Analyse

iPhone 12 und iPhone 12 Pro (Max): So sehen sie aus, das steckt wohl drin

iPhone 12 Pro Renderbild.(Screenshot: EverythingApplePro; Max Winebach)

Apple wird wohl im September neue iPhones vorstellen. In diesem Jahr gibt es angeblich nicht drei, sondern gleich vier Modelle: Was vom iPhone 12 und 12 Pro zu erwarten ist.

Die neue Software für neue und ältere Modelle ist mit iOS 14 schon enthüllt, jetzt fehlt noch die 2020er Hardware: Trotz anhaltender Coronakrise wird Apple seine neuen iPhones, die immer noch viel Geld in die Kassen des Konzerns spülen, im Herbst – traditionsgemäß im September – vorstellen. Derzeit ist nicht von drei neuen Modellen wie 2018 und 2019 die Rede, sondern von gleich vier neuen iPhone 12. Was bisher bekannt ist.

iPhone 12 und 12 Pro wohl in 4 Ausführungen

Nachdem Apple im Herbst 2019 mit dem iPhone 11 Pro und Pro Max (Test) sowie dem iPhone 11, das mittlerweile zum beliebtesten Smartphone der Welt avanciert ist, drei Smartphone-Modelle auf den Markt gebracht hat, wird Apple in diesem Jahr aufstocken. Die vier Geräte-Varianten sollen wiederum in Pro und nicht Pro unterteilt werden. Zuverlässigen Quellen zufolge werden die günstigeren iPhone-12-Versionen Displaydiagonalen von 5,4 und 6,1 Zoll besitzen, während die Pro-Varianten mit 6,1 und 6,7 Zoll daherkommen könnten. Damit würde das kleinere Pro-Display um 0,3 Zoll anwachsen und das Pro Max um 0,2 Zoll.

Apple könnte in diesem Jahr vier iPhone 12 Modelle enthüllen.

Apple wird in diesem Jahr wohl vier iPhone-12-Modelle enthüllen. (Screenshot: EverythingApplePro; Max Winebach)

Derweil könnte das 5,4-zollige iPhone 12 mit Face-ID-Sensor in etwa so groß werden wie das iPhone SE (2020) mit seinen großen Rändern ober- und unterhalb des Bildschirms. Alle Modelle der 12er iPhone-Familie werden wohl mit Oled-Display ausgestattet, während Apple beim iPhone 11 noch auf IPS-Technologie setzte. Zudem deuten Berichte darauf hin, dass das Face-ID-Senor-Array kompakter sein könnte und damit etwas mehr Bildschirmfläche zur Verfügung stehen dürfte. Weiter wird von einem breiteren Face-ID-Erfassungswinkel ausgegangen.

Face-ID-Notch des iPhones 12 (Pro)

Die Face-ID-Notch des iPhones 12 (Pro) könnte deutlich kleiner als die des iPhone 11 sein. (Renderbild: John Prosser)

Ob Face-ID die einzige Option der biometrischen Authentifizierung bleibt, ist ungewiss. Angeblich könnte Apple seine Touch-ID-Technologie in Form eines In-Display-Fingerabdrucksensors zurückbringen. Unklar ist laut Bloomberg, ob die Technik schon 2020 marktreif ist oder doch erst 2021 eingeführt werden kann. Des Weiteren kursieren seit 2019 Gerüchte über die Unterstützung einer dynamischen Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz, wie Apple sie schon bei seinen iPad Pros einsetzt. Der Leaker und XDA-Developers-Redakteur Max Weinbach ging zuletzt davon aus, dass zumindest die Pro-Varianten mit der höheren Bildwiederholrate ausgestattet werden könnten. Untermauert wurden die Gerüchte zuletzt vom zuverlässigen Leaker Ice Universe.

iPhone 12 und iPhone 12 Pro - die möglichen Spezifikationen

 iPhone 12 Pro MaxiPhone 12 ProiPhone 12iPhone 12 Max
Display6,7-Zoll OLED Super Retina XDR
mit ProMotion und 10-bit Farbtiefe; 2.778 x 1.284 Pixel, 19,5:9
6,1-Zoll OLED Super Retina XDR
mit ProMotion und 10-bit Farbtiefe; 2.532 x 1.170 Pixel, 19,5:9
5,4-Zoll OLED Super Retina; 2.340 x 1.080 Pixel, 19,5:96,1-Zoll OLED Super Retina; 2.540 x 1.174 Pixel, 19,5:9
ProzessorA14 Bionic, 5 nmA14 Bionic, 5 nmA14 Bionic, 5 nmA14 Bionic, 5 nm
RAM6 GB6 GB4 GB4 GB
Flashspeicher128 GB, 256 GB, 512 GB128 GB, 256 GB, 512 GB128 GB, 256 GB128 GB, 256 GB
RahmenEdelstahlEdelstahlAluminumAluminum
KameraTriple-Kamera mit bis zu 64 MP und LidarTriple-Kamera mit bis zu 64 MP und LidarDual-Kamera mit bis zu 64 MPDual-Kamera mit bis zu 64 MP
Frontkamera12 MP12 MP12 MP12 MP
Preis$1,099, $1,199, $1,399
$999, $1,099, $1,299 $649, $749$749, $849

