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„Okay Google, sei mal ruhig“: So könnt ihr den Google Assistant deaktivieren

Der Google Assistant findet sich werksmäßig auf den meisten Android-Smartphones und soll die Nutzung mit einem einfachen „Okay Google“ vereinfachen. Wer auf die Funktionen der KI verzichten möchte, kann den Sprachassistenten auch deaktivieren. Wir erklären, wie’s geht.

5 Min. Lesezeit
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Googles Sprachassistent Google Assistant wird als die beste Sprach-KI gehandelt: Die Funktionen und Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig und äußerst zuverlässig. Doch auch kritische Stimmen zum Thema Datenschutz werden immer wieder laut. (Foto: dennizn / Shutterstock)

Seit seiner Vorstellung im Jahr 2016 ist der Google Assistant fester Bestandteil der meisten Android-Geräte und darüber hinaus in einer Vielzahl an Hardwareprodukten integriert: Ob Stereoanlagen, Lautsprecher, Beleuchtungssysteme, Kühlschränke oder das Google-Nest-System – sie alle lauschen und reagieren auf die gesprochenen Anweisungen der Nutzer:innen. Selbst auf iPhones lässt sich Googles Sprachassistent anstelle von Apples eigener KI Siri verwenden.

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Doch nicht jede:r für die Funktion erwärmen. Für manche spielt sie bei der Nutzung ihrer Geräte bloß eine untergeordnete bis gar keine Rolle oder sorgt für genervtes Augenrollen. Andere wiederum sehen in Sprachassistenten wie Google Assistant, Siri oder Alexa potenzielle Abhördienste und wollen sich und ihre Daten vor dem Mithören durch Dritte schützen.

Ganz egal, aus welchem Grund: Der Google Assistant lässt sich einfach und schnell deaktivieren. Wir zeigen, wie es geht. 

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Was ist der Google Assistant?

Der Google Assistant ist Googles hauseigener Sprachassistent. Im Jahr 2016 wurde der Google-Now-Nachfolger auf Googles Entwickler:innenkonferenz erstmals vorgestellt, seit 2017 steht er auch deutschen Nutzer:innen zur Verfügung. Wie von einem sprachgesteuerten Assistenten nicht anders zu erwarten, wird auch Googles Dienst durch Zuruf gestartet: Ein beherztes „Okay Google“ oder „Hey Google“ aktiviert die KI und eröffnet dann nahezu unbegrenzte Möglichkeiten.

Welche Funktionen hat der Google Assistant?

Klassisch kann man zum Beispiel nach dem Wetter für den nächsten Tag oder einer Wegbeschreibung zum Lieblingsbingoklub der Oma fragen. Auch Musik über einen Sprachbefehl abspielen zu lassen ist kein Problem. Auf Nachfrage erzählt der Assistant aber auch gern einen Witz und ist auch schlagfertig, wenn man wissen möchte, ob er vielleicht gerade gefurzt haben könnte. Ein echter Schlawiner.

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Hier eine Übersicht der wichtigsten und beliebtesten Funktionen:

  • Im World Wide Web Informationen suchen und finden: zum Beispiel über das Wetter, aktuelle Nachrichten, Wegbeschreibungen, Wissensfragen etc.
  • Termine verwalten und auf den Kalender zugreifen
  • Timer stellen und Erinnerungen einrichten
  • Nachrichten senden
  • Musik abspielen
  • Kompatible und Smarthome-Geräte steuern sowie Inhalte über Chromecast wiedergeben

Die Liste ließe sich lange weiterführen und wird immer wieder durch neue (kuriose) nützliche Funktionen ergänzt. Mit dem 2018 vorgestellten Google-Assistant-Produkt „Google Duplex“ übernimmt die KI auf Wunsch beispielsweise sogar ganze Anrufe. Durch simples Summen oder Pfeifen findet Google Assistant zudem schnell Lieder, deren Name einfach nicht mehr einfallen wollen, und macht so auch den lästigsten Ohrwürmern den Garaus.

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Damit Googles Assistent vernünftig arbeiten kann, müssen die in den kompatiblen Geräten und in den Smartphones verbauten Mikrofone permanent eingeschaltet sein. Nur so können die magischen Aktivierungworte jederzeit erkannt und damit die Sprachsteuerung eingeleitet werden (Hands-free-Mode).

Dieser Modus ist bei Android-Smartphones jedoch standardmäßig deaktiviert und muss in den Einstellungen aktiv eingeschaltet werden. Ohne Sprachsteuerung wird der Google Assistant über ein langes Gedrückthalten des Home-Buttons aktiviert. Nutzende können zudem regulieren, wie empfindlich die KI auf Stimme und Umgebungsgeräusche reagieren soll.

Google Assistant Ambient Mode. (Foto: t3n)

Google Assistant Ambient Mode. (Foto: t3n)

Wie kann ich den Google Assistant deaktivieren?

Der Google Assistant kann eine nützliche Unterstützung sein. Als systemeigene App kann der Dienst zwar nicht einfach vom Gerät gelöscht werden, wer dennoch auf den Sprachassistenten verzichten will, kann ihn allerdings schnell deaktivieren. Je nach Gerätetyp oder Version kann sich die Vorgehensweise dabei leicht unterscheiden.

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So wird der Google Assistant auf Android-Geräten deaktiviert:

  1. In den Einstellungen den Menüpunkt „Google“ antippen.
  2. Nun „Einstellungen für Google-Apps“ beziehungsweise „Kontodienste“ wählen und im Anschluss auf „Google-Suche, Google Assistant und Spracheingabe“ tippen.
  3. Auf „Google Assistant“ tippen.
  4. Unter dem Menüpunkt „Alle Einstellungen“ auf „Allgemein“ tippen.
  5. Neben dem Punkt „Google Assistant“ findet sich nun ein blauer Schalter. Wenn man ihn antippt, erscheint er ausgegraut, und der Google Assistant auf dem Gerät deaktiviert.

