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Möglich, steil, absurd! Tech- und Business-Prognosen für 2020 aus dem t3n-Team

2020 steht vor der Tür – und das t3n-Team hat ein paar Prognosen. Von möglich über steil bis absurd: Das kommt nächstes Jahr auf uns und euch zu! (Foto: chainarong06 / Shutterstock)

Windows 10 Open Source? Fäkal-Motoren? Tod der Werbeblöcke? Was passiert 2020 in Tech und Business? Wir haben im Team rumgefragt, was nächstes Jahr auf euch und uns alle zukommt – und was ein ultimativer, absurder Plot-Twist wäre.

Der Wechsel ins neue Jahr 2020 steht vor der Tür und wir schmieden alle schon an unseren Vorsätzen und persönlichen Prognosen für’s neue Jahr. Dabei wissen wir alle meist selbst schon, dass nur wenige dieser Pläne wirklich wahrscheinlich sind – und welche eher steile Utopie. Diese Prognosen hier könnt ihr ja mal selbst nach den Kategorien „möglich“, „steil“ und „absurd“ ordnen:

  • „Alle zwei Tage geht’s ins Fitnessstudio!“
  • „Wir treffen uns nun wieder regelmäßig mit Freunden und Familie!“
  • „Endlich mal ein bisschen weniger Schokolade essen!“

Das Team von t3n hat solche Thesen und Prognosen natürlich auch immer für die Tech- und Business-Welt im Hinterkopf. Was, meint man, kommt im nächsten Jahr tatsächlich auf diese Branchen zu? Was könnte theoretisch eintreten? Und was ist großes Wunschdenken oder absurder Albtraum?

Wir haben uns bei den Kolleginnen und Kollegen in verschiedenen Bereichen des Verlags umgehört und sie nach ihren ganz eigenen Thesen und Prognosen der Kategorien „möglich“, „steil“ und „absurd“ gefragt. Ihre Antworten sind spannend bis humorig – und wir wollen sie euch natürlich nicht vorenthalten. Ein kleiner Disclaimer: Natürlich haben die Kollegen ihre Thesen bewusst passend zu diesen drei Kategorien formuliert. Steht also „absurd“ davor, ist die Prognose auch bewusst so formuliert – dagegen sprechende Argumente sind mitgedacht.

Anton Weste: Nie mehr Kekse, Werbung bei der Google-Suche, das Ende der Werbeblöcke!

Anton Weste mit Laptop auf einem Sessel.

Anton Weste ist Autor und bei t3n als Redakteur für das Marketing-Ressort zuständig. (Bild: Anton Weste)

Möglich: Cookies sterben 2020 aus!

Browser werden ab 2020 Drittanbieter-Cookies per Default ablehnen – Mozillas Firefox tut das schon seit September 2019. Und auch Gesetze drängen künftig immer stärker auf Opt-In des Nutzers. Ungefragt geht dann aus Benutzerschutz- und Privatsphäre-Gründen gar nichts mehr. „Consent“, also eigene Einwilligung, ist das große Stichwort. Die Folge daraus wird sein, dass sich das Online-Marketing ein ganz neues Gerüst überlegen und auf gute, effektive und professionelle Marketing-Planung zurückbesinnen muss.

Steil: Google bestückt Seite 1 seiner Suchergebnisse nur noch mit Ads!

Website-Betreiber müssen sich immer mehr fragen, wie viel Traffic sie über organische Suchen noch generieren können. Google ist über die Jahre in immer mehr Themenbereiche eingedrungen und hat diese revolutioniert – beispielsweise in die Jobsuche. Andere Märkte könnten auch betroffen sein, insbesondere wenn es sich um Anbieter handelt, die mit aggregierten Daten ein Geschäftsmodell aufgebaut haben. Aber auch bekannte Onlinehändler mit einzigartigem Produktbestand sollten nicht zu selbstsicher sein, dass ihnen auf ewig Toppositionen in der organischen Suche sicher sind.

