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„Zukunftsversprechen“: Huawei will 17 Smartphone-Modelle auf Android 10 updaten

Huawei Mate 20 Pro. (Foto: t3n)

Trotz US-Sanktionen, die im August in voller Härte in Kraft treten sollen, verspricht Huawei, Updates auf Android 10 Q für eine Vielzahl seiner Smartphones zu bringen.

Huawei trifft der US-Bann, der im Mai verhängt wurde, hart. Es wird davon ausgegangen, dass der Konzern nur halb so viele Geräte wie geplant umsetzen kann. Aufgeben ist aber keine Option. Entsprechend verspricht Huawei, Android 10 Q für die beliebtesten aktuellen Geräte zu veröffentlichen. Dabei spiele die von der US-Regierung auferlegte Schonfrist von drei Monten keine Rolle.

Android 10 Q: Huawei bringt Update für P30 Pro und viele weitere

Wie das Unternehmen bekanntgibt, wird Android 10 Q, das wohl im Laufe des August von Google in finaler Version veröffentlicht wird, unter anderem für zahlreiche Oberklassemodelle wie das aktuelle P30 Pro (Test) und ältere veröffentlicht. Aber nicht nur die Topmodelle sollen laut Huawei UK und Huawei Deutschland mit Android 10 bedacht werden, sondern auch eine Reihe an Mittelklasse-Geräten, wie aus folgender Übersicht ersichtlich wird.

Huawei Mate 20 Pro. (Foto: t3n.de)

Das Huawei Mate 20 Pro ist Teil von Googles Betaprogramms für Android 10. (Foto: t3n.de)

Folgende Huawei-Geräte sollen Android 10 erhalten:

Als eines der ersten Huawei-Smartphones wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Mate 20 Pro (Test) auf Q aktualisiert. Das Smartphone ist Teil von Googles Beta-Programm für Android 10: Nicht nur auf den Pixel-Modellen von Google lässt sich das Beta-Update installieren, sondern auch auf ausgewählten Geräten einiger Hersteller.

Huawei ohne Googles Android: Das bedeutet der Rauswurf für Smartphone-Nutzer

Android-10-Updates für Huawei-Smartphones –  der 19. August spielt keine Rolle

Huawei P30 Pro. (Foto: t3n)

Das Huawei P30 Pro soll das Update auf Android 10 Q erhalten. (Foto: t3n)

In einem offiziellen Statement verspricht Huawei, dass alle Smartphones und Tablets weiterhin Sicherheitspatches und Android-Updates erhalten werden. Zudem stünden Kunden immer an erster Stelle, „unabhängig von den Herausforderungen“ – hierbei bezieht sich das Unternehmen sicherlich auf die aktuellen Umstände.

Huawei sagte im Zuge eines Events anlässlich der medial breit angelegten „Zukunftsversprechen“-Kampagne und dem Launch des ersten 5G-Smartphones Mate 20 X 5G, dass man unabhängig vom 19. August, dem Ende der von der US-Regierung auferlegten Schonfrist, weiterhin Updates liefern werde. Ab dem besagten Stichtag, darf Google Huawei keine Updates und Sicherheitspatches für Smartphones mehr bereitstellen.

Huawei Mate 20 X 5G. (Foto: t3n)

Das neue Huawei Mate 20 X 5G soll auch Android 10 erhalten. (Foto: t3n)

Walter Ji, Europachef der Huawei Consumer Business Group, tat das Update-Aus vor anwesender Presse mehr oder minder als Gerüchte ab. Auf diese habe man bereits online geantwortet. Eine klare Antwort gab es auf die Lösungen für den US-Boykott nicht. Sicher ist indes, dass Huawei seinen Kunden weiterhin den Support liefern wird, den man vom Unternehmen gewohnt sei. Laut Huawei soll alles so bleiben wie bisher. Ferner betonte Huawei, dass man dem Android-Ökosystem treu bleibe.

Dass Huawei nicht offen über alles konkrete Antworten gibt oder geben kann, ist reine Diplomatie. Der Konzern will sich alle Optionen offen halten. Falls die US-Sanktionen ein Ende finden, bleibt Huawei eng mit Google verbandelt und bezieht seine Updates und Patches direkt von seinem Partner. Falls die Sanktionen weiter anhalten, dürfte Huawei sich gezwungen sehen, Sicherheitspatches und Android-Updates zeitverzögert aus dem quelloffenen AOSP zu beziehen und sie für die eigenen Geräte anzupassen. Für den Kunden spiele es Huawei zufolge keine Rolle, aus welcher Quelle letztlich die Software stamme.

Hinsichtlich des Zugriffs auf den Play-Store und -Dienste müssen sich Besitzer eines Huawei-Geräts keine Sorgen machen, da die Google-Lizenz nicht annulliert wird. Ungewiss ist die Situation indes bei neuen Modellen, die nicht unter die Lizenz fallen. Hier bleibt es spannend.

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Aktualisiert am 3. Juli 2019.

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