iPhone-12-Pro-Design: iPad Pro meets iPhone 5

iPhone 12 Pro Renderbild. (Bild: Jonas Daehnert)

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Apple wird nicht nur neue Displaygrößen und eine kleinere Face-ID-Notch einführen, sondern den neuen Modellen ein neues Design verpassen, das sich an die eckigen iPad Pros anlehnt und eine Prise iPhone-5-Feeling aufkommen lassen könnte. Die Pro-Versionen sollen aus Glas mit Edelstahlrahmen bestehen, während die „normalen“ wie die Pro-Modelle eine Glasrückseite erhalten, der Rahmen jedoch aus Aluminium bestehen soll. Renderbilder basierend auf geleakten CAD-Zeichnungen gewähren einen ersten Blick auf das, was zu erwarten sein wird.

So könnte das iPhone 12 mit 5,4-Zoll-Bildschirm aussehen

Kompaktes Highlight des 2020er Portfolios? So könnte das iPhone 12 mit 5,4-Zoll-Bildschirm aussehen. (Mockup: Lets go Digital)

Auf der Rückseite werden die Pro-Modelle Gerüchten zufolge wie schon die 11er-Pro-Serie drei Kamerasensoren verbaut haben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die gleichen Funktionen wie die aktuellen Modelle besitzen werden: Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv. Inwiefern Apple die schon sehr gute Kamera verbessern wird, ist ungewiss. Wir tippen allerdings auf eine weitere Portion Computational Photography, die mit dem Nachfolger des A13-Bionic-Chips – dem A14-SoC (System-on-a-Chip) – in Fünf-Nanometer-Architektur berechnet wird. Der A14-Chip werde nach letzten Informationen einen massiven Performance-Sprung im Vergleich zum A13 Bionic hinlegen und ab Ende 2020 das erste Macbook antreiben. Gerüchte sprechen außerdem von einer dreifachen anstelle einer zweifachen Zoomfunktion, wie sie beim iPhone 11 Pro genutzt wird. Zudem ist von 4K-Videos mit 120 und 240 Bildern pro Sekunde (fps) für die Pro-Modelle die Rede. Aktuelle iPhones unterstützen maximal 4K mit 60 fps.

So könnte das kleinste iPhone 12 mit 5,4 Zoll-Display aussehen
So könnte das iPhone 12 mit 5,4-Zoll-Bildschirm aussehen. (Mockup: Lets go Digital)

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Zusätzlich zu den drei Kameras werden die Pro-Geräte einen Lidar-Sensor an Bord haben, den Apple schon seinen aktuellen iPad Pros verpasst hat. Er dient in erster Linie der besseren Positionierung in Augmented-Reality-Anwendungen, soll aber auch den Autofokus beschleunigen. Die normalen 12er iPhones sollen letzten Informationen zufolge wieder zwei Kamerasensoren verbaut haben, bei denen es sich wohl wieder um eine Weit- und eine Ultraweitwinkeloptik handeln dürfte.

iPhone 12 und 12 Pro: Einige Eckdaten

iPhone 12 und 12 Pro: Einige Eckdaten im Überblick. (Bild: John Prosser)

iPhone 12 und 12 Pro mit 5G – Pro Max mit größerem Akku

Dass Apple seine neuen Modelle allesamt zukunftstauglich macht und mit 5G-Funk versehen wird, gilt als ziemlich sicher. Bis auf Weiteres bezieht der Hersteller die Funkmodule noch von Qualcomm, nachdem der bisherige Partner Intel die Entwicklung nicht voranbringen konnte. Im letzten Jahr übernahm Apple die komplette 5G-Entwicklungssparte von Intel und plant, in den kommenden Jahren eigene 5G-Module zu bauen.

Qualcomms 5G-Modul X55 unterstützt bis zu 7 Gbit/s.