Von nun an ist der Google Assistant sowohl in allen Apps als auch auf dem gesamten Gerät deaktiviert. Wenn das Leben ohne Sprachassistenz doch nicht so sehr gefällt, wie gedacht, kann der Dienst noch einfacher wieder reaktiviert werden: Dafür muss lediglich der Home-Button des Smartphones für eine kurze Zeit gedrückt gehalten werden.

Android fragt nun, ob Google Assistant wieder aktiviert werden soll. Diese Aktion kann ab Android 10 übrigens auch durch einen diagonalen Wischer von den unteren Displayecken zur Bildschirmmitte herbeigeführt werden.

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Datenschutz: Wie sicher sind Sprachassistenten wie Google Assistant?

Keine Frage, Sprachassistenten bieten viele hilfreiche und nützliche Funktionen. Dennoch stehen sie auch in der Kritik und werden von Datenschützenden mit Misstrauen beäugt. Google Assistant bildet dabei keine Ausnahme.

Denn KI wie Google Assistant benötigen eine nicht unerhebliche Menge Daten ihrer Nutzenden, um ihren Funktionsumfang immer weiter steigern zu können. Sie lernen dazu, passen sich an die Bedürfnisse an und werden mit jeder Anfrage ein kleines bisschen schlauer.

Und sie hören durchaus zu: Die Mikrofone intelligenter Lautsprecher wie Google Nest oder Alexa sind in der Regel dauerhaft eingeschaltet und lauschen auf ihren Einsatz, um rechtzeitig auf Zuruf reagieren zu können.

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Die Datenschutz-Frage überrascht daher nur wenig. Jedoch wird erst durch Aktivierungswörter wie „OK Google“ tatsächlich eine Verbindung mit dem Server aufgebaut, auf dem nachfolgende Anfragen verarbeitet und gespeichert werden. Ohne diese Worte findet keine Speicherung der mitgehörten Daten statt.

Problematisch wird es, wenn Google Assistant ähnlich klingende Worte – beispielsweise aus dem Radio, Fernseher oder einem Gespräch mit den Mitbewohnenden – als Aktivierungsworte versteht und fälschlicherweise eine Verbindung mit der Cloud aufbaut. Google testete in der Vergangenheit zudem eine neue Funktion für „Kurzsprachbefehle“, die ganz ohne ein „OK Google! auskommen sollen. Wie sich dies mit dem Bedürfnis nach Datenschutz verträgt, bleibt abzuwarten.

Tipps für Datenschutz und Privatsphäre im Umgang mit Sprachassistenten

Die Fragen nach Datensicherheit und Privatsphäre haben in jedem Fall ihre Berechtigung und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Das haben auch Hersteller wie Google verstanden und versuchen den schmalen Grat zwischen den eigenen (wirtschaftlichen) Interessen und den Bedürfnissen ihrer Nutzenden durch entsprechende Funktionen ihrer Systeme einzuhalten. Doch auch man selbst kann dem Schutz der eigenen Daten einen Schubs geben.

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Hier sind ein paar Tipps, um für mehr Privatsphäre und Datensicherheit im Umgang mit Sprachassistenten zu sorgen:

  • Information is key: sich nicht lumpen lassen und rechtzeitig über die jeweiligen Datenschutzerklärungen und -bestimmungen informieren.
  • Die Nutzung der eigenen Daten zur Verbesserung der Assistenten einschränken. Dies lässt sich über die Geräte-Einstellungen erledigen.
  • Den Anfragenverlauf regelmäßig in der Historie der App löschen. Aber Achtung: Assistant-KI wie Google Assistant passen sich den individuellen Bedürfnissen der Nutzenden auf Grundlage der gesammelten Daten an. Wird also regelmäßig die Historie gelöscht, können die Dienste nicht ihr volles Potenzial entfalten.
  • Die meisten Smarthome-Systeme verfügen über Buttons, um die Mikrofone vollständig auszuschalten. Wer also Bedenken hat oder besonders private beziehungsweise sensible Themen besprechen möchte, kann so die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Sprachassistenten aus Versehen mit der Cloud verbinden, verringern.
  • Kindersicherung: eine Code-Sicherung vor Kaufabschlüssen einrichten. So können die Kleinen nicht unbeaufsichtigt auf Shopping-Tour gehen.
  • Auch den Besuch über den Sprachassistenten im Haus informieren – und auf Wunsch abschalten.
  • Bei eingeschaltetem Mikrofon: Sensible Themen (wie Bank- oder Gesundheitsdaten) nicht laut besprechen.
  • Eine zusätzliche PIN einrichten, um zum Beispiel Türen oder Garagentore per Sprachassistenten zu öffnen.

Google erweiterte seinen Google Assistant zudem um einen Inkognito-Modus – das Unternehmen selbst spricht dabei lieber von einem „Gastmodus“. Dieser ist zwar weniger leistungsstark, Anfragen werden jedoch nicht wie im normalen Modus über die Cloud gespeichert.

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Gunar Gürgens

Das mit dem Schalter hat bei mir so gut wie nie funktioniert, manchmal, ging er dennoch an auch wenn ich keine Taste gedrückt hatte. Noch besser ist es einfach die Zugriffsrechte für das Mikro zu entziehen, dann ist wirklich Ruhe.

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