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Tech-IPO: Das sind die 26 wichtigsten Börsengänge 2021

Die Coronakrise hält offenbar kaum ein Unternehmen davon ab, an die Börse zu gehen. Und der Erfolg gibt ihnen recht. Diese Tech-Firmen haben schon, wollen noch oder könnten vielleicht.

12 Min. Lesezeit
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2021 ist das Jahr der Börsengänge. (Foto: Jorg Hackemann / Shutterstock)

Drei Monate hat das Jahr 2021 fast hinter sich und die Zahl der tatsächlichen und erwarteten Neuemissionen ist trotz der weltweiten Gesundheitskrise auf hohem Niveau. Während im vergangenen Jahr nur vier (nennenswerte) deutsche Unternehmen den Börsengang wagten, darunter mit Curevac und Pharma-SGP zwei Firmen aus dem naheliegenderweise attraktiven Health-Sektor, sind diese vier Börsengänge 2021 bereits bis Ende März zu erwarten.

Friedrich Vorwerk

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Zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung dieses Beitrags steht der Börsengang der Rohrleitungsbauer von Friedrich Vorwerk unmittelbar bevor. Der soll bis zu 515 Millionen Euro einspielen und bis zu 46 Prozent der Anteile in den Streubesitz bringen. Gelingt alles nach Plan, erreicht Friedrich Vorwerk eine Bewertung von 1,12 Milliarden Euro. Am 25. März 2021 soll das Unternehmen sein Börsendebüt in Frankfurt am Main feiern. Friedrich Vorwerk ist ein Energiedienstleister, der sich nach dem Börsengang verstärkt im Wasserstoffgeschäft engagieren will.

Vantage Towers

Bereits am 18. März 2021 ist der Funkmastenbetreiber Vantage Towers, eine Vodafone-Tochter, an die Frankfurter Börse gegangen. Die Emission war zwar erfolgreich, ein schneller Anstieg blieb indes aus. Die Aktie pendelt um den Ausgabepreis – eine maximale Steigerung belief sich auf drei Prozent. Vantage Towers wird mit 12,6 Milliarden Euro bewertet, liegt aber mit seinen 82.000 Mastenstandorten in zehn europäischen Ländern bloß im Mittelfeld.

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Auto1 (und Meinauto)

Auto1 Gründer

Christian Bertermann (links) und Hakan Koç sind die Gründer von Auto1. (Bild: Auto1)

Bleiben wir zunächst bei den deutschen Börsengängen. Hier legte der Gebrauchtwagenhändler Auto1 im Februar ein fulminantes Börsendebüt hin. Das Portal, das unter anderem die bekannte Plattform wirkaufendeinauto.de betreibt, konnte nicht nur den oberen Ausgabepreis erzielen. Vielmehr schoss die Aktie unmittelbar nach Emission bereits um 45 Prozent nach oben. Auto1 wird mit 11,7 Milliarden Euro bewertet und war im Februar der größte deutsche Börsengang seit dem Teamviewer-IPO im Herbst 2019.

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Kaum hatte der Online-Autohändler Auto1 sein Börsendebüt erfolgreich absolviert, wurde der Online-Autohändler meinauto.de zur Aktiengesellschaft. Das bedeute indes nicht, dass man einen Börsengang anstrebe, ließ das Unternehmen die Medien wissen. Dabei sieht sich meinauto.de mit nach eigenen Angaben rund 25 Millionen Visits im vergangenen Jahr als die deutsche Nummer 1 im Online-Neuwagenhandel. Ein Börsengang von meinauto.de noch im Jahr 2021 erscheint zumindest nicht unwahrscheinlich.

Qualtrics

Nachdem SAP das Unternehmen Qualtrics im Jahr 2018 kurz vor dem Börsengang für rund acht Milliarden US-Dollar gekauft und den Börsengang abgeblasen hatte, konnten wir im Januar 2021 eine Kehrtwende erleben. Nun als SAP-Tochter an der New Yorker Börse gelistet, kommt der Spezialist für Marktforschung auf eine Bewertung von 25,2 Milliarden Euro. Das liegt vor allem an einer deutlichen Kurssteigerung nach dem IPO. Fast 40 Prozent über dem Ausgabepreis notierte das Qualtrics-Papier am ersten Handelstag.

