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Elon Musk über FTX-Gründer Sam Bankman-Fried: „Er hat meinen Bullshit-Detektor ausgelöst“

Twitter-Eigner Elon Musk bestätigt, im April 2022 ein Treffen mit Sam Bankman-Fried abgelehnt zu haben, weil der seinen „Bullshit-Detektor“ ausgelöst habe. SBF wollte wohl in Twitter investieren.

2 Min. Lesezeit
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Gründer der Kryptobörse FTX: Sam Bankman-Fried oder auch SBF. (Foto: picture alliance / REUTERS | Handout)

Glück oder Gespür? Im April hatte sich der Ex-FTX-Chef Sam Bankman-Fried aka SBF über die Investmentbank Morgan Stanley an Elon Musk gewendet. Er wollte angeblich fünf Milliarden US-Dollar zu Musks Übernahmeplänen für den Kurznachrichtendienst Twitter beisteuern.

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Bankman-Fried will sich an Twitter-Übernahme beteiligen

Das hat der Kanal „Internal Tech Emails“ veröffentlicht, der regelmäßig E-Mails aus der Technologiebranche leakt, wie The Daily Hodl berichtet.

Der Investment-Banker Michael Grimes hatte Musk folgenden Vorschlag unterbreitet:

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„Er könnte 5 Milliarden Dollar investieren, wenn die Visionen [aller] übereinstimmen. Er würde die Technik für die Blockchain-Integration in sozialen Medien übernehmen. [Er gründete die Kryptobörse FTX, glaubt an Ihre Mission und ist ein wichtiger demokratischer Spender. Also dachte ich, es wäre vielleicht eine Stunde morgen wert… Wir können reden, wenn Sie mehr Zeit haben, es ist nicht dringend, aber wenn es morgen klappt, könnten wir in einer Stunde 5 Milliarden Dollar an Kapital bekommen.“

Musk entwickelt spontan Skepsis

Einige der Aussagen Bankman-Frieds gefielen Musk spontan nicht. So stieß er sich etwa an der Formulierung „wenn die Visionen [aller] übereinstimmen“ und hielt das Angebot der Blockchain-Integration Twitters für undurchführbar.

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Grimes schrieb er, dass aufgrund der Bandbreitenanforderungen von Twitter eine Blockchain-Integration riesige Knotenpunkte erfordern würde. Das würde dem Versuch, die Plattform zu dezentralisieren, völlig zuwiderlaufen.

Offenbar hat dieser technische Fauxpas gereicht, Musk daran zweifeln zu lassen, dass Bankman-Fried tatsächlich das Geld für die angekündigte Investition habe. Dabei könnte auch eine Rolle gespielt haben, dass SBF gegenüber Grimes unterschiedliche Summen genannt zu haben scheint. So soll zunächst von 10, dann von 5 und sogar von 3 Milliarden Dollar die Rede gewesen sein.

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Musk fragte daraufhin: „Hat Sam tatsächlich 3 Milliarden Dollar flüssig?“ Das wurde von Grimes postwendend bestätigt.

Das FTX-Debakel im Zeitablauf:

Elon Musk bestätigt Authentizität des E-Mail-Wechsels

Elon Musk hat die Echtheit des E-Mail-Wechsels zwischenzeitlich auf Twitter bestätigt und dabei auf das Anspringen seines Bullshit-Detektors verwiesen.

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Nachdem wir nun wissen, wie es tatsächlich um die rund 130 Unternehmen fassende FTX Group steht, dürfen wir es wohl als unwahrscheinlich betrachten, dass vor etwas mehr als einem halben Jahr die Situation eine gravierend andere gewesen ist.

Inzwischen verschlechtert sich die Situation im FTX-Kollaps zusehends. Mehr als eine Milliarde an Kundeneinlagen sollen über das Wochenende auf unbekannte Weise aus den Wallets der Börse verschwunden sein. Sam Bankman-Fried soll sich auf der Flucht befinden, was er allerdings bestreitet – ebenso wie Terra-Gründer Do Kwon.

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