 fps. Die Videoqualität ist ziemlich gut, wobei wir diese hohe Auflösung für nicht erforderlich halten – 4K mit 30 fps oder 60 fps reichen völlig aus. Es sollte zudem nicht vergessen werden, dass Videos in 8K zum einen kaum irgendwo wiedergegeben werden können und außerdem unheimlich viel lokalen Speicher verbrauchen. Bei Videos macht sich übrigens auch die verbesserte Stabilisierung bemerkbar.

Alles in allem liefert Samsung ein ausgezeichnetes Kamerasystem, das eines Premium-Smartphones würdig ist. Es bewegt sich auf dem gleichen hohen Niveau wie die Kameras eines iPhone 14 Pro (Test) oder Pixel 7 Pro (Test), bietet aber vor allem dank seiner Zoom-Fähigkeiten mehr Flexibilität. Dennoch ist die Kamera nicht perfekt, da nicht jedem oder jeder das Farbbild zusagen könnte. Ich komme damit zurecht, im Vergleich wirken die Bilder des Pixel aber eine Spur naturgetreuer.

Die Software des Samsung Galaxy S23 Ultra: One UI 5.1 auf Android-13-Basis

One UI 5.1 auf dem Samsung Galaxy S23 Ultra. (Screenshots: t3n)

Bei der Software ist auf dem Galaxy S23 Ultra Samsungs One UI in Version 5.1 auf Basis von Android 13 vorinstalliert. Das System besitzt viele der Features von Googles aktueller OS-Version, inklusive der Theming-Engine, mit der das Smartphone-Design farblich an den Bildschirmhintergrund angelehnt ist. Im Vergleich zur Version 5.0, die auf mittlerweile ziemlich allen aktuellen Samsung-Geräten installiert ist, gibt es indes nur wenige Änderungen.

Eine dieser Änderungen hat Samsung sich bei Apple ausgeliehen: In Samsungs Foto-App lassen sich Objekte wie unter iOS 16 aus Fotos mit einem Langdruck extrahieren und anderweitig einsetzen. Das Ganze funktioniert kinderleicht, wenngleich ich den Eindruck habe, dass Apple die Objekte ein wenig sauberer ausschneidet.

One UI 5.1 unterstützt das Freistellen von Objekten ähnlich wie unter Apples iOS 16. (Bild: t3n)

Überdies liegen die Schwerpunkte der 5.1er Version bei der Einrichtung von Modi und Routinen, neuen Optionen zur Anpassung des Sperrbildschirms und des Wetters. Zudem betont der Hersteller, dass es eine bessere Zusammenarbeit mit dem eigenen Ökosystem gibt. So sollen etwa Samsung-Smartphones enger mit den neuen Galaxy-Book-3-Modellen verzahnt sein.

One UI 5.1: Diese Apps und mehr sind auf dem Galaxy S23 Ultra vorinstalliert. (Screenshot: t3n)

Ansonsten hat Samsung wieder eine Vielzahl an Apps von Microsoft, Google und dem eigenen Haus vorinstalliert. Ebenso sind Spotify und Facebook ab Werk an Bord. Viele von ihnen lassen sich zumindest bei Bedarf wieder deinstallieren. Bei einem so hohen Gerätepreis wäre es meiner Meinung nach besser, weniger Bloatware auf das Smartphone zu packen. Immerhin installiert Samsung aber noch halbwegs sinnvolle Anwendungen vor und verzichtet auf Apps wie Booking, HRS oder Candy Crush.

Wie schon in den vorherigen Versionen packt Samsung immer neue Funktionen in sein One UI, sodass es zwar kontinuierlich mächtiger, dabei aber auch gleichzeitig unübersichtlicher wird. Hier wäre es an der Zeit, mal wieder auszumisten und mehr Struktur hineinzubringen.

Auch die zahlreichen doppelten Apps und Funktionen wie Samsungs Find-My-Mobile-Dienst und Googles Gerätesuche oder Google-Play-Protect und die Drittanbieter-Software von McAfee müssen nicht sein – von Google Photos und der Samsung-Fotogalerie oder dem Samsung-Store und dem Google-Play-Store ganz zu schweigen.

Die Sache mit dem Systemspeicher des Samsung Galaxy S23

Da derzeit viel über den mutmaßlich vollgepackten Systemspeicher berichtet wird: Dem ist nicht ganz so, wie es bisweilen die Runde macht. Manche berichten davon, dass ihr Systemspeicher bis zu 60 Gigabyte einnehmen soll, wodurch etwa beim kleinsten Galaxy S23 mit 128 Gigabyte schon fast die Hälfte verbraucht wäre.