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Bumble

Bmble Nasdaq IPO Börsengang

Der Bumble-Börsengang machte Gründerin Herd zur Milliardärin. (Foto: bumble.com)

Seit dem 11. Februar 2021 ist die Tinder-Alternative Bumble an der New Yorker Börse gelistet. Die Dating-App mit dem etwas anderen Ansatz wird mit 6,7 Milliarden Euro bewertet. Ihre Aktien stiegen am ersten Handelstag um nahezu 100 Prozent über den zunächst veranschlagten Ausgabekorridor. Bumble hat nach eigenen Angaben 12,4 Millionen aktive Verwender. Der Twist an der App ist, dass nach einem ersten Treffen die Kommunikation nur weitergeführt werden kann, wenn der weibliche Part eines heterosexuellen Treffens das initiiert.

Roblox

Seit dem 10. März 2021 ist der Spiele-Publisher Roblox Corp an der New Yorker Börse gelistet. Auch dieses Papier erfreute sich direkt großer Nachfrage und stieg am ersten Handelstag um 66 Prozent. Damit war Roblox rund 49 Milliarden Dollar wert. Das Unternehmen war im Wege der Direktplatzierung, nicht über einen klassischen IPO, an die Börse gegangen.

Roblox konnte im Jahr 2020 seine Nutzerzahlen fast verdoppeln. Dabei sind die Spiele des Anbieters vor allem bei Kindern im Alter unter 13 Jahren beliebt. Die können dort sogar eigene Online-Spiele entwickeln. Die hohe Bewertung darf indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass Roblox bislang keine schwarzen Zahlen schreibt. Allein im vergangenen Jahr musste der Publisher einen Nettoverlust von 253 Millionen Dollar hinnehmen.

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Coupang

Der Online-Versandhändler Coupang gilt als Amazon Südkoreas und konnte zuletzt noch stärker als das US-amerikanische Vorbild von der Coronapandemie und den Auswirkungen der Lockdowns profitieren. Das 2010 gegründete und von der Softbank begleitete Unternehmen kommt nach dem IPO, in dessen Folge das Papier um über 81 Prozent nach oben schoss, auf eine Bewertung von rund 109 Milliarden Dollar.

Damit legt Coupang das größte Börsendebüt seit dem IPO von Alibaba im Jahr 2014 hin. Coupang arbeitet ausschließlich in Südkorea und schreibt rote Zahlen. Für den Börsengang wählte das Unternehmen den Standort New York, weil das amerikanische Börsenrecht Möglichkeiten eröffnet, wie Minderheitseigner sich trotzdem weitgehend die Kontrolle über das Unternehmen sichern können.

Lucid Motors

Der US-amerikanische Tesla-Wettbewerber Lucid Motors, der von dem ehemaligen Tesla-Chefingenieur Peter Rawlinson geführt wird, ist Ende Februar 2021 durch die Übernahme eines börsennotierten SPAC-Mantels an die Börse gegangen.

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Das ist eine Konstruktion, die Lucid Motors erst in mehreren Schritten zur angestrebten Bewertung von 24 Milliarden Dollar verhelfen kann. Aktuell sind dem Hersteller „nur“ 4,4 Milliarden Dollar zugeflossen.

Mit der Bewertung von 24 Milliarden Dollar wäre Lucid halb so viel Wert wie BMW, ohne überhaupt ein einziges Auto verkauft zu haben. Wie der Hersteller anlässlich des Börsenganges einräumen musste, wird sich der Produktionsstart des ersten Serienmodells von März auf die zweite Jahreshälfte verschieben. Ob die ursprüngliche Planung, das Modell noch 2021 nach Europa zu bringen, gehalten werden kann, erscheint mehr als fraglich.

Rivian

Rivian R1S. (Foto: Rivian)

Auch der Elektro-Autobauer Rivian soll noch im Sommer seinen Börsengang wagen wollen. Dabei zählt Rivian mit mehr als acht Milliarden Dollar Investorengeldern ohnehin bereits zu den am besten finanzierten E-Auto-Herstellern. Dabei kann Rivian mit einem wichtigen Pfund wuchern.

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Der Hersteller ist nicht auf Schätzungen angewiesen, wenn es um die Bewertung der Perspektiven geht. Vielmehr kann Rivian bereits eine Bestellung über 100.000 elektrische Lieferwagen des E-Commerce-Riesen Amazon vorweisen. Kein Wunder also, dass Rivian eine Bewertung von 50 Milliarden Dollar im Falle eines Börsenganges zugetraut wird. Die ersten Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.