Was wäre beispielsweise, wenn Google die erste Ergebnisseite komplett oder zu einem Großteil nur noch mit Google Ads ausspielen würde? Auch Google steht stets vor der Herausforderung, Umsatzwachstum zu erzielen. Das wäre durchaus profitabel, da das Ads-Programm eine tragende Umsatzsäule für Google ist. Und besonders bei generischen transaktionalen Suchanfragen gibt es außerdem nicht immer eine klare Rangfolge. Statt hier also ungewollt Nutzer zu beeinflussen, wäre es naheliegend, dass Unternehmen den „Wert“ der eigenen Landingpages durch das Bezahlen von Werbekosten hervorheben.

Absurd: Bis Ende 2020 sind Werbeclips und Werbeblöcke passé!

Im Format Video und so auch im Fernsehen gibt es nächstes Jahr immer weniger Werbeunterbrechungen. Immer mehr wird jedoch digitales Product-Placement – auch Product-Integration genannt – zu sehen sein. Unter anderem die britische Firma Mirriad hat es mithilfe von KI und moderner Digitaltechniken geschafft, geeignete Werbeflächen direkt im laufenden Programm zu erkennen und mit verschiedener Produktwerbung zu bespielen. Ist etwa eine Produktverpackung oder ein Plakat im Bild, lässt sich dieses nachträglich digital unkompliziert verändern. Aber auch ganze Objekte, beispielsweise Autos, lassen sich austauschen. Aus einer Flasche Budwiser Bier wird in einer Serie so ein Becks, aus einem Toyota im Film ein BMW. Wer die Serie oder den Film schaut, kommt um diese Art der Werbung nicht herum. Warum dann also noch Werbeblöcke, die Zuschauer einfach überspringen oder auf dem Klo verbringen können?

Kathrin Stoll: TypeScript gewinnt weiter an Beliebtheit, Svelte siegt über React & Co., Web Assembly verdrängt JavaScript!

Kathrin Stoll vor Backstein-Mauer.

Kathrin Stoll ist bei t3n für das Ressort Entwicklung & Design zuständig. (Bild: Sandra Skupin)

Möglich: TypeScript wächst weiter!

So viel muss dazu eigentlich nicht gesagt werden: TypeScript – als optional statisch typisierte JS-Erweiterung – erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit. Schon jetzt unterstützen viele der bekannten Frameworks und Libraries die Sprache, Tendenz steigend. Dieser Siegeszug wird sich 2020 fortsetzen.

Steil: Schmale Compiler wie Svelte setzen sich gegen React, Vue & Co. durch!

Der Hype um Svelte ist groß, das Konzept vielversprechend. Der Ansatz noch jung und nicht so ausgereift wie alteingesessene Player wie zum Beispiel React. Das könnte sich aber im Lauf der nächsten zwölf Monate ändern – wenn Svelte 2020 weiter an Funktionalität dazugewinnt, könnte es React, Vue oder Angular auf längere Sicht ernsthaft gefährlich werden.

Absurd: Dank Web Assembly wird das JavaScript-Ökosystem obsolet!

Das W3C erklärte Web Assembly erst Anfang Dezember zum Web-Standard. Dieser Move markiert den Untergang des JavaScript-Ökosystems. Weil Sprachen wie Rust, C oder C++ einfach sehr viel performanter und – im Fall von Rust – auch sicherer sind, wird sich die Web-Entwicklung auf diese Sprachen verlagern, 2020 markiert den Anfang dieser Transition.

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Dein t3n-Team

2 Kommentare
Friedrich Geisler-Buckert
Friedrich Geisler-Buckert

Sorry, aber für das Fahren mit Fäkalien kommt ihr ein paar Jahre zu spät:

https://www.verbio.de/produkte/verbiogas/ueber-verbiogas/

Das gibt es und kann mit jedem Erdgasauto verwendet werden.

Bleibt nur die Frage, warum das nicht politisch gewollt und gefördert wird….

Antworten
HP S

Sehr denkwürdige Prognosen aus dem t3n-Team.
An ein gutes Leben denkt von euch keiner?

Das ihr ohne Arbeit euren Interessen nachgehen könnt?
Das ihr in andere Länder reisen könnt ohne jegliche Hinernisse?

Das die Idioten in den Regierungen der Staaten geschasst werden
und durch KI Automaten ersetzt werden?

Und das wir endlich zu den Sternen fliegen und auch die
Anderen kennen lernen wollen?

Antworten

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