Doch Samsung hat offenbar zum einen die Speicherangaben falsch angegeben und ein Gigabyte in 1.000 Megabyte umgerechnet (dabei sind es eigentlich 1.024 Megabyte). Zum anderen sind auf dem uns vorliegenden Testgerät „nur“ 38 Gigabyte Speicher vom System belegt. Das ist immer noch viel, in Wirklichkeit sind es aber eher 25 Gigabyte, wie das Blog Sammobile vorrechnet.

4 Jahre Android-Updates

Genug der Kritik: Denn eigentlich ist Samsungs Nutzeroberfläche dennoch eine der besseren, die zudem optisch zu den Geräten passt. Zudem ist Samsung in Sachen Langlebigkeit der Vorreiter in der Android-Welt: Schließlich verspricht der Hersteller vier große Android-Updates und fünf Jahre an Sicherheitspatches. Nicht einmal der Android-Entwickler Google selbst bietet einen solchen Updatezeitraum an.

Außerdem hat Samsung auch hinsichtlich der Geschwindigkeit, mit der neue Versionen und Sicherheitspatches ausgeliefert werden, massiv an Momentum gewonnen. Hut ab!

Fazit

Samsung ist mit dem S23 Ultra ein ausgezeichnetes Smartphones gelungen, das ein größeres Update darstellt, als es rein äußerlich erscheinen lässt. Allein der Wechsel von Exynos- auf Qualcomms Snapdragon-SoC ist eine wichtige und längst überfällige Veränderung, die dem Smartphone nicht nur eine höhere Leistung und Effizienz, sondern auch ein mehr an Laufzeit verleiht, als der Vorgänger lieferte.

Das Samsung Galaxy S23 Ultra. (Foto: t3n)

Bei der Kamera hat Samsung auch eine Schippe draufgelegt. Es besitzt wie der Vorgänger mit der 200 Megapixel-Weitwinkel, seinen beiden Telezooms und Superweitwinkel die wohl größte Flexibilität auf dem Smartphone-Markt. In den meisten Szenarien ist die Bild- und Video-Qualität sehr gut, wobei hier und dort noch ein wenig Verbesserungsbedarf besteht. Das ist aber nur eine Sache der Softwareoptimierung. Auch bei Videos ist das S23 Ultra besser als der Vorgänger.

Es sollte erwähnt werden, dass Googles knapp 900 Euro teures Pixel 7 Pro in puncto Zuverlässigkeit bei Fotoaufnahmen eine Spur besser ist. Jedoch bietet es nicht die vom Galaxy S23 gebotene Vielfalt.

Weitere Merkmale wie Display, Verarbeitung und Konnektivität waren schon bei S22 Ultra auf dem aktuellen Stand und hat sich nicht zum Negativen gewandelt. Positiv hervorzuheben ist zudem noch die verbesserte Haptik dank der leicht abgeflachten Gehäuseseiten.

Zusammengefasst ist das S23 Ultra eines der derzeit besten Universaltalente auf dem Smartphonemarkt, das Samsung sich allerdings auch fürstlich bezahlen lässt. Schließlich verlangt der Hersteller ab 1.400 Euro für das Gerät, das damit fast auf Niveau eines iPhone 14 Pro Max liegt.

  • Galaxy S23 Ultra 8/256GB: 1.399 Euro*
  • Galaxy S23 Ultra 12/512GB: 1.579 Euro
  • Galaxy S23 Ultra 12/1TB: 1.819 Euro
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Dein t3n-Team

Tito Nagasaki

Mal schauen, ich fand die letzten Samsungs aus dieser Reihe nicht überzeugend.

Antworten
Mathias Strobe

Nun habe ich dank dem Aufmacher im Newsletter echt alles gelesen und wurde am Ende enttäuscht. Auf einem Level mit Apple? Verteilt Apple nicht ganze 6 Jahre Updates? Also richtige Updates. Als richtige würde ich zu IOS-Versionen hier die Android Versionen nehmen und das sind 4 zu 6 und das ist noch sehr weit von auf einem Level entfernt. Nicht schlecht in der Android Welt, aber Oppo liefert das auch und sogar OnePlus nun beim neusten Gerät.

Antworten

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