Faraday Future

Mit dem 2014 gegründeten E-Auto-Startup Faraday Future ist schon im Januar 2021 ein weiterer Tesla-Wettbewerber durch die Fusion mit einem börsennotierten Mantelunternehmen (SPAC) an die Börse gegangen. Das fusionierte Unternehmen wird mit 3,4 Milliarden Dollar bewertet.

Synlab

Der Münchner Laborbetreiber Synlab will nach Ostern an die Frankfurter Börse gehen. Das berichtet das Handelsblatt. Es wird mit einer Bewertung von sechs Milliarden Euro gerechnet. Mit mehr als 500 Millionen Tests pro Jahr ist Synlab Europas größte Laborkette.

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Die PCR-Testungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hatten Synlab im vergangenen Jahr Gewinne von mehr als einer halben Milliarde Euro beschieden. Auch im Jahr 2021 laufen PCR-Tests ungebremst gut. Besonders beeindruckend: Der Gewinn konnte trotz hoher Kosten für die Ausweitung der Laborkapazitäten erzielt werden. Die Erstnotiz dürfte für Ende April zu erwarten sein.

Suse

Ebenfalls nach Ostern, womöglich im Mai, soll der 1992 gegründete deutsche Linux-Distributor Suse an die Frankfurter Börse gehen. Das berichtet Reuters. Das Software-Haus, das derzeit dem Finanzinvestor EQT gehört, soll mit dem Börsengang eine Bewertung zwischen sieben und acht Millionen Euro erreichen. EQT hatte 2019 2,5 Milliarden Dollar für Suse gezahlt und war im Herbst 2019 selbst an die Börse gegangen.

Suse hat sich zwischenzeitlich diversifiziert und betätigt sich nicht mehr nur als Linux-Distributor. Vielmehr weist Suse inzwischen auch in den Segmenten Container und andere Cloud-Leistungen eine hohe Expertise auf. Im Juli 2020 hatte Suse den Kubernetes-Anbieter Rancher Labs gekauft. Die Coronakrise hat Suse nicht geschadet. Vielmehr konnte sich das Unternehmen in allen relevanten Geschäftsbereichen teils deutlich verbessern.

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Deliveroo

Deliveroo strebt an die Börse. (Bild: Deliveroo)

Noch in der ersten Jahreshälfte will der britische Lieferdienst Deliveroo, an dem Amazon mit 16 Prozent beteiligt ist, an die Londoner Börse gehen. Dabei wird eine Unternehmensbewertung von bis zu sieben Milliarden Dollar erwartet. Das könnte die größte Neuemission der letzten drei Jahre an der Londoner Börse werden. Dennoch bliebe Deliveroo damit hinter seinem schärfsten Wettbewerber Just Eat Takeaway, der hierzulande etwa als Betreiber von Lieferando bekannt und an der Londoner Börse rund 14 Milliarden Dollar wert ist.

Coinbase

Nach der ursprünglichen Planung wäre die US-Kryptobörse Coinbase in den nächsten Tagen per Direktplatzierung an der New Yorker Börse an den Start gegangen. Nun aber soll Coinbase seinen Börsenstart zunächst auf April verschoben haben.

Beobachter vermuten, dass die Verschiebung im Zusammenhang mit einer Strafzahlung über 6,5 Millionen Dollar an die US-Aufsichtsbehörde für Derivatehandel CFTC (Commodity Futures Trading Commission) steht. Die hatte der Börse vorgeworfen, Handelsdaten für Bitcoin falsch übermittelt und es einem Mitarbeiter ermöglicht zu haben, mit Litecoin zu handeln.

About You

Der zur Otto-Group gehörige Online-Modeversender About You plant schon seit spätestens Sommer 2020 seinen Börsengang, den Experten immer wieder auf das erste Quartal 2021 datiert hatten. About You gehört zu den Gewinnern der Coronakrise. Das Unternehmen soll dabei seine Software-Prozesse deutlich effizienter umgestellt haben als der Wettbewerb. Für einen Börsengang rechnen Branchenexperten mit einer Bewertung von drei Milliarden Euro.

Robinhood

Die Online-Trader von Robinhood sind im Rahmen der Gamestop-Rallye Anfang 2021 zu zweifelhaftem Ruhm gelangt. Robinhood-Chef Vlad Tenev musste sich an verschiedenen Stellen umfangreich erklären, unter anderem bei Elon Musk im Clubhouse-Chat und vor dem US-Kongress.

