Test

Pixel 2 und XL im Test: Starke Google-Phones mit sensiblem Schwachpunkt

Seite 6 / 6

Pixel 2 und Pixel 2 XL: Fazit und Verfügbarkeit

Google Pixel 2 und 2 XL. (Foto: t3n)

Googles Pixel-2-Smartphones sind in vielen Belangen sehr gute Smartphones, die sich neben ihrer Premium-Verarbeitung wie -Ausstattung und der tollen Kamera durch ein schlankes und flüssig laufendes aktuelles Android auszeichnen. Trotz des einfachen Sensors funktioniert der Porträt-Modus selbst mit der Frontkamera dank Machine-Learning-Algorithmen zuverlässig und sauber. Selbst bei Dunkelheit lassen sich tolle und detailreiche Aufnahmen schießen.

Ein weiterer Pluspunkt der Pixel-2-Modelle ist die für den Android-Kosmos lange Update-Sicherheit von drei Jahren für große Systemaktualisierungen und Sicherheitspatches – für die Pixel-2-Smartphones wird es selbst Android „R“ geben. So etwas und sogar für einen noch längeren Zeitraum gibt es eigentlich nur bei Apples iOS. Dass eine langjährige Bereitstellung von Sicherheitspatches und verpflichtende Updates in der Android-Welt kein Standard sind, ist ein Trauerspiel.

Google Pixel 2 und Pixel 2 XL. (Foto: t3n)

Nicht vollends überzeugen konnten uns die Displays der beiden Geräte. Während der AMOLED-Screen des Pixel 2 im Allgemeinen in Ordnung geht, jedoch etwas dunkel ist, stört der altbacken wirkende Rahmen rund um das Display. Das Smartphone hätte bei der Displaydiagonalen eine Spur kompakter ausfallen können.

Beim Pixel 2 XL schafft Google die Platzausnutzung weit besser. Mit der Wahl des POLED-Displays von LG hat das Unternehmen indes kein sonderlich gutes Händchen bewiesen: Es ist eine Spur zu dunkel, der Blaustich bei leicht schrägen Blickwinkel darf nicht sein.

Abgesehen von den Kritikpunkten bietet Google nichtsdestotrotz zwei sehr gute Smartphones an, die in vielen Aspekten ihresgleichen suchen. Falls euch die Displayschwäche nicht stören sollte, die bei der nächsten Charge weniger stark ausfallen könnte, erhaltet ihr ein Smartphone, das softwareseitig stets aktuell gehalten wird und so gegen Sicherherheitslücken geschützt ist.

Falls ihr ein Top-Smartphone mit einem besseren Display sucht, findet ihr bei den Mitbewerbern gute Alternativen: Huawei hat mit dem Mate 10 Pro erst kürzlich ein interessantes Modell mit Top-Ausstattung präsentiert. Aber auch Samsungs mittlerweile im Preis gefallenes Galaxy S8 (Plus) ist abgesehen vom ungünstig positionierten Fingerabdruckleser einen Blick wert. Von weiteren Herstellern wie LG, HTC oder Oneplus gibt es ebenso interessante Geräte, die teilweise auch in puncto Software-Updates zuverlässig liefern.

Wenn ihr dennoch ein Pixel 2 euer Eigen nennen wollt, greift wegen des besseren Displays besser zum kleinen, auch wenn es nicht so hübsch ist.

Das Pixel 2 wird in den Farben Blau (Kinda Blue), Weiß („Clearly White“) und Schwarz („Just Black“) angeboten. Das Pixel 2 XL gibt es in Schwarz und Schwarz-Weiß („Black & White“) im „Pandastyle“. Preislich geht es beim kleineren Pixel 2 mit 64-Gigabyte-Speicher bei 799 Euro los, die 128-Gigabyte-Variante schlägt mit 909 Euro zu Buche. Die Pixel-2-XL-Version mit 64 Gigabyte kostet 939 Euro, für die größere Variante mit 128 Gigabyte werden 1.049 Euro fällig. Das kleine Pixel 2 ist bereits erhältlich, das große soll ab Mitte November in den Handel gehen.

Pro:

  • Top Verarbeitung
  • schnelles, aktuelles und ruckelfreies Android
  • ausgezeichnete Kamera
  • wasser- und staubdicht
  • gute Stereospeaker
  • schneller Fingerabdrucksensor
  • garantiert System- und Sicherheitsupdates für drei Jahre
  • modernes Design (beim XL)
  • gute Akkulaufzeiten

Kontra:

  • POLED-Display des XL mit Blaustich und anderen Problemen
  • Displays könnten heller sein
  • keine Audiobuchse
  • keine kabellose Lademöglichkeit

Bei den beiden Pixel-Smartphones könnte es sich um die letzten Modelle handeln, die in Kooperation mit anderen Herstellern entwickelt wurden, denn Google baut seine eigenen Hardware-Pläne weiter aus, was durch die Milliarden-Investition in HTC und der Übernahme von knapp 2.000 Mitarbeitern Ende September deutlich geworden ist. Überdies arbeitet Google bereits an eigenen Prozessoren, um wie Apple Hardware enger mit der Software verbinden zu können. Im Pixel 2 kommt bereits der erste hauseigene Smartphone-Chip zum Einsatz – derzeit schlummert er aber noch.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung