Ratgeber

Was bedeutet digitale Transformation eigentlich konkret?

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Digitalisierung: Social Media nutzen – aber richtig

Das schöne und grausame an Social-Media-Strategien zugleich ist: Kaum etwas lässt sich so leicht messen wie ihr Erfolg – Likes und Reichweiten werden in Echtzeit angezeigt. Nicht jedes Unternehmen muss auf Social-Media-Kanälen aktiv sein – doch es lohnt sich nicht nur für Consumer-Marken. Wer sich beispielsweise als Arbeitgeber für junge Absolventen attraktiv machen möchte, hat bessere Chancen, wenn Bewerber einen sympathischen Social-Media-Auftritt auf Kanälen wie Facebook, Twitter, Xing oder Linkedin finden, auf denen sich das Unternehmen offen und kommunikationsfreudig zeigt.

Gerade für Unternehmen mit Konsumenten-Produkten ist Social Media natürlich auch ein wichtiger Kanal für direktes Kundenfeedback. Zur Auswertung dieses Gesprächs gibt es zahlreiche Tools, die hilfreich sein können – zu den bekannteren gehören unter anderem Hootsuite, Sprinklr und die Marketing-Cloud von Salesforce.

Für Hersteller von Konsumenten-Produkten gilt: Wer glaubt, die Kontrolle zu behalten, indem ein Unternehmen Social Media komplett meidet, irrt. Das Unternehmen findet in den sozialen Kanälen statt, erfährt aber nichts davon. Aber auch Hersteller eines B2B-Produkts müssen sich fragen: Welchen Eindruck mache ich auf Kunden, Geschäftspartner und Bewerber, wenn ich im Internet nicht oder nur durch eine nichtssagende Website auffindbar bin?

Bei allen Interaktionen auf den Social-Media-Kanälen ist es wichtig, die Regeln der Kommunikation auf dem jeweiligen Kanal zu beachten und nicht gleich als Fremdkörper aufzufallen: Freundlich und locker kommunizieren – aber nicht anbiedern sind wichtige Grundsätze. Und: Kritik keinesfalls einfach unkommentiert löschen – das ist nur Nährboden für einen echten Shitstorm.

Jeder Kanal hat dabei seine eigene Zielgruppe. Twitter zum Beispiel ist gut, um Politiker, Entscheidungsträger und Journalisten zu erreichen. Es gibt kein anderes Medium, mit dem sich Einzelpersonen und Unternehmen so leicht in Debatten einmischen und Sichtbarkeit bei politischer und wirtschaftlicher Elite erreichen. Schlüssel zum Erfolg ist es hier, den für die eigene Branche relevanten Leuten zu folgen und mit ihnen zu interagieren.

Generell gilt für erfolgreiche Inhalte auf Social Media: Sie sind vom Nutzer her gedacht, nutzen also dem Rezipienten statt der Botschaft, die das Unternehmen gerne über sich verbreitet sähe.

Digitale Plattformen als Absatzkanal nutzen – auch international

Nicht wenige deutsche Mittelständler haben sich mithilfe der Digitalisierung ganz neue Märkte erschlossen – beispielsweise in China. Die wichtigste Plattform für den B2B-Handel in China ist dabei Alibaba, für den B2C-Handel ist Wechat inzwischen die wichtigste chinesische Plattform.

Aber auch außerhalb Chinas können B2B-Online-Plattformen wie Mercateo, Amazon Business oder Fachportale wie Toolineo für professionelle Handwerker neue Kundengruppen erschließen. Welche Plattformen sich jeweils lohnen, hängt vom Unternehmen ab. Beratungsunternehmen wie Kyto können hier helfen, die möglichen Chancen einer Internationalisierung mittels digitaler Tools auszuloten.

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Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Die erste Version des Artikels wurde er am 20. Juli 2017 veröffentlicht.

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5 Kommentare
StefanM
StefanM

Sehr guter Artikel. Danke

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e6836b3448d6ad5b

Ja stimmt. Nur leider nicht als PDF zum runterladen – also nicht zum Weitergeben an die, die es wirklich brauchen – also ab ins Nrvana damit. Schön aber unbrauchbar, wie schade.

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Wilfried Russ - AKAD University
Wilfried Russ - AKAD University

Sehr guter Übersichtsartikel zu den diversen Hot Spots der Digitalen Transformation. Danke!

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Mülli
Mülli

Der Anfang ist leider ziemlich schwach, aber zum Glück kann man sich ja hintenraus noch steigern ;-). Wenn man sich schon aufschwingt so ein komplexes Thema wie die Digitale Transformation zu erläutern sollte man wenigstens die die „einfachen“ Begrifflichkeiten wie „On-Premise“ oder „Software-as-a-Service“ recherchiert haben, dann wüsste man auch, dass diese Begriffe Alternativen füreinander sind. Und ein „Instant Messenger“ wie Slack, wenn auch mit der mittlerweile hoch integrierbar, ersetzt im Geschäftlichen nicht einfach die E-Mail, so schön es auch wäre. Big Data als aufgemotzte Reichweitenmessung zu beschreiben zeugt leider auch nicht gerade von einem großen Verständnis für die Materie. Ansonsten ganz netter Artikel, aber wenn digitale Transformation so einfach wäre, wenn dann wären sicher schon weiter und ich müsste wahrscheinlich nicht mehr arbeiten. Aktuell lässt sich allerdings ganz gut Geld mit der digitalen Transformation verdienen ,-).

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Mülli
Mülli

und wie man sieht muss die Spracherkennung auch noch perfektioniert werden :-) :-)

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