Den Nutzerzustrom zu seiner App hatte das alles nicht stoppen, nicht mal behindern können. Robinhood wächst weiterhin rasant. Ziemlich sicher bereitet der US-Onlinebroker derzeit seinen Börsengang vor und steht dazu schon länger in Kontakt mit Goldman Sachs. Robinhood war im September 2020 auf einen Wert von 11,7 Milliarden Dollar taxiert worden. Bei einem Börsengang halten Experten eine Bewertung von rund 20 Milliarden Dollar für realistisch.

Update 24.03.2021: Wie inzwischen bekannt wurde, soll Robinhood der US-Börsenaufsicht SEC die erforderlichen Unterlagen bereits „vertraulich“ zugeleitet haben.

Klarna

Das Klarna an die Börse gehen wird, ist bereits seit Längerem klar. Allerdings drückt Gründer und CEO Sebastian Siemiatkowski dabei nicht auf das Gaspedal. Möglich sei auch, dass Klarna erst im Jahr 2022 seinen Börsenstart erlebt. In der Tat gibt es für das mit Abstand größte Einhorn Europas keinen Grund zur Eile.

Anteile am Unternehmen sind überaus begehrt. Erst Ende Februar 2021 konnte Klarna eine Finanzierungsrunde über eine Milliarde Dollar abschließen, die die Bewertung des Zahlungsdienstleisters auf 31 Milliarden Dollar angehoben hatte. Das 2005 gegründete schwedische Fintech verdient sein Geld damit, dass es für die Abwicklung von Transaktionen von den Händlern eine Gebühr verlangt. Dabei schreibt das Unternehmen indes bislang keine schwarzen Zahlen. Bei einem Umsatz von einer Milliarde im Jahr 2020 musste Klarna einen Verlust in Höhe von rund 109 Millionen Dollar ausweisen.

Sono Motors

Sono Motors Sion. (Bild: Sono Motors)

Sono Motors Sion. (Bild: Sono Motors)

Der Münchner Solarauto-Entwickler Sono Motors plant offenbar einen Börsengang in den USA und hat die nötigen Unterlagen bereits bei der Börsenaufsicht SEC eingereicht, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus verlässlicher Quelle erfahren haben will. Damit soll eine Bewertung in einer Größenordnung von rund einer Milliarde Dollar erreicht werden.

Lilium

Die Gerüchteküche will wissen, dass das deutsche Lufttaxi-Startup Lilium mit einem börsennotierten Mantelunternehmen (SPAC) verhandelt, um durch dessen Übernahme an die New Yorker Börse zu gelangen. Im Gespräch ist das Ende 2020 gegründete Unternehmen Quell Acquisitions.

Quell Acquisition will nach eigenen Angaben mit einem Mobilitätsunternehmen fusionieren, das über eine Unternehmensbewertung von mehr als einer Milliarde Dollar verfügt. Das trifft auf Lilium zu. Bei der letzten Finanzierungsrunde im Jahr 2020 wurde der vor sechs Jahren gegründete Lufttaxibauer erstmals mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet.

Für Lilium könnte der Schritt indes wichtiger als für Quell sein. Immerhin sind die Wettbewerber Archer Aviation, Joby Aviation und Blade den SPAC-Schritt bereits gegangen. Wollen die Deutschen den Anschluss nicht verlieren, müssen sie aktiv werden.

N26

Das deutsche Fintech N26 hatte schon Ende 2017 über seinen Mitgründer Maximilian Tayenthal verlauten lassen, man denke über einen Börsengang nach. Seitdem hat sich nicht viel getan.

Anfang 2021 hat sich N26 nun den Finanz-Experten Jan Kemper an Bord geholt. Der hatte schon den Börsengang Zalandos verantwortet und gilt gemeinhin als Spezialist für den Start junger Unternehmen auf dem Börsenparkett. Allein die Personalie lässt also bereits einen baldigen Börsenstart der Internetbank erwarten. Zumindest dürfte das die Absicht sein. Mit 2,9 Milliarden Euro steht sogar bereits eine Bewertung im Raum.

Abseits hehrer Wünsche hat es die Neobank derzeit nicht leicht. Hohe Verluste drücken auf die Bewertung und der Wirecard-Skandal wirkt sich auch auf unbeteiligte Fintechs aus. Im Fall von N26 könnte das dazu führen, dass die Bafin die Neobank zu einer Finanzholding erklären und damit nicht nur den Bankenteil, sondern auch andere aktuelle und zukünftige Geschäftsbereiche, überwachen könnte.