Qualcomms 5G-Modul X55 unterstützt bis zu 7 Gigabit/Sekunde. (Foto: Qualcomm)

In Sachen Speicher könnte Apple letzten Insider-Informationen zufolge endlich auch die Kapazität des Basisspeichers anheben. Statt den mittlerweile mickrigen 64 Gigabyte, die selbst noch in den teuren iPhone-11-Pro-Modellen integriert sind, werde der kleinste Speicher 128 Gigabyte betragen und sich damit auf das Niveau von Android-Topmodellen wie ein Galaxy S20 (Test) oder Huawei P40 Pro (Test) begeben. Laut dem gut vernetzten Jon Prosser wird das normale iPhone 12 mit 128 respektive 256 Gigabyte Flashspeicher in den Handel kommen, die Pro-Modelle mit 128 bis 512 Gigabyte. Um für das iPhone 12 mit der höheren Bildwiederholrate, größerer Displaydiagonale und 5G ausreichend Saft zu liefern, könnte Apple den Akku abermals vergrößern: Weinbach will von einem 4.400-Milliamperestunden-Akku erfahren haben, der in der Pro-Max-Variante verbaut sein soll. Zum Vergleich: Der Energiespeicher des iPhone 11 Pro Max ist 3.969-Milliamperestunden groß.

Darüber hinaus könnte Apple eine weitere neue Technologie in seine iPhones integrieren: Mit dem im 60-Gigahertz-Frequenzbereich funkenden WLAN 802.11 ay könnten Daten ultraschnell mit bis zu 44 Gigabit pro Sekunde zwischen Geräten ausgetauscht werden. Es wird gemunkelt, dass das ultraschnelle Kurzwellen-WLAN entweder für ein verbessertes Airdrop oder zur Kommunikation mit einer AR-Brille konzipiert sein könnte. Was den Ladeanschluss anbelangt, wird Apple wohl weiterhin beim Lightning Port bleiben, auch wenn Apple USB-C beim iPad Pro einsetzt, meint Prosser. Apples langfristiges Ziel sei es, beim iPhone vollkommen auf Anschlüsse zu verzichten.

iPhone 12 und 12 Pro: Wie teuer könnten die neuen Modelle werden?

Obwohl die Coronakrise die Lieferketten und die Fertigung ausbremst, plant Apple wohl, seine neue iPhone-Familie im September vorzustellen. Jedoch peilt Apple einen späteren Markstart an, wie der Finanzchef des Konzerns, Luca Maestri, während der Veröffentlichung der Quartalszahlen einräumte.

Ungewöhnlich wäre eine verzögerte Verfügbarkeit nicht: Das iPhone X erschien nach der Vorstellung im September erst im November, und das iPhone XR war erst gegen Ende Oktober verfügbar.

iPhone 12 Pro in Navy Blue

Das iPhone 12 Pro soll in Navy Blue erscheinen. (Renderbild: EverythingApplePro)

Zu den Preisen und Farben der neuen Modellreihe kursieren auch schon erste mutmaßliche Details: Das schicke Midnight Green des 11 Pro soll gegen ein Navy Blue (Dunkelblau) getauscht werden. Das iPhone 12 wird laut Jon Prosser, der in der letzten Zeit mit seinen präzisen Leaks positiv aufgefallen war, ab 649 US-Dollar verfügbar sein, das 12 Max kostet dem Leaker zufolge 749 Dollar. Beim 12 Pro könnte es ab 999 Dollar losgehen, während das 6,7-Zoll-12-Pro-Max bei 1.099 Dollar starten soll. Glaubt man dem renommierten Analysten Ming-Chi Kuo könnte Apple bei seinen 2020er Modellen komplett auf Ohrstöpsel im Lieferumfang verzichten, um den Absatz seiner beliebten Airpods noch weiter anzukurbeln. Die Barclays Bank und Kuo gehen gar davon aus, dass Apple auch das Netzteil einspart und den kommenden iPhones nur ein USB-C-Kabel beilegt – das Netzteil müsste sich der Kunde dann separat zulegen. Diese Prognose widerspricht jedoch dem Gerücht, Apple werde allen Modellen ein neues 20-Watt-Netzteil beilegen.

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Artikel aktualisiert am 31. Juli 2020.

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3 Kommentare
Taradino Cassatt
Taradino Cassatt

Das Design des IPhone 4G entpuppt sich ein weiteres Mal als echter Dauerbrenner.

Antworten
T
T

„Computational Computing“… Geiler Scheiß, jetzt wird’s meta.

Antworten
Andreas Floemer

Da habe ich gepennt. Danke für den Hinweis, ist gefixt.

Antworten

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