Stripe

Auch von der Bezahl-Plattform Stripe wird seit Längerem ein Börsengang erwartet. Die Wahrscheinlichkeit, dass das 2021 passiert, bewerten Experten als hoch. In ihrer jüngsten Finanzierungsrunde im März 2021 war Stripe mit 95 Milliarden Dollar bewertet worden. Das Anlegerinteresse ist riesig. Insofern ist ein baldiger Börsengang unter dem Finanzierungsaspekt nicht unbedingt erforderlich.

Die Bewertung ist bereits sehr hoch für ein nicht an der Börse notiertes Unternehmen. Facebook hatte vor seinem Börsengang 2012 die Marke von 80 Milliarden Dollar erreicht, Uber kam vor der Aktienplatzierung auf gut 70 Milliarden Dollar.

Chime

Eine Smartphone-App, die Bankdienstleistungen anbietet und sich dabei gezielt an junge Kunden wendet, die den Filialbesuch scheuen – das ist das Konzept hinter Chime. Das 2012 gegründete Fintech gleichen Namens gehört zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen der Brache in den USA.

Wie das Handelsblatt berichtet, soll ein Börsengang für Ende 2021 geplant sein, bei dem eine Bewertung von über 30 Milliarden Dollar erreicht werden könnte. Schon jetzt weist das Unternehmen einen Wert von 14,5 Milliarden auf.

Lesson Nine (Babbel)

Die Sprachlern-App Babbel des deutschen Entwicklers Lesson Nine gehört ebenfalls zu den Gewinnern der Coronakrise. Nun werden dem Unternehmen unter Bezugnahme auf gut unterrichtete Quellen Börsenambitionen nachgesagt.

Danach soll Lesson Nine zu einer Bewertung von rund einer Milliarde Euro im dritten Quartal 2021 an die Frankfurter Börse gehen. Das Unternehmen bestätigt die Pläne nicht, dementiert aber auch nicht.

Jack Ma hat es nicht leicht. (Foto: SL Chen / Shutterstock)

Und dann war da noch die

Ant Technology Group

Nachdem Ant-Gründer Jack Ma sich kritisch zur chinesischen Regierung geäußert hatte, zwang die seine Ant Group, den für Anfang November 2020 geplanten IPO abzusagen. Es hätte der größte Börsengang aller Zeiten werden und die Ant Group mit mehr als 300 Milliarden Dollar bewerten sollen.

Neben der erzwungenen IPO-Absage hatte die chinesische Regierung der Ant Group weitere Fesseln angelegt, weshalb zunächst kein neuer Termin für einen Börsengang genannt worden war. Auch zum jetzigen Zeitpunkt scheint ein IPO in weiter Ferne – unter der Hand wird von 2022 gesprochen.

Erschwerend hinzukommt, dass sich die chinesische Regierung inzwischen auch für Jack Mas Alibaba interessiert und offenbar etwas ähnliches wie eine Zerschlagung plant. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Was am Ende von Jack Mas einstigem Imperium überbleibt und ob es sich lohnt, das noch an die Börse zu bringen, werden wir wohl im Verlaufe des Jahres erfahren.

Und wo wir gerade dabei sind, schauen wir noch auf

Tiktok von Bytedance

Nachdem die Tiktok-App des chinesischen Entwicklers Bytedance in den USA in Ungnade gefallen war, herrschen im Hause Bytedance nun offenbar Überlegungen vor, lediglich den chinesischen Ableger namens Douyin an die Börse zu bringen – und zwar an jene in Hongkong. Douyin ist in China sehr beliebt und kann allein in der Volksrepublik 600 Millionen Nutzer zählen.

Wie es um die im Westen populäre Tiktok-App steht, bleibt zunächst unklar. Auch wenn US-Präsident Joe Biden nicht die ganz harte Linie seines Amtsvorgängers Donald Trump fährt, ist er von einer Normalisierung der Beziehungen weit entfernt. Zuletzt unterlag Tiktok in einer Sammelklage und muss den Klägerinnen und Klägern aus den USA nun insgesamt 92 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Die Lust auf einen baldigen US-Börsengang dürfte dem Unternehmen einstweilen vergangen